Red Bulls gewinnen in Dornbirn mit 3:2; Graz99ers siegen in Villach



Salzburg bleibt nach dem direkten Duell Tabellenfünfter

Dornbirn, 5. Januar 2021 | Der EC Red Bull Salzburg gewann das Auswärtsspiel der bet-at-home ICE Hockey League gegen die Dornbirn Bulldogs mit 3:2. In einem über weite Strecken ausgeglichenen und hochspannenden Spiel lagen die Salzburger gegen starke Vorarlberger schon mit 0:2 zurück, drehten die Partie aber noch zu ihren Gunsten und fixierten in der 56. Minute mit einem Unterzahltor von Justin Schütz den Auswärtserfolg. 

Ohne die Rekonvaleszenten Jack Skille, Alexander Rauchenwald, Filip Varejcka und Julian Lutz sowie die U20-WM-Teilnehmer John Peterka und Tim Harnisch gingen die Red Bulls in Dornbirn ins dritte Saisonduell und mussten anfangs bei zwei, drei starken Aktionen der Gastgeber vor dem Tor die Verteidigung sofort auf Hochtouren fahren. Das war so etwas wie ein Weckruf, denn danach übernahmen die Red Bulls Großteils das Spiel und sorgten für viel Verkehr vor dem Tor von Dornbirns Torhüter Oskar Östlund und hatten deutliche Feldvorteile. Dornbirn setzte aber immer wieder Nadelstiche und in der 18. Minute bezwang Matthew Mackenzie nach einem schnellen Gegenstoß per Rebound auf seinen eigenen Schuss aus Halbdistanz Salzburgs Goalie Jean-Philippe Lamoureux zur 1:0-Führung. So mussten die Red Bulls zur ersten Pause entgegen dem Spielverlauf mit dem 0:1-Rückstand in die Kabine gehen. 

Im zweiten Durchgang nahmen die Vorarlberger den Schwung aus der Schlussphase des ersten Drittels mit und spielten mit Salzburg auf Augenhöhe. In der 25. Minute erhöhte Dornbirn mit einem Treffer von Kevin Macierzynski, der die Scheibe sehenswert von hinten ins Kreuzeck hob, auf 2:0. Doch kurz darauf zog John Hughes im Powerplay aus spitzem Winkel ab und erzielte das wichtige Salzburger Anschlusstor (27.). Etwas später hatte Thomas Raffl die Chance auf den Ausgleich (31.), verpasste aber unter Bedrängnis das halbleere Tor. In weiterer Folge kam es auf beiden Seiten abwechselnd zu guten Szenen, die Partie war jetzt völlig offen. Zum Ende des zweiten Abschnitts drückten die Red Bulls die Vorarlberger wieder minutenlang in die Verteidigungszone, kamen aber einfach in keine gute Schussposition. Aber genau in der letzten Sekunde vor der Schlusssirene nach 40 Minuten haute Thomas Raffl die Scheibe im Powerplay aus der Distanz mit einem unglaublichen Gewaltschuss zum 2:2-Ausgleich ins Netz.

Im Schlussdrittel ging es genauso weiter, beide Teams sorgten abwechselnd bei hoher Intensität für gefährliche Situationen vor dem Tor, bei jeder Gelegenheit gingen die Akteure auf die Rebounds. In der 46. Minute hatte Salzburg Pech bei einem Stangenschuss, Dornbirns Goalie Oskar Östlund hätte nicht mehr eingreifen können, während JP Lamoureux seine Mannschaft mit einigen starken Saves gegen die nicht müde werdende Dornbirner Offensive im Spiel hielt. Die Frequenz der Schüsse aufs Salzburger Tor nahm weiterhin zu und ab der 55. Minute hatten die Gastgeber im Powerplay Chancen auf den möglichen Führungstreffer. Doch genau in dieser Phase erwischte Justin Schütz irgendwie die Scheibe, setzte sich gegen einen Dornbirner Verteidiger durch und traf im Nachschuss zur 3:2-Führung der Red Bulls (56.). Die mussten noch zwei höchst brenzlige Schlussminuten gegen sechs Dornbirner Feldspieler überstehen – JP Lamoureux hatte nicht nur aufgrund der hektischen Schlussphase wieder großen Anteil am Salzburger Mannschaftserfolg – und freuten sich schließlich über den knappen 3:2-Sieg in Dornbirn. Damit bleiben die Salzburger auch auf dem fünften Tabellenplatz, nun mit drei Punkten vor den Vorarlbergern. 

bet-at-home ICE Hockey League
Dornbirn Bulldogs – EC Red Bull Salzburg 2:3 (1:0, 1:2, 0:1)
Tore: Mackenzie (18.), Macierzynski (25.) resp. Hughes (37./PP), Raffl (40./PP), Schütz (56./SH)

Salzburgs Head Coach Matt McIlvane

“Wir haben ein gutes erstes Drittel gespielt, hätten nur vielleicht mehr Pucks vors Tor bringen müssen. Im zweiten ausgeglichenen Drittel hatten wir mit zwei Powerplay-Toren das Momentum auf unserer Seite, das war wichtig für das Spiel. Und auch im Schlussdrittel hatten wir unsere Chancen und konnten die Partie mit dem großartigen Shorthander von Justin Schütz für uns entscheiden.“  

Die nächsten Spiele der Red Bulls
 
Fr, 08.01.21 | EC Red Bull Salzburg – iClinic Bratislava Capitals | 16:30 | Livestream 
So, 10.01.21 | HCB Südtirol Alperia – EC Red Bull Salzburg | 17:30  
Di, 12.01.21 | EC Red Bull Salzburg – spusu Vienna Capitals | 19:15 | Livestream

Tabelle

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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