Alpine Notlage. Aktuelle steirische Polizeimeldungen

Spital am Semmering, Bezirk Bruck-Mürzzuschlag. – Dienstagnachmittag, 12. Jänner 2021, verloren zwei Wanderer im Bereich der Kampalpe (Seehöhe 1535m) die Orientierung. Einsatzkräfte stiegen zu den Personen auf und begleiteten sie unverletzt ins Tal.

Eine 44-Jährige und ein 58-Jähriger, beide aus Wien, stiegen über den markierten Wanderweg von Semmering kommend über den Pinkenkogel in Richtung Kampalpe auf. Gegen 15.20 Uhr verloren beide im Nahbereich der Kampalpe die Orientierung. Aufgrund ihrer Erschöpfung setzten sie daraufhin einen Notruf ab. Die Bergrettung Mürzzuschlag sowie die Alpinpolizei Hochsteiermark lokalisierten aufgrund vorhandener Koordinaten den Aufenthaltsort und stiegen zu den Beiden auf. Die in Not geratenen Wanderer konnten gegen 17.35 Uhr aufgefunden und unverletzt ins Tal begleitet werden.

Im Bereich einer Tankstelle: Pkw-Brand

Peggau, Bezirk Graz-Umgebung. – Offenbar durch einen technischen Defekt geriet Dienstagmittag, 12. Jänner 2021, ein Pkw im Bereich einer Tankstelle in Brand. Die Angestellte der Tankstelle reagierte rasch. Verletzt wurde niemand.

Gegen 10.45 Uhr fuhr eine 45-Jährige aus dem Bezirk Graz-Umgebung mit dem Pkw ihres Mannes rückwärts aus der Waschstraße einer Tankstelle, nachdem sie das Fahrzeug zuvor gewaschen hatte. Dabei bemerkte die Frau eine plötzliche Rauchentwicklung im Bereich der Motorhaube. Sofort stellte sie den Pkw ab und lief in den Kundenbereich der Tankstelle. Eine Angestellte (52) alarmierte in der Folge sofort die Feuerwehr und rannte mit einem Feuerlöscher zum Pkw, wo sie mit den Löscharbeiten begann. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr hatte die Ersthelferin bereits vier Pulver-Feuerlöscher verbraucht.

Einsatzkräfte der Feuerwehr Peggau entfernten das Fahrzeug in der Folge aus dem Tankstellen-Bereich neben den Zapfsäulen und begannen die Löscharbeiten. Diese konnten bereits gegen 11.00 Uhr beendet werden. Die bereits durchgeführte Brandursachenermittlung durch einen Bezirks-Brandermittler der Polizei ergab, dass das Feuer im Motorraum seinen Ausgang fand. Dabei dürfte ein technisches Gebrechen, als Folge einer Verschleißerscheinung oder eines Tierbisses, einen Kabelbrand verursacht haben. Dieser konnte sich durch den raschen Löscheinsatz lediglich im Motorraum ausbreiten.

Die Höhe des entstandenen Sachschadens steht noch nicht fest. Das Rote Kreuz stand vorsorglich im Einsatz, verletzt wurde jedoch niemand.

Nachtrag zur Presseaussendung Nummer 5 vom 9. Jänner 2021

Brandursache geklärt

Sankt Veit in der Südsteiermark, Bezirk Leibnitz/Graz – Ermittler des Landeskriminalamtes Steiermark führten am 11. und 12. Jänner 2021 Erhebungen zu einem Brand eines Wirtschaftsgebäudes. Das Ergebnis lautet Brandstiftung.

Die Brandursachenermittlung ergab, dass der Brand im südlichen Bereich des Gebäudes (im Bereich eines Holzlagers) ausbrach. Gemeinsam mit einem Sachverständigen der Landesstelle für Brandverhütung Steiermark und unter Einbeziehung eines Polizei-Brandmittelspürhundes kamen die Ermittler zu dem Ergebnis, dass ein technischer Defekt ausgeschlossen werden kann. Vielmehr wird die Einbringung einer Zündquelle durch Offenes Licht oder Feuer angenommen. Wer den Brand verursacht hat, konnte bislang nicht eruiert werden. Weitere Ermittlungen werden vom Landeskriminalamt Steiermark dahingehend geführt. Wie bereits berichtet entstand ein Schaden von mehreren zehntausenden Euro. 

Brandereignis

Kammern im Liesingtal, Bezirk Leoben. – Mittwochmorgen, 13. Jänner 202, geriet ein Einfamilienhaus in Brand. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Zwei Personen wurden mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in das Krankenhaus eingeliefert.

Gegen 05.40 Uhr kam es zum Brand des Holzblockhauses. Als die Polizei am Einsatzort eintraf, waren Einsatzkräfte der Feuerwehr (Seiz, Gai, Kammern) bereits mit Löscharbeiten und einer Fassadenöffnung beschäftigt. Ersten Ermittlungen zufolge dürfte gelagerte Asche einen Schwelbrand verursacht haben. Die Rettung transportierte die beiden Hausbewohner, eine 60-Jährige und einen 63-Jährigen, mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in das LKH-Hochsteiermark, Standort Leoben. Die Schadenshöhe steht derzeit noch nicht fest. Fortführende Ermittlungen werden von der Polizeiinspektion Mautern in Steiermark geführt.

Glosende Matratze: Brandeinsatz

Graz, Bezirk Gries. – Ein 60-Jähriger warf am 13. Jänner 2021 eine glosende Matratze aus dem Fenster seiner Wohnung. Durch die Rauchentwicklung löste er einen Brandalarm aus.

Der 60-Jährige verließ gegen 06.30 Uhr seine Wohnung und dürfte durch eine zuvor gerauchte Zigarette die Matratze zum glosen gebracht haben. Als er gegen 08.20 Uhr in die Wohnung retour kam, stellte er eine Rauchentwicklung fest und warf die glosende Matratze aus dem Fenster. Diese landete im Garten und löste den Einsatz aus. Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten die Matratze und lüfteten die Wohnung mit einem Gebläse. Andere Hausbewohner wurden nicht gefährdet.

Illegaler Welpenhandel

Graz. – Zwei Frauen im Alter 19 und 43 Jahren stehen im Verdacht, illegal verwahrloste Welpen aus dem Pkw heraus verkauft zu haben. Es kam zur Abnahme von insgesamt neun Mischlings-Welpen unterschiedlicher Rassen. Die Frauen werden wegen zahlreicher Übertretungen angezeigt.

Bereits vergangenen Freitag, 8. Jänner 2021, wurden Polizisten gegen 16.00 Uhr in die Fröbelgasse gerufen, nachdem dort Welpen auf der Straße aus einem Pkw heraus verkauft worden waren. Vor Ort gab eine Frau an, offenbar Opfer von Betrügern geworden zu sein. Dabei hätte sie einen anderen Hund als zuvor vereinbart vermittelt bekommen. Die Verkäuferin sei mit einem blauen Klein-Pkw (bosnische Zulassung) davongefahren.

In der Folge stießen die Beamten vor Ort auf weitere Kaufinteressenten, welche ebenso im Internet inserierte Welpen kaufen wollten. Zudem stellten die Polizisten einen roten Pkw, ebenso mit bosnischer Zulassung, im Hinterhof eines Wohnhauses fest. Als die 43-jährige Fahrzeughalterin aus Bosnien und Herzegowina wenig später zum Fahrzeug zurückkam, konnten die Beamten im Pkw vier Welpen in offensichtlich verwahrlostem Zustand feststellen. Die hinzugezogene Amtstierärztin verfügte in der Folge die behördliche Abnahme der insgesamt fünf Tiere, woraufhin diese von der Tierrettung zur Versorgung in ein Tierheim verbracht wurden. Zudem leiteten Polizisten eine Fahndung nach dem flüchtigen blauen Fahrzeug und der vorerst unbekannten Frau ein. 

Neuerlicher Verkauf: Polizisten kamen zuvor

Als es gegen 20.15 Uhr im Bereich Hauptbahnhof neuerlich zum Verkauf eines Welpen kommen hätte sollen, reagierten die Grazer Polizisten rasch. Sie observierten die für die Übergabe vereinbarte Örtlichkeit zwischen Verkäuferin und Interessentin in zivil. Dabei stellten die Polizisten eine 19-jährige Bosnierin mit einem zum Verkauf angebotenen Welpen fest. Auch die wenige Stunden zuvor kontrollierte 43-Jährige, wie sich herausstellte handelte es sich um die Mutter der jungen Bosnierin, befand sich mit ihrem roten Fahrzeug in unmittelbarer Nähe.

Bei den Frauen stellten die Polizisten schließlich 2.600 Euro Bargeld sowie drei weitere verwahrloste Welpen im Fahrzeug der 19-Jährigen sicher. Auch diese Tiere wurden behördlich abgenommen und von der Berufsfeuerwehr in ein Tierheim verbracht.

Polizisten brachten die beiden Tatverdächtigen letztlich zur Einvernahme auf eine Polizeiinspektion und führten eine erkennungsdienstliche Behandlung durch. Sie zeigten sich nicht geständig. Gegen beide Frauen werden zahlreiche Anzeigen wegen des Verdacht der Tierquälerei und des Betrugs erstattet. Zudem werden weitere Übertretungen nach dem Covid-19-Maßnahmengesetz und dem Veterinärrecht angezeigt. Eine Sicherheitsleistung wurde eingehoben. Hinsichtlich möglicher Übertretungen nach dem Zoll- und Finanzrecht wurden zudem die Finanzbehörden eingeschaltet.

Brand: Mann verletzt

Judendorf-Straßengel, Bezirk Graz-Umgebung.– Mittwochnachmittag, 13. Jänner 2021, kam es bei Hausarbeiten in einem Einfamilienhaus zu einem Brand. Ein 30-Jähriger wurde dabei verletzt.

Gegen 14.00 Uhr führte der 30-jährige Hausbesitzer Dichtungsarbeiten im Bereich des Dachstuhls durch. Aus derzeit ungeklärter Ursache kam es dabei zu einer Brandentzündung. Der Mann konnte das Feuer selbstständig nicht mehr löschen und verständigte den Notruf. Die Feuerwehr Judendorf-Straßengel stand mit 41 Einsatzkräften und zwölf Fahrzeugen im Einsatz und löschte den Brand („Brand-Aus“ um 15.05 Uhr). Die Rettung transportierte den 30-Jährigen mit Verbrennungen am Oberkörper in ein Krankenhaus. Das Landeskriminalamt Steiermark hat die Ermittlungen übernommen. Diese werden am heutigen Tage fortgeführt. Brandursache sowie Schadenssumme ist derzeit nicht bekannt.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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