Black Wings Linz: Keine Punkte gegen Graz 99ers

Dezimierte Linzer schlagen sich wacker, verlieren aber am Ende verdient.

Aufgrund vieler Ausfälle treten die Oberösterreicher mit vielen jungen Kräften aus dem Team der Steel Wings an. So sind die Youngsters Kail, Rohm, Mayrhofer und Fender erstmals mit von der Partie. Die Stahlstädter halten bis zur Schlussminute das Spiel offen, müssen aber gegen die 99ers eine 1:3- Niederlage einstecken. Die Steirer, die erstmals mit den Neuerwerbungen Mylläri und Sointu antreten, sind das spielstärkere Team und holen den ersten Sieg nach acht Niederlagen in Serie. Die Black Wings bleiben weiterhin mit 14 Punkten am Tabellenende.

Graz spielbestimmend

Ohne sieben Stammkräfte geraten die personell dezimierten Linzer von Beginn an unter Druck. Nach zwei Minuten vergibt Setzinger, nach schönem Doppelpass mit Kirschläger, die erste große Chance zur Grazer Führung. Kurz darauf lenkt Grafenthin einen Altmann-Schuss an die Stange. Die 99ers bleiben am Drücker und vergeben durch Broda zwei weitere Topchancen, ehe die Linzer wie aus dem Nichts eiskalt zuschlagen. Nach einem Puckverlust der Hausherren im Angriffsdrittel schalten die Black Wings blitzschnell um. Bretschneider findet mit einem traumhaften Zuspiel Pelletier, der alleine auf Graz-Goalie Rodrigue zuläuft und mit seinem achten Saisontor das schmeichelhafte 1:0 besorgt.

Die Antwort der Steirer lässt jedoch nicht lange auf sich warten. Erst trifft Setzinger die Stange, ehe Fejes den Abpraller etwas glücklich zu Setzinger zurückspielt und dieser in die freie rechte Ecke zum 1:1-Ausgleich trifft. Weiterhin bleiben die Grazer spielbestimmend, scheitern aber regelmäßig am hervorragend agierenden Gracnar im Linzer Kasten. Auch das erste Powerplay der 99ers kurz vor Drittelende bleibt ungenützt und so bleibt es beim 1:1 nach 20 Minuten.

Cameranesi besorgt Führung

Im Mittelabschnitt steigern sich die Stahlstädter und sind in der Offensive um einiges präsenter als noch zu Beginn der Partie. Erstmals gefährlich wird es durch den auffällig spielenden Mitsch, dessen Schuss sein Ziel nur knapp verfehlt. In der 28. Minute gelingt beinahe die Führung. Pelletier findet viel Platz auf der linken Seite vor und setzt den Puck mit einem Handgelenksschuss an die Stange. Die 99ers sind zwar weiterhin das

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spielerisch stärkere Team, absolute Topchancen bleiben aber aus. Wenn es brenzlig wird, ist Gracnar stets am Posten.

In der Schlussphase agieren beide Teams mit offenem Visier und suchen mit etwas mehr Konsequenz den Torerfolg. Der den Black Wings allerdings verwehrt bleibt. In der 38. Minute läuft Kozek alleine auf Rodrigue zu, versucht mit einer Körpertäuschung den Graz-Keeper zu verladen, wischt dann aber über die Scheibe und bleibt somit erfolglos. Im Gegensatz zu den Murstädtern, die 65 Sekunden vor der Pausensirene das 2:1 erzielen. Setzinger bedient mit einem sensationellen „No Look“-Backhandpass Cameranesi, der aus kurzer Distanz zur Grazer Führung trifft.

Empty Net Goal bringt Entscheidung

Die 99ers starten aggressiv in das Schlussdrittel und werden sofort durch Porsberger vorstellig, der mit einer Doppel-Chance an Gracnar scheitert. In der 45. Minute verhindert die Stange einen weiteren Treffer der Grazer durch Setzinger, nur kurz darauf lässt auch Broda eine Topchance ungenützt. Nach einem harten Bandencheck wird Fejes auf die Strafbank verbannt, die Stahlstädter sind somit erstmals mit einem Mann mehr auf dem Eis. Im Powerplay verteidigen die Grazer geschickt, abgesehen von einem abgefälschten Piché-Schuss können die Linzer keine weiteren Chancen kreieren.

In der 52. Minute kassiert Kapitän Lebler wegen Stockschlagens und übertriebener Härte zwei plus zwei Minuten. Eine heikle Phase, die jedoch unbeschadet überstanden wird. 54 Sekunden vor dem Ende nimmt Head Coach Beaulieu ein Time Out – mit einer 6:5-Überzahl soll der Ausgleich noch gelingen. Doch der Treffer fällt auf der Gegenseite. Broda kommt im eigenen Drittel zur Scheibe und trifft mit einem Empty Net Goal zum 3:1-Endstand.

Somit gelingt den Graz 99ers nach acht Niederlagen in Serie der erste Sieg. Nicht unverdient, denn mit 45 Schüssen gibt die Mannschaft von Doug Mason fast doppelt so viele ab als die Linzer. Die trotz der schwierigen Personalsituation eine ordentliche Leistung abliefern und mit etwas mehr Spielglück Punkte ergattern hätten können.

Ergebnis

Graz 99ers – Steinbach Black Wings 1992 3:1 (1:1, 1:0, 1:0)

Torschützen: 0:1 Pelletier (8.), 1:1 Setzinger (10.), 2:1 Cameranesi (39.), 3:1 Broda (60./EN);

Strafminuten: 2 bzw 8
Torschüsse: 45 bzw 23
Referees: Bulovec, Piragic, Bärnthaler, Zgonc; Merkur Eisstadion

Titelbild – Symbolbild: Copyrightvermerk: Black Wings Linz/Eisenbauer

Tabelle

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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