Mobiliar aus Wohnung geworfen. Aktuelle steirische Polizeimeldungen

Graz, Bezirk Jakomini. – Dienstagabend, 15. Dezember 2020, kam es zu einem Polizeieinsatz und einem Schienenersatzverkehr, nachdem ein 20-Jähriger Mobiliar aus seiner Wohnung auf die Fahrbahn geworfen hatte. Der Mann wurde in eine Krankenanstalt eingeliefert.

Gegen 18.35 Uhr wurden Polizisten in die Petersgasse gerufen, nachdem eine Person diverse Möbel und Einrichtungsgegenstände aus der Wohnung direkt auf die Fahrbahn warf. Da sich der 20-jährige Grazer schreiend in einem Zimmer seiner Wohnung einschloss und die Tür nicht öffnete, wurden Beamte der Polizeiinspektion Graz-Sonderdienste (Sektor Graz) zur Unterstützung gerufen. Ihnen gelang es in der Folge in die Wohnung einzudringen und den 20-Jährigen zu sichern. Er wurde aufgrund seines psychischen Ausnahmezustandes in eine Krankenanstalt eingeliefert.

Aufgrund der blockierten Straße musste seitens der Holding Graz ein Schienenersatzverkehr für die Dauer von rund 20 Minuten eingerichtet werden.

Raub

Graz, Bezirk Innere Stadt. – Dienstagabend, 15. Dezember 2020, wurde ein 19-Jähriger von drei Unbekannten beraubt. Sie flüchteten mit Bargeld und Wertgegenständen in der Höhe von mehreren hundert Euro. 

Gegen 19.00 Uhr ging der 19-Jährige aus dem Bezirk Graz-Umgebung unter der Tegetthofbrücke entlang der Murpromenade, als er von drei auf der Bank sitzenden jungen Männern im Vorbeigehen gefragt wurde, ob er „etwas kaufen“ möchte. Nachdem er verneint hatte, setzte er seinen Weg in Richtung Norden fort. In der Folge stellten sich die drei Männer dem 19-Jährigen in den Weg und brachten ihn in Bedrängnis. Schließlich stieß einer der Täter den 19-Jährigen mit beiden Händen nach hinