ÖSV Wintersportsplitter Nordisch: Dritter Platz für Kraft in Titisee-Neustadt (GER)


Beim zweiten Weltcup-Bewerb der Skispringer im deutschen Titisee-Neustadt gelang Stefan Kraft am Sonntag der Sprung zurück auf das Podest. Der Salzburger wurde beim Sieg des norwegischen Weltcup-Führenden Halvor Egner Granerud Dritter (8,1 Punkte Rückstand). 

Kraft, der nach dem ersten Durchgang auf Rang vier lag, konnte mit einem Satz auf 136 Meter noch den Deutschen Markus Eisenbichler vom Stockerl verdrängen. Für den 27-Jährigen war es der erste Podestplatz in dieser Saison. 

Zweitbester Österreicher wurde Daniel Huber, der sich im zweiten Durchgang um sechs Ränge verbessern konnte und Zehnter wurde. Mit Michael Hayböck auf Platz 14 schafften insgesamt drei ÖSV-Adler den Sprung in die Top-15.

Die nächsten Weltcup-Bewerbe finden am kommenden Wochenende in Zakopane (POL) statt.

***Stimmen***

Stefan Kraft: „Mit dem Stockerlplatz bin ich natürlich mega happy. Es war eine schwierige Saison bisher und nach den vielen Sprüngen fühle ich mich jetzt körperlich sehr leer und müde. Ich habe mich heute nochmals ausgequetscht wie eine Rosine und bin extrem happy, dass es so geklappt hat. Der Podestplatz ist einfach richtig schön.“

Daniel Huber: „Es war ein cooler Wettkampf heute und ich habe zwei gute Sprünge gemacht. Im Zweiten habe ich sehr viel Risiko genommen, aber das braucht es im Moment auch, weil es mir noch nicht so leicht von der Hand geht. Der Rückstand ist nicht mehr so groß und ich bin mit dem heutigen Tag echt zufrieden.“

Michael Hayböck: „Ich tue mich auf dieser Schanze hier durch den Radius sehr schwer. Schlussendlich war mein letzter Sprung heute sicherlich der beste und es freut mich, dass ich mich noch um acht Plätze verbessern konnte. Mit diesem Wochenende bin ich nicht unzufrieden, aber man merkt schon, dass es noch einiges an Potential gibt. Für Krafti freut es mich irrsinnig, er hat es sich wirklich sehr verdient.“

Cheftrainer Andreas Widhölzl: „Krafti hat einen super Job gemacht. Es war auch heute wieder alles sehr eng beisammen und schwierig zu springen. Sehr positiv ist auch die Steigerung von Daniel Huber und Michael Hayböck im zweiten Durchgang. Leider ist der letzte Sprung von Philipp Aschenwald nicht so aufgegangen. Insgesamt war es für uns mit dem Stockerlplatz ein versöhnliches Wochenende.“

***Ergebnis***
https://www.fis-ski.com/DB/general/results.html?sectorcode=JP&raceid=5796

Biathlon: ÖSV-Mixed-Staffel auf Rang elf


Bei der ersten Mixed-Staffel der heurigen Saison sicherte sich das Team aus Russland den Sieg. Das Quartett in der Besetzung Uliana Kaisheva, Svetlana Mironova, Alexander Loginov und Eduard Latypov konnte sich in einem knappen Rennen im Zielsprint gegen die Favoriten aus Norwegen durchsetzen. Auf Rang drei landete die Mannschaft aus Frankreich.

Das österreichische Team in der Formation Julia Schwaiger, Lisa Hauser, Simon Eder und Felix Leitner landete mit sechs Nachladern und 2:19,6 Minuten Rückstand auf Rang elf. Ein Sturz von Startläuferin Julia Schwaiger verhinderte schon früh im Rennen einen Spitzenplatz für das ÖSV-Team.

Rennverlauf:

Das Rennen begann für das österreichische Team äußerst turbulent. Startläuferin Julia Schwaiger hielt sich bis zur zweiten Runde im Spitzenfeld, stürzte dann aber unglücklich in einer steilen Abfahrt und verlor den Anschluss. Am Schießstand musste die Salzburgerin zweimal nachladen und übergab als 20. (+1:29,5 min.) an Lisa Hauser. Für die Tirolerin, die in den beiden Tagen zuvor jeweils sensationell Dritte wurde, ging es jetzt darum, möglichst viele Plätze gut zu machen. Die 27-Jährige zeigte erneut eine starke Leistung, musste am Schießstand nur einen Fehler in Kauf nehmen und brachte die ÖSV-Staffel auf Rang 13 (+1:20,9 min.) nach vorne. Jetzt waren die Herren an der Reihe. Für Österreich startete Simon Eder in das Rennen. Der Routinier zeigte gewohnt schnelle Schießeinlagen, musste jedoch zweimal nachladen und übergab am Ende als 13. (+1:59,0 min) an Schlussläufer Felix Leitner. Der Tiroler zeigte eine gute Leistung, konnte die österreichische Staffel um zwei Plätze nach vorne bringen und überquerte am Ende mit einem Nachlader als Elfter (+2:19,6 min.) die Ziellinie.

