Weltcup Montafon im Jänner abgesagt

Die Verantwortlichen im Montafon geben schweren Herzens bekannt, dass der Weltcup Montafon in der aktuellen Wintersaison nicht veranstaltet wird. Das bedeutet, dass sowohl der AUDI FIS Ski Cross Weltcup als auch der FIS Snowboard Cross Weltcup trotz Verschiebung von Dezember auf Jänner nicht durchgeführt werden können. Grund dafür ist die aktuelle COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung für Spitzensport-Veranstaltungen und den gleichzeitig laufenden täglichen Skibetrieb mit ihren zahlreichen Auflagen.

Rupert Steger vom Eventmarketing des Österreichischen Skiverbandes, der als Veranstalter der Weltcuprennen im Montafon auftritt, bedauert die Entscheidung sehr: „Aus sportlicher Sicht schmerzt die Absage sehr. Aufgrund der COVID-19-Verordnungen und -Maßnahmen sehen wir als Veranstalter natürlich auch die große Herausforderung einer Weltcupveranstaltung gemeinsam mit den aktuellen Vorgaben für den Seilbahnbetrieb sowie der Gastronomie. Die Entscheidung ist uns gemeinsam mit unseren Partnern, der Silvretta Montafon, Montafon Tourismus, dem Skiclub Montafon und dem ORF, alles andere als leicht gefallen. Dadurch wird den Sportlerinnen und Sportlern die Gelegenheit eines wichtigen Wettkampfes genommen. Ich weiß allerdings auch, dass unsere Partner im Montafon mit enorm viel Herzblut an dieser Veranstaltung arbeiten und sich die Entscheidung daher nicht leicht gemacht haben.“

„Die Entscheidung ist besonders bitter, da der Weltcup inzwischen Tradition hat und als fixer Punkt im Montafoner Veranstaltungskalender jedes Jahr den Winterstart darstellt. Die fehlende Planungssicherheit in Zeiten von COVID-19, die Gesamtverantwortung für den Tourismus im Tal und der steigende mediale Druck im 3. harten Lockdown waren schlussendlich für die Absage ausschlaggebend“, meint Peter Marko, Geschäftsführer der Silvretta Montafon und OK-Präsident. Es gibt jetzt zwar genügend Schnee für den Weltcup, aber durch wöchentlich neue Rahmenbedingungen wird jetzt der ganze Fokus darauf gelegt, einen sicheren Skibetrieb am Berg sicherstellen zu können. Weiter meint Marko: „Die gesetzlichen Auflagen und die damit verbundenen infrastrukturellen Schwierigkeiten erschweren eine Durchführung auf 2000 m Seehöhe.“

Der Weltcup Montafon wäre am 15. und 16. Jänner auf dem Hochjoch ausgetragen worden. Zahlreiche internationale Teams hatten die Teilnahme bereits zugesagt und die Weltelite, inklusive Lokalmatador Alessandro Hämmerle, wären dabei gewesen.

„Aufgrund der weiterhin unsicheren touristischen Situation und der internationalen negativen Berichterstattung über den aktuellen Skibetrieb ist der normalerweise sehr positive Werbeeffekt dieser finanziell beträchtlichen Großveranstaltung heuer nicht gegeben“, meint Manuel Bitschnau, Geschäftsführer von Montafon Tourismus. „Ein großer Dank gebührt den Helferinnen und Helfern, die bis jetzt die Vorarbeiten erledigt haben. Sie und vor allem die Athletinnen und Athleten werden enttäuscht sein. Wir versichern aber, dass am nächsten Weltcup so schnell wie möglich gearbeitet wird“, so Bitschnau weiter. Ebenfalls bedeutet eine Absage auch für die Hotelpartner einen weiteren Dämpfer in der schwierigen Zeit. Die Entscheidung sei aber aus gesamttouristischer Sicht gefallen.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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