Bergwelten: Zeppelinskiing – Mit dem Luftschiff in die Berge

Mo., 25.01., ab 20:15 Uhr auf ServusTV

Eine derartige Aktion hat man noch nicht gesehen!
Die Freerider Stefan Ager, Andreas Gumpenberger und Fabian Lentsch haben einen skurrilen Geistesblitz: Sie wollen mit einem Luftschiff in die Berge fliegen und sich über unzugänglichen, noch nie befahrenen Steilwänden absetzten lassen, um anschließend ihre Spuren in den Schnee zu ziehen. Bei der Auswahl der geplanten Routen holen sie sich Unterstützung von einem der weltbesten Sportkletterer – Beat Kammerlander. Das Projekt ist ein wildes Abenteuer, für das in erster Linie sehr viel Überzeugungskunst gefragt ist. Denn um die Zeppelinfirma für das Projekt „Zeppelinskiing“ zu begeistern, braucht es einiges an Überredungskunst.

Der Sprung aus den Wolken
Nach zwei Jahren Vorbereitung steigen die drei österreichischen Sportler am Zeppelin Hangar Friedrichshafen in die Kabine des gigantischen 75 Meter langen Luftschiffs und heben Richtung Brandnertal, Vorarlberg ab. Am Kleinen Valkastiel (2.233 m) angekommen, öffnen sie die Luken und werfen das 50-Meter lange Seil in die Tiefe. Sie klinken sich ein, seilen sich ab, hängen in der Luft und lassen eine fast surreale, noch nie gesehene Szenerie auf sich wirken. Durch die offene Luke blickend, steigt Andreas Gumpenberger´s Puls: „Als ich unter dem Zeppelin hing, hatte ich das Gefühl, mich von einer Wolke abzuseilen, es fühlte sich skurril an,“ beschreibt er. Als die Athleten wieder festen Boden unter den Füßen haben, dreht der Zeppelin ab, die Freerider stellen sich der steilen Flanke des Berges und genießen die unbefahrene Abfahrt.

Ein Traum wird zur Realität
Stefan Ager ist froh, dass alles so einwandfrei funktioniert hat: „Es steckt mehr dahinter, als sich „nur“ vom Zeppelin abzuseilen. Eine lange Vorbereitungszeit ging dem Projekt voraus. Der Zeppelin wurde eigens für diese Aktion umgebaut und die Piloten waren am Limit was Höhe und Reichweite des Luftschiffs angeht.“ Ager und Gumpenberger, die Initiatoren des Projekts überzeugten die Reederei in Friedrichshafen nach mehreren Anläufen überhaupt erst Berechnungen anzustellen, denn Zeppelinskiing ist nicht gleich Heliskiing, dieses Fortbewegungsmittel ist für geringere Höhen konzipiert. „Für dieses Projekt gingen wir mit dem Zeppelin ans Höhenmaximum. Jedes Gramm, jede Temperaturschwankung, jeder Luftdruckunterschied und jeder km/h Wind entscheidet über Erfolg oder Misserfolg,“ erklärt der 53-jährige Chefpilot Fritz Günther.

Foto:
(c) Mirja Geh
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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