STIMMEN:

Julia Schwaiger: „Ich habe eigentlich recht gut in das Rennen reingefunden, habe mich läuferisch sehr gut gefühlt und wäre auch vorne dabei gewesen. Dann ist leider dieser Sturz passiert und mir ist das Adrenalin eingefahren. Ich habe danach so schwere Beine bekommen und habe nur gehofft, dass bei meinem Gewehr alles passt. Nach dem Sturz war leider einfach nicht mehr drinnen.“

Lisa Hauser: „Mir tut es wirklich leid für Julia und ich hoffe, dass da nicht mehr passiert ist. Ich kann das glaube ich am besten nachvollziehen, wenn man als Startläuferin stürzt. Gott sei Dank hat ihr Gewehr noch funktioniert und sie konnte weitermachen. So hatten wir natürlich nicht die beste Ausgangsposition, aber ich hatte ein wirklich gutes Rennen und konnte einige Plätze gut machen.“

Simon Eder: „Es war leider nicht mehr viel zu machen. Mein Rennen war auch eher mittelmäßig und ich muss schauen, dass ich noch ein bisschen besser in Schwung komme, auch in Hinblick auf die WM.“

Felix Leitner: „Ich bin mit meiner Leistung zufrieden. Ich habe von Anfang an voll Gas gegeben und habe mein Rennen mehr als Einzel-Rennen gesehen und nicht auf die Platzierung geschaut. Ich wollte einen guten Wettkampf zeigen und das habe ich läuferisch so gut wie möglich gemacht. Mit nur einem Fehler am Schießstand bin ich auch zufrieden.“

Weiteres Wettkampf-Programm Oberhof Weltcup 5:
Sonntag, 10.01.2021 Single Mixed-Staffel (D+H), 14.40 Uhr

Biathlon: ÖSV-Duo in den Top-Ten


Das erste Single-Mixed-Staffelrennen der Saison in Oberhof endete mit einem souveränen Sieg des französischen Teams. Das Duo Julia Simon und Emilien Jacquelin musste insgesamt nur dreimal nachladen und setzte sich mit 38,7 Sekunden Vorsprung gegen das Team aus Schweden (Hanna Oeberg/Sebastian Samuelsson) durch. Der dritte Platz ging an Norwegen (Tiril Eckhoff/Johannes Thingnes Boe).

Österreich ging in der Besetzung Dunja Zdouc und David Komatz an den Start. Das ÖSV-Duo belegte mit insgesamt neun Nachladern und 1:51,6 Minuten Rückstand am Ende Rang acht.

Rennverlauf:

Dunja Zdouc startete passabel ins Rennen. Die Kärntnerin musste bei ihren ersten beiden Schießeinlagen dreimal nachladen und übergab als Zehnte (+32,9 sec.) erstmals an David Komatz. Der Steirer benötigte liegend zwei Zusatzpatronen, blieb im Stehendanschlag aber fehlerlos und übergab etwa zur Hälfte des Rennens ebenfalls als Zehnter (+1:04,9 min.) wieder an die Kärntnerin. Der zweite Teil des Rennens gelang der 27-Jährigen besser. Nach einer fehlerlosen Liegendserie und nur einem Nachlader im Stehendanschlag übergab sie als Neunte (+1:12,7 min.) ein letztes Mal an David Komatz. Der 29-Jährige bestätigte erneut seine gute Form, musste bei seinen zweiten beiden Schießeinlagen dreimal nachladen und sicherte dem ÖSV-Team als Achter am Ende einen Top-Ten-Platz.

STIMMEN:

Dunja Zdouc (Rang acht): „Das Rennen war für mich richtig cool. Ich bin erst zum zweiten Mal ein Single-Mixed-Rennen gelaufen und es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Das Material war super, deswegen konnte ich auf der Loipe richtig Gas geben. Das Schießen ist in diesem Bewerb etwas schwerer, weil man schneller zum Schießplatz läuft als bei den Einzelrennen. Alles in allem war ich mit meinem Rennen zufrieden. Mit ein, zwei Nachladern weniger würde es dann gleich weiter nach vorne gehen.“

