Julia Dujmovits und Sabine Schöffmann feiern in Scuol Comeback

Mit einem Parallelriesentorlauf starten die Raceboarder an diesem Samstag (9.1.) in Scuol (SUI) in das Kalenderjahr 2021! Dabei steigen Julia Dujmovits (Ellbogenluxation und Bändereinriss im linken Arm) und Sabine Schöffmann (Gehirnerschütterung) nach ihren in der Vorbereitung erlittenen Verletzungen in das Weltcup-Geschehen ein. Bei den Herren geht es für Benjamin Karl darum, das gelbe Leader-Trikot zu verteidigen und damit als Weltcup-Gesamtführender zu den Heimrennen in der kommenden Woche nach Bad Gastein zu kommen!

Das ÖSV-Team hat sich in den vergangenen Tagen auf der Reiteralm den letzten Schliff für das Rennen in der Schweiz geholt. Julia Dujmovits, die nach zwei Saisonen und der verletzungsbedingten Verzögerung nun endgültig auf die Weltcupbühne zurückkehrt, zog nach der finalen Vorbereitung zufrieden Bilanz: „Zu Beginn hatte ich noch etwas damit zu kämpfen, um den Trainingssturz von Anfang Dezember aus dem Kopf zu bekommen, doch mit jeder Fahrt ist es mir besser gelungen, wieder an das Limit zu gehen. Ich habe mich auch von Lauf zu Lauf steigern können. Obwohl ich in der Qualifikation mit einer hohen Nummer starten muss, hoffe ich, dass ich den Sprung in das Finale der Top 16 schaffe“, erklärt Julia Dujmovits.

Sabine Schöffmann hat sich ergänzend zum Training mit dem ÖSV-Team in der Vorwoche auch im „familiären Kreis“ auf der Simonhöhe mit ihrem Freund und Teamkollegen Alexander Payer auf ihr Comeback vorbereitet. „Der Kärntner Landeskader und meine Cousine Pia (Schöffmann, Anm.) waren bei diesem Training auch dabei. Dazu ist mein Vater die Piste durchgerutscht und meine Mutter hat die Fahrten gefilmt“, berichtet Schöffmann. „Die lange Pause ist natürlich nicht spurlos an mir vorübergegangen, daher bin ich zuerst einmal froh, in Scuol wieder am Start zu stehen. Ich hoffe, dass die Piste hart und kompakt, aber nicht eisig ist. So war es nämlich im Vorjahr, und da war das Rennen für mich nach dem ersten Quali-Lauf vorbei. Heuer möchte ich es natürlich anders – sprich besser – machen“, betont die Kärntnerin.

Bei den Herren streift Benjamin Karl in Scuol nach seinem Sieg beim PGS in Carezza (ITA), wo er im großen Finale seinen ÖSV-Teamkollegen Andreas Prommegger um eine Hundertstelsekunde bezwungen hat, das gelbe Trikot des Weltcupleaders über. „Das Rennen und das gesamte Flair in Scuol sind ein Traum – ich mag die ganze Gegend dort. Der Hang ist nicht zu flach und hat einige coole Übergänge“, schwärmt der vierfache Weltmeister, der im Vorjahr in der Schweiz starker Zweiter wurde. Karl arbeitete zuletzt intensiv an der Schuheinstellung, da ein gebrochener Teil durch einen neuen ersetzt werden musste. „Deshalb bin ich auch bis zu 14 Läufe in einer Trainingseinheit gefahren, um mich wieder an die optimale Einstellung hinzutesten“, so Karl.

Foto: GEPA

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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