ÖSV – Wintersportsplitter

Nordische Kombination Ramsau

5. und 6. Platz für Kleinrath und Hirner bei Weltpremiere// Marita Kramer gewinnt Weltcup-Auftakt der Damen

eute Freitag, 18.12., fand in Ramsau am Dachstein die Weltpremiere des Damen-Weltcups der nordischen Kombination statt. Der Sieg ging dabei an die US-Amerikanerin Tara Geraghty-Moats vor Gyda Westvold Hansen (NOR; +1,5sek) und der Japanerin Anju Nakamura (+13sek).

Der ÖSV schickte mit Lisa Hirner, Sigrun Kleinrath, Claudia Purker und Annalena Slamik ein vierköpfiges Aufgebot ins Rennen. Sigrun Kleinrath sicherte sich bei der Weltcup-Premiere als beste Österreicherin den fünften Platz, gleich dahinter lief Lisa Hirner auf den sechsten Gesamtrang. Das gute ÖSV-Ergebnis wurde von Annalena Slamik als 19. und Claudia Purker als 26. komplettiert.

Im Sprungdurchgang konnten sich aus österreichsicher Sicht vor allem die Salzburgerin Claudia Purker und die Oberösterreicherin Sigrun Kleinrath in eine aussichtsreiche Position fürs Rennen bringen. Purker, die erst im Frühjahr von den Spezialspringerinnen zur Kombination gewechselt war, durfte mit einer Weite von 91 Metern lange im Leaderboard Platznehmen. Als Vierte trennten sie schlussendlich nur 34 Sekunden von der halbzeitführenden Norwegerin Gyda Westwood Hansen. Mit einem Sprung auf 91,5 Meter sprang Sigrun Kleinrath sogar noch einen halben Meter weiter als Purker, aufgrund der schlechteren Noten platzierte sie sich hinter Purker als Fünfte. Ihr Rückstand betrug 4 Sekunden auf Purker bzw. 38 Sekunden auf die Spitze. Ebenso in Lauerstellung auf eine Spitzenplatzierung brachte sich Lisa Hirner. Als Achte trennten sie 52 Sekunden von der Spitze. 

Das 5km Langlaufrennen wurde von der Norwegerin Gyda Westvold Hansen eröffnet. Die von Platz sechs startenden US-Amerikaner Geraghty-Moats startete gleich zum Angriff und machte Position um Position gut. Am Ende der letzte Runde ließ sie ihre Kontrahentin Westvold Hansen stehen und sicherte sich den Sieg. Sigrun Kleinrath zeigte eine starke Laufleistung. Sie konnte die Nervosität des ersten Weltcuprennens ablegen und überquerte als Gesamtfünfte, mit einem Rückstand von 1min5,8 sek, die Ziellinie. Lisa Hirner konnten auf den 5 Kilometern zwei Plätze gutmachen und platzierte sich direkt hinter Kleinrath auf Rang sechs.

***Ergebnislisten online unter:***
https://www.fis-ski.com/DB/general/event-details.html?sectorcode=NK&eventid=47140&seasoncode=2021

***Stimmen:***

***ausführliche Audiointerviews von allen Starterinnen sowei Cheftrainer Bernhard Aicher auf unserem Soundcloud-Kanal:***
https://soundcloud.com/nordiccombined-i

***Lisa Hirner:***

„Es war ein cooler Wettkampf, eine tolle Atmosphäre, aber mit meinem sechsten Platz bin ich nicht ganz zufrieden. Ich hätte mir etwas mehr vorgestellt, aber ich habe am Schluss in der Loipe noch eine tolle Leistung zeigen können, damit bin ich zufrieden. Auf der Schanze ist die Lockerheit noch nicht ganz da, der Flow fehlt noch und dann gehen mir die Meter ab. Daran gilt es jetzt zu arbeiten.“

***Sigrun Kleinrath:***

„Es war super lässig. Das Springen war noch nicht ganz so wie ich das wollte, aber beim Laufen habe ich genau meine Leistung abrufen können und ich bin super glücklich mit meinem fünften Platz. Das Gefühl zu wissen, ich bin ganz oben angekommen ist einfach nur cool!“

