Heimatleuchten: Wohnen im Nirgendwo

„Heimatleuchten: Hier lässt sich’s leben – Zuhause in Abgeschiedenheit“ am Fr., 29.01., ab 20:15 Uhr

Getrieben vom Idealismus
Im italienischen Aupatal, sechs Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt, liegt der einsame Weiler Drentus – eine Ansammlung von zumeist verlassenen Häusern. Hier leben Kaspar Nickels und Marina Tolazzi mit ihren drei Söhnen. Als die einzig verbliebenen Bauern dieser von Landflucht gezeichneten Region betreiben sie Landwirtschaft wie vor 100 Jahren. Ein hartes und arbeitsintensives Leben, für das sie sich bewusst entschieden haben. Arbeit von früh bis spät, steile Hänge, kaum technische Hilfsmittel – trotz aller Herausforderungen haben es sich Kaspar und Marina zur Lebensaufgabe gemacht, den verwaisten Kulturlandschaften wieder neues Leben einzuhauchen.

Berufliche Berufung
Inmitten des oberösterreichischen Nationalparks Kalkalpen leben Michael und Ernestine Kirchweger und ihre jüngste Tochter Lea-Maria in einem fürstlichen ehemaligen Jagdhaus. Als gebietsbetreuender Nationalparkranger und Jäger ist für Michael das in den Wald eingebettete Haus seit über zwölf Jahren sowohl beruflicher als auch privater Lebensmittelpunkt. Seine Frau hat sich damals entschieden, ihren Mann in die Abgeschiedenheit zu begleiten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten – der nächste Nachbar ist sieben Kilometer entfernt, 21 Kilometer sind es bis ins nächste Dorf – weiß sie die Vorzüge des Lebens inmitten unberührter Natur inzwischen längst zu schätzen. Im kommenden Sommer tritt Michael seine wohlverdiente Pension an. Dann heißt es für ihn und seine Frau zwar Abschied nehmen von dem Platz, an dem ihre Herzen so sehr hängen, aber mit der Region verwurzelt werden sie wohl auf ewig bleiben.

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Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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