David Komatz (Rang acht): „In erster Linie habe ich mich sehr darüber gefreut, dass die Trainer mir das Vertrauen für dieses Rennen geschenkt haben und mich zum ersten Mal in der Single-Mixed aufgestellt haben. Das Rennen hat für mich gleich recht turbulent begonnen. Ich habe mir bei der ersten Übergabe von Dunja den Stock gebrochen, habe aber sofort von einem unserer Betreuer einen neuen bekommen. Ich bin relativ engagiert in dieses Rennen gestartet und es hat sich auf der Loipe richtig gut angefühlt. Beim Schießen war für eine bessere Platzierung leider der eine oder andere Nachlader zu viel dabei. Im Großen und Ganzen sind wir mit diesem achten Platz aber zufrieden, auch wenn uns ein Platz weiter vorne natürlich lieber gewesen wäre.“

Weiter geht es in Oberhof am kommenden Mittwoch mit einem Sprint-Rennen der Herren.


Wettkampfprogramm Oberhof Weltcup 6:

Mittwoch, 13.01.2021, Sprint Herren, 14.30 Uhr
Donnerstag, 14.01.2021, Damen Sprint, 14.30 Uhr
Freitag, 15.01.2021, Herren Staffel, 14.30 Uhr
Samstag, 16.01.2021, Damen Staffel, 14.45 Uhr
Sonntag, 17.01.2021, Herren Massenstart, 12.30 Uhr
Sonntag, 17.01.2021 Damen Massenstart, 15.00 Uhr

Langlauf: STABLOBER BEENDET TOUR DE SKI ALS NEUNTE 

Die Tour de Ski 2021 fand heute mit der berüchtigten Etappe Alp de Cermis ihren Abschluss. Die beiden Österreicher Teresa Stadlober (9.) und Mika Vermeulen (40.) können zufrieden zurückblicken.

Mit dem berüchtigten final Climb auf die Alp de Cermis über 10 km und 582 Höhenmeter, ging heute die 15. Tour de Ski in Val di Fiemme (ITA) zu Ende. Acht kräfteraubende Wettkämpfe in zehn Tagen und drei Stationen. Für Teresa Stadlober war diese Tour ein Auf und Ab. Auch heute lief es nicht so wie geplant. Nach einer guten Positionierung ging ein Stockteller kaputt, das erst später gewechselt werden konnte so kam sie als 13. völlig erschöpft ins Ziel. Der angepeilte Rang sechs ging sich für die 27 jährige nicht aus, am Ende wurde es Platz neun. Für die Radstädterin geht es in zwei Wochen in Lahti (FIN) im Weltcup weiter.

Teresa Stadlober: „ Die ersten Rennen sind nicht nach Wunsch verlaufen, ich tat mir anfangs sehr schwer, erst in Toblach beim Skatingrennen war ich erstmals zufrieden, perfekt lief es dann in Val di Fiemme mit Rang vier und der Sprintqualifikation. Die Schlussetappe verlief für mich enttäuschend, am Beginn der Skipiste verlor ich Stockteller und ich musste den Stock wechseln. Heute ich einfach nicht das Vermögen nochmals ein gutes Ergebnis zu erreichen. Bedanken möchte ich mich beim ganzen Team, die so wie ich, alles gegeben haben.“

Der Tour Debütant aus der Steiermark Mika Vermeulen kann mit seiner ersten Teilnahme zufrieden nach Hause fahren. Als ehemaliger Kombinierer hat er gerade im klassisch Sprint eine gute Performance gezeigt und kann viele wertvolle Erfahrungen mitnehmen. Die nächste große Ziel ist für den 21 jährigen die U23 Weltmeisterschaft in Vuokatti (FIN) sowie die nordische Ski Weltmeisterschaft in Oberstdorf (D).

Mika Vermeulen vor dem Rennen: „ Es waren schwierige und harte Rennen mein Ziel war es in allen Skatingbewerben nahe bei den Punkterängen zu sein, erreicht habe ich die Weltcuppunkte diese dann im klassischen Sprint. Bei allen Rennen hatte ich sehr gutes Material, mein Dank gilt dem Serviceteam. Für meine erste Tour de Ski war es ein coole Erfahrung, sehr lehrreich und für das nächste Jahr weiß was auf mich zu kommt.“

Mika Vermeulen nach dem Rennen: „Es war brutal hat und hat mit Spaß wenig zu tun gehabt. Es war von Anfang an immer zügig und ich konnte, bis es steiler wurde, zum Glück dranbleiben. Beim Anstieg konnte ich meine Stärke besser ausspielen. Am Anfang bin ich auch gut reingekommen. Ab der Hälfte des Stiegs war ich einfach erledigt und komplett blau. Ab da war es nur noch ein großer Fight um jeden Platz. Ich darf auf alle Fälle sehr zufrieden sein.“

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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