***Claudia Purker:***

„Ich bin sehr müde. Die Strecke war hart, ich musste brutal kämpfen. Wenn ich so laufe wie heute, ist die Lücke zur Spitze sehr groß. Ich hoffe, dass ich diese noch ein wenig schließen kann im Laufe des Winters und es von Rennen zu Rennen besser wird. Der erste Weltcup war aber auf jeden Fall eine super Erfahrung und es hat großen Spaß gemacht.“  

***Annalena Slamik:***

„Eine super Erfahrung, ich war voller Adrenalin beim Springen und Laufen. Im Großen und Ganzen hätte ich mir jedoch mehr erwartet. Ich weiß, ich kann noch mehr. Jetzt heißt es einmal trainieren und die ganzen Eindrücke wirken lassen. Ich bin auf jeden Fall richtig happy, bei der Weltpremiere dabei gewesen zu sein.“

Das Team reist noch heute weiter nach Seefeld, wo man gemeinsam mit anderen Nationen an zwei Alpencup-Wettkämpfen teilnimmt.

Marita Kramer gewinnt Weltcup-Auftakt der Damen
***Neuer Schanzenrekord beim Skispringen in der Ramsau (AUT)***

Die 19-jährige Salzburgerin Marita Kramer feiert am Freitag in Ramsau am Dachstein ihren zweiten Weltcup-Sieg im Skispringen. Im Finaldurchgang stellte sie mit einem 96 Meter-Satz einen neuen Schanzenrekord der Damen in der Ramsau auf.  

Kramer zeigte bereits im Training und in der Qualifikation ihre Topform und erreichte bei allen Sprüngen die Höchstweite. Im Wettkampf setzte sie sich mit einem 94-Meter und einem 96-Meter-Sprung klar gegen die Konkurrentinnen durch. Platz zwei ging an die Slowenin Nika Kriznar und den dritten Rang sicherte sich die Japanerin Sara Takanashi.  

Ramsau ist ein guter Boden für die gesamte Damen-Skisprungmannschaft. Drei Damen schafften es unter die Top-10. Daniela Iraschko-Stolz wird Sechste, Chiara Hölzl Zehnte, Sophie Sorschag holt als 14. ihr bestes Weltcup-Ergebnis und Lisa Eder klassiert sich auf dem 26. Endrang.  

***Stimmen***

Marita Kramer: „Es ist unglaublich! Das ist es, wofür man täglich trainiert und sich neue Ziele und Herausforderungen setzt. Es ist richtig cool. Ich habe gewusst, dass meine Sprünge stabil sind und das hat mir Selbstvertrauen gegeben. Wir haben jetzt länger keine Wettkämpfe, nun heißt es weiterarbeiten und trainieren.“  

Daniela Iraschko-Stolz: „Ich habe jetzt ein paar Tage Zeit zu trainieren und dann werde ich wieder in die Spur finden. Nichtsdestotrotz nehme ich das Ergebnis sehr gerne mit und es stimmt mich positiv, dass ich auch wenn es nicht so gut läuft, konkurrenzfähig bin und es kommen auch wieder andere Tage.“  

Cheftrainer Harald Rodlauer: „Die Freude ist sehr groß! Das Team hat super gearbeitet, der Sieg ist der Erfolg, wir stehen erst am Beginn der Saison und es freut uns, dass es so aufgegangen ist.“  

Sportlicher Leiter Nordisch Mario Stecher: „Drei Damen unter den ersten Zehn, dass kann sich sehen lassen. Maritas Abschlusssprung war absolute Weltklasse. Sie hat ihre Form großteils aus dem letzten Jahr über den Sommer mitgenommen, hat einige, wenige Tage dabeigehabt, wo es nicht so gelaufen ist, das hat sie mit dem gesamten Trainerteam gut überbrückt und nun steht sie ganz oben.“ 

Die nächste Weltcup-Station im Damen-Skispringen ist Ljubno (SLO) von 22.-24. Jänner 2021.

