Kraft Vierter beim Tournee-Finale in Bischofshofen

Stoch (POL) gewinnt Dreikönigsspringen und Tournee

Die österreichischen Skispringer präsentierten sich am Mittwoch beim traditionellen Dreikönigsspringen in Bischofshofen mannschaftlich stark, auch wenn es am Ende für keinen Podestplatz gereicht hat. Stefan Kraft fehlten 1,4 Punkte auf den Drittplatzierten Karl Geiger. Michael Hayböck wurde als zweitbester Österreicher Sechster und Daniel Huber belegte den zehnten Rang.

Der Gesamtsieg der 69. Vierschanzentournee ging an Tagessieger Kamil Stoch (POL). Bester ÖSV-Adler der Gesamtwertung wurde Stefan Kraft auf Rang acht.

Aus österreichischer Sicht bleibt das Fazit, dass Vieles gut, aber eben noch nicht spitze war. In Oberstdorf holte sich Philipp Aschenwald den Sieg in der Qualifikation, Teamkollege Daniel Huber wurde Vierter. In der Garmisch-Quali belegte Stefan Kraft den vierten Rang, während Daniel Huber in der Innsbruck-Quali Zweiter wurde. Auch bei der letzten Qualifikation in Bischofshofen war das ÖSV-Team mit vier Athleten in den Top 10 stark vertreten. In den Wettkämpfen konnten diese Leistungen allerdings zu selten bestätigt werden.

Offensichtlich wurde bei der 69. Vierschanzentournee dennoch die qualitative Breite in der österreichischen Mannschaft. Insgesamt nahmen 14 verschiedene ÖSV-Athleten an den Bewerben der Vierschanzentournee teil. Mit nur einer Ausnahme gelang stets die Qualifikation für den Hauptbewerb. Zehn Österreicher konnten Weltcup-Punkte sammeln.

Mit den nächsten Weltcup-Stationen sowie der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Oberstdorf (23. Februar bis 7. März 2021) warten weitere Saisonziele. Im Weltcup geht es für die Skispringer bereits in zwei Tagen in Titisee-Neustadt (GER) weiter, wo am 9. und 10. Jänner zwei Einzelbewerbe auf dem Programm stehen.

Ergebnis Bischofshofen
https://www.fis-ski.com/DB/general/results.html?sectorcode=JP&raceid=5855

Endstand 69. Vierschanzentournee
https://www.fis-ski.com/DB/general/results.html?sectorcode=JP&raceid=5856

Stimmen

Stefan Kraft: „Es ist schon schade, dass es nicht für das Podium gereicht hat. Dennoch bin ich mit meiner Leistung heute mega happy. Bis auf Garmisch war es für mich eine super Tournee. Ich bin jetzt gut im Rhythmus und möchte auch in Titisee-Neustadt an den Start gehen.“

Michael Hayböck: „So eine Tournee habe ich noch nie erlebt. Zunächst bin ich zweimal im ersten Durchgang ausgeschieden und dann springe ich zweimal in die Top 10. Leider hat es nicht zu einem Podestplatz gereicht, den sechsten Platz nehme ich natürlich gerne mit und bin zufrieden damit. Ich freue mich schon auf die nächsten Wettkämpfe.“

Daniel Huber: „Top 10 ist ok, auch wenn der letzte Sprung nicht mehr ganz so gut war, weil ich den Absprung nicht ganz erwischt habe. Ich bin aber sehr zufrieden mit dem heutigen Wettkampf. Insgesamt haben wir uns unter Wert verkauft und hatten auch das Glück nicht immer auf unserer Seite.“

Andreas Widhölzl: „Es war heute wieder besser und wir kommen weiter näher ran. Heute haben wir drei unter den Top 10 gehabt, das ist gut. Wir werden weiterkämpfen und möchten gleich in Titisee-Neustadt zeigen, was wir draufhaben. Wichtig ist, dass die Athleten das Vertrauen in ihre eigenen Stärken haben und dann ist Vieles möglich.“

Auch restliche ÖSV-Events ohne Zuschauer

Mit der reibungslosen Durchführung der beiden Österreich-Bewerbe in Innsbruck und Bischofshofen im Rahmen der 69. Vierschanzentournee konnten auch die ersten Weltcupveranstaltungen im neuen Jahr als gewohnt hochwertige Medien- und Sport-Events abgewickelt werden. Jetzt steht fest, dass auch alle noch ausstehenden Weltcup-Veranstaltungen in Österreich in der Saison 2020/21 ohne Zuschauer organisiert werden müssen.

Das betrifft die Veranstaltungen in St. Anton, Flachau, Kitzbühel und Schladming (Ski Alpin), am Kreischberg (Freeski und Snowboard), Bad Gastein (Snowboard), Seefeld (Nordische Kombination Herren) und Hinzenbach (Skispringen Damen). Bereits online erworbene Tickets für das Nightrace in Schladming werden automatisiert refundiert.

Der Österreichische Skiverband ist optimistisch, mit Hilfe des Covid-19-Präventionskonzeptes, welches sich bisher bestens bewährt hat, sowie in Kooperation mit seinen örtlichen Organisationskomitees alle noch anstehenden Weltcup-Veranstaltungen – sofern es die äußeren Umstände zulassen – so sicher wie möglich für alle an den Events beteiligten Personen durchführen zu können.

Logo: ÖSV

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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