Prommegger und Riegler feiern Heimtriumph bei Teambewerb in Bad Gastein

Andreas Prommegger und Claudia Riegler haben am Mittwoch einen Triumph beim Weltcup-Mixed-Teambewerb in Bad Gastein gefeiert! Das Salzburger Duo zog mit Erfolgen gegen Kanada 1 (Jasey Jay Anderson/Megan Farrell), Schweiz 2 (Nevin Galmarini/Patrizia Kummer) und Österreich 2 (Benjamin Karl/Daniela Ulbing) in das große Finale ein, in dem Prommegger/Riegler auch Deutschland 1 mit Stefan Baumeister und Cheyenne Loch in die Schranken wiesen.

Dieser Erfolg ist umso bemerkenswerter, da Riegler am Dienstag im Achtelfinale der Einzelkonkurrenz bei einem Sturz mit dem Gesicht hart auf der Piste aufschlug und zu einer Kontrolluntersuchung in das Krankenhaus Schwarzach gebracht werden musste. Nachdem dabei zum Glück keine schwere Verletzung diagnostiziert worden war, entschied sich die 47-jährige Flachauerin noch gestern Abend zu einem Antreten in der Teamkonkurrenz.

„Als ich da gestern im Schnee gelegen bin, habe ich mir gedacht, das wird nichts mehr mit dem Teambewerb. Auch heute in der Früh ist es mir noch nicht so gut gegangen, aber ich beschäftige mich schon seit Jahren sehr intensiv mit den drei Ebenen Körper, Geist und Seele und das hat mir auch heute geholfen. Als ich im großen Finale über die Ziellinie gefahren bin, habe ich feuchte Augen gehabt, weil ich über einen meiner schönsten Siege jubeln durfte“, freute sich Riegler.

Andreas Prommegger, der bereits im Einzel Dritter geworden war, war nach seinem zweiten Weltcupsieg im Team mit Claudia Riegler nach Lackenhof 2018 sehr emotional. „Die Gesamtsituation war wirklich nicht einfach. Ich bin gestern einen dritten Platz eingefahren, was eigentlich ein Grund zum Feiern gewesen wäre. Aber Claudia ist im Schnee gelegen und keiner hat genau gewusst, was mit ihr los ist. Als sie mich dann nach 21.00 Uhr angerufen hat, um mir mitzuteilen, dass sie den Teambewerb fahren möchte, war das wie ein Geschenk für mich. Mit einem Sieg den Heimweltcup in Bad Gastein zu beenden, ist genial. Unter diesen Umständen mit Claudia dieses Rennen zu gewinnen, macht uns beide auch ein wenig stolz“, sagte Prommegger.

Benjamin Karl und Daniela Ulbing mussten sich im Duell um Rang drei den Russen Dmitry Loginov und Sofia Nadyrshina geschlagen geben und wurden als zweitbestes ÖSV-Duo Vierte. Eine Talentprobe legte die 18-jährige Niederösterreicherin Miriam Weis bei ihrem Weltcupdebüt an der Seite des Vorarlberger Lukas Mathies ab. Nach einem Sieg in der Vorrunde gegen Kanada 2 setzten sich Mathies/Weis auch im Achtelfinale gegen die starken Russen Igor Sluev und Anastasia Kurochkina um eine Hundertstelsekunde durch. Erst im Viertelfinale war für Team Österreich 4 in einem ÖSV-Duell gegen Karl/Ulbing Endstation. Der gute achte Platz war der verdiente Lohn für die couragierte Vorstellung von Mathies und Weis.

Unglücklich kam für Alexander Payer und Sabine Schöffmann im Achtelfinale gegen das Team Schweiz 2 das Aus. Payer fuhr gegen Nevin Galmarini ebenso die exakt gleiche Zeit wie Schöffmann gegen Patrizia Kummer. Da die Schweizer in der Setzliste als Nummer acht einen Platz vor den Kärntnern gereiht waren, zogen Galmarini und Kummer in die nächste Runde ein. Payer und Schöffmann landeten hingegen nach diesem kuriosen Rennverlauf in der Endabrechnung an der zehnten Stelle.

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Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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