Ramsau – Nordische Kombination: Saison-Aus für Franz-Josef Rehrl

Franz Josef Rehrl hat sich im heutigen provisorischen Wertungsdurchgang im Rahmen des Heimweltcups in Ramsau am Dachstein am rechten Knie verletzt. Der Ramsauer Lokalmatador kam beim Aufsprung bei einer Weite von 97,5 Metern zu Sturz und spürte unmittelbar danach einen Schmerz im rechten Knie. Rehrl wurde zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus nach Schladming gebracht, wo nach einer MRT-Untersuchung ein Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie diagnostiziert wurde. 

Rehrl wird noch heute per Krankentransport ins Diakonissenkrankenhaus Linz gebracht, wo er von ÖSV-Teamarzt Dr. Jürgen Barthofer operiert wird.

Hochfilzen – Biathlon: HAUSER BESTE ÖSTERREICHERIN IM SPRINT

Hochfilzen bleibt weiter fest in norwegischer Hand. Tiril Eckhoff sicherte sich mit einer Strafrunde und Laufbestzeit auf der Loipe den Sieg im Sprintrennen der Damen. Die Norwegerin setzte sich damit 7,6 Sekunden gegen ihre fehlerlos gebliebene Landsfrau Ingrid Landmark Tandrevold durch. Das Podest komplettierte Marte Olsbu Roeiseland, die damit für einen norwegischen Dreifachsieg sorgte.  

Aus österreichischer Sicht war Lisa Hauser erneut die Beste. Die Tirolerin, die bis zur Hälfte des Rennens noch auf Podestkurs lag, musste nach dem Stehendschießen zweimal in die Strafrunde und landete am Ende auf Rang 15. Dunja Zdouc konnte sich ebenfalls in den Weltcup-Punkterängen platzieren. Die Kärntnerin blieb am Schießstand fehlerlos und belegte Rang 27. Julia Schwaiger und Katharina Innerhofer landeten auf den Plätzen 52 und 56. Tamara Steiner belegte Rang 89.

Foto: GEPADunja Zdouc belegte mit fehlerfreier Schießleistung Rang 27.

Lisa Hauser (15. Platz): „Ehrlich gesagt habe ich während dem Rennen gar nicht gedacht, dass ich auf der Loipe so gut unterwegs bin. Ich habe mir heute relativ schwergetan, vor allem in der zweiten Runde. Vielleicht war das auch mit ein Grund dafür, dass es beim Stehendschießen nicht so funktioniert hat. Ich wusste auch, dass ich trotz meiner beiden Fehler noch gut im Rennen liege, aber für eine richtig gute Platzierung ist das leider zu viel. Der Schießstand hier in Hochfilzen ist einfach sehr tückisch.“

Dunja Zdouc (27. Platz): „Heute war es für mich auf der Loipe ziemlich schwer. Man merkt einfach, dass wir schon in der vierten Weltcup-Woche sind. Beim Laufen ist es mir heute nicht so gut gegangen, deshalb habe ich gewusst, dass ich beim Schießen nicht patzen darf. Zum Glück hatte ich alle meine Gedanken zusammen und konnte mit der Null weggehen. Das Rennen hat mir heute alles abverlangt.“

WETTKAMPFPROGRAMM HOCHFILZEN – WELTCUP 4:

Samstag, 19.12.2020, Verfolgung Herren, 13.00 Uhr

Samstag, 19.12.2020, Verfolgung Damen, 15.00 Uhr

Sonntag, 20.12.2020, Massenstart Herren, 12.00 Uhr

Sonntag, 20.12.2020, Massenstart Damen, 14.25 Uhr

Schi Alpin Damen/Val d’Isere (FRA): ORTLIEB FÜNFTE BEIM SPEEDAUFTAKT

Nina Ortlieb wird beim Saisonstart der Speedspezialistinnen in Val d’Isere (FRA) Fünfte. Tamara Tippler schaffte als Siebente ebenso den Sprung unter die Top-10. Der Sieg ging an die Schweizerin Suter, vor Goggia (ITA) und Johnson (USA). 

Der fünfte Platz von Nina Ortlieb wird vom Sturz von Nicole Schmidhofer überschattet. Die Steirerin durchschlug das Sicherheitsnetz und musste mit dem Akia abtransportiert werden. Sie wird im nahegelegenen Krankenhaus untersucht – nähere Infos zum Grad der Verletzung werden laufend hier aktualisiert.

Ortlieb musste nach diesem Sturz einige Zeit im Starthaus warten, ehe das Rennen wieder aufgenommen werden konnte. Mit ihrer Fahrt ist die Vorarlbergerin ganz zufrieden.

„Mental war es schwierig, man hat alle Funksprüche gehört, das Rettungsteam hat sich auf den Weg gemacht – sehr beruhigt hat mich der Funkspruch von Nici, sie hat gesagt, dass die Piste in einem super Zustand ist und dass ich angreifen kann. Das hat sehr gut getan, da habe ich gewusst, die Nici steht wieder und ich hoffe, dass sie bald wieder dabei sein kann. Ich glaube die Fahrt ist mir gut gelungen, es war wieder ein Schritt nach vorne und ich bin mit meiner Leistung zufrieden.“

Zweitbeste Österreicherin wird Tamara Tippler. Sie konnte aufgrund einer Covid-19-Erkrankung lange Zeit nicht trainieren, platzierte sich trotzdem als Siebente unter den Top-10.

„Ich habe die Zähne zusammengebissen und mit dem Rennfeeling und Adrenalin geht schon einiges, aber man hat gesehen, dass das Timing noch fehlt und dann bist du da herunter nicht dabei. Für heute habe ich keine utopischen Ziele gehabt, ein Top-15-Ergbnis wäre schön!“ Tamara Tippler

Die restlichen Österreicherinen:
12 Stephanie Venier

22 Mirjam Puchner

25 Ramona Siebenhofer

32 Maier Sabrina

34 Ricarda Haaser

36 Christine Scheyer

41 Rosina Schneeberger

42 Nadine Fest

Schi Alpin Herren/Val d’Isere (FRA): MAYER VERPASST PODEST KNAPP

Beim Super-G in Gröden (ITA) fehlten Matthias Mayer als Vierter gerade einmal 13 Hundertstel auf einen Podiumsplatz. Der Sieg ging an den Norweger Aleksander Aamodt Kilde, der sich vor Mauro Caviezel (SUI) und Kjetil Jansrud (NOR) durchsetzen konnte. 

Aus österreichischer Sicht verlief der zweite Super-G dieser Saison nicht ganz nach Wunsch. Mit Matthias Mayer auf Rang vier (+0,34 Sek.) gelang nur einem Athleten der Sprung in die Top-10. Dem Kärntner kostete ein Fehler im oberen Teil der Strecke wohl eine Podestplatzierung. Dennoch zeigte sich der 30-jährige mit seiner Leistung zufrieden.

„Die Fahrt war speziell von der Mitte weg sehr gut. Der Fehler oben hat mir sicherlich das Podest gekostet, da war ich zu direkt über die erste Mauer. Ich habe gut attackiert und dieser Fehler ist natürlich unglücklich, aber ich bin schon zufrieden.“

Der Dritte des Super-G in Val d’Isere, Christian Walder, wurde als 13. zweitbester Österreicher (+1,18 Sek.). Mit Vincent Kriechmayer, nach einem schweren Fehler noch 15., Max Franz als 17. und Hannes Reichelt auf Rang 18 schafften es noch drei weitere Österreicher in die Top-20.

„Bis auf die Ausfahrt Ciaslat war die Fahrt ok, dort bin ich zu früh nach links gefahren und habe dann anrutschen müssen. Dadurch habe ich dann unten leider eine halbe Sekunde kassiert, was mir wohl einen Top-10 Platz gekostet hat.“

Der Tiroler Niklas Köck kam zu Sturz und wurde zur weiteren Abklärung in das Krankenhaus gebracht.

Daniel Danklmaier schied ebenfalls aus und wird die morgige Abfahrt sowie jene Bormio auslassen Der Steirer wird die kommenden Tage pausieren und möchte sich dann gezielt auf die Rennen in Wengen vorbereiten.

„Es passt derzeit im Kopf nicht ganz, ich bin nicht bereit voll an das Limit zu gehen. Ich möchte jetzt ein paar Tage meinen Kopf frei bekommen und dann gut trainieren um wieder Selbstvertrauen aufbauen zu können.“

Daniel Danklmaier

ERGEBNIS

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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