ASFINAG: „Qualitätspickerl“ für 227 Kilometer Autobahn im Jahr 2020

Jährliche Sicherheitschecks seit 2004

Seit 2004 testen Expertinnen und Experten im Auftrag der ASFINAG mittels Road Safety Inspections (RSI) Österreichs hochrangige Straßeninfrastruktur. 227 Kilometer wurden 2020 auf Herz und Nieren geprüft. Das Ziel ist, das sicherste Autobahnen und Schnellstraßen-Netz Europas zur Verfügung zu stellen. „RSI-Prüfungen sind gleichsam das „Qualitätspickerl“ für unsere Autobahnen und Schnellstraßen“, sagt Christian Ebner, Geschäftsführer der ASFINAG Service Gesellschaft. „Kontrolliert werden dabei beispielsweise die Linienführung der Bodenmarkierungen oder auch Rückhaltesysteme wie Leitschienen und Anpralldämpfer.“ Diese Checks führen zertifizierte Inspektorinnen und Inspektoren nach einem standardisierten Verfahren durch. Christian Ebner: „Wir lassen Road Safety Inspections bei jedem Streckenabschnitt zumindest alle zehn Jahre durchführen.“ Für Neubaustrecken gilt: Innerhalb der ersten drei Jahre ist eine Begutachtung erforderlich. „Für uns steht Verkehrssicherheit an oberster Stelle. Deshalb beauftragen wir bereits seit 16 Jahren jedes Jahr derartig tiefgreifende Überprüfungen“, so ASFINAG Geschäftsführer Ebner. Die gesetzliche Verpflichtung für RSI-Checks besteht übrigens erst seit 2011.

Auf Nummer Sicher 

Autobahnen und Schnellstraßen sind die sichersten Straßen in Österreich. Damit das auch so bleibt, setzt die ASFINAG, zusätzlich zu den täglichen Kontrollfahrten durch die Streckendienste der 42 Autobahnmeistereien, auf vorbeugende Sicherheitschecks in Form von RSI-Prüfungen. Mögliche Schwachstellen werden so aufgedeckt und verbessert. 

Bereits abgeleitete große Sicherheitsmaßnahmen durch Road Safety Inspections sind beispielsweise Section Control Anlagen wie jene am Wechsel auf der A 2 Südautobahn. Darüber hinaus wurden nach RSI-Prüfungen neuralgische Punkte im Tunnel wie Portale oder Pannenbuchten modernisiert und abgesichert, und bei Fahrbahnteilungen und Autobahnabfahrten Betonleitwände und Anpralldämpfer angebracht. 

Folgende Abschnitte wurden 2020 überprüft:

  • A 1      Oed – Enns Ost
  • A 2      Klagenfurt Ost – Klagenfurt West
  • A 4      Flughafen Wien – km 28,6
  • A 5      Knoten Eibesbrunn – Poysdorf Nord & Umfahrung Drasenhofen
  • A 9      Inzersdorf/Kirchdorf – St. Pankraz
  • A 9      Knoten St. Michael – Übelbach
  • A 10    Altenmarkt – Raststation Tauernalm
  • A 10    Anschluss Bischofshofen
  • A 10    Zederhaus – Tunnel Katschberg
  • S 35    Knoten Bruck/Mur – Laufnitzdorf
  • A 12    km 61,0 – 72,3
  • A 13    km 11,0 – 24,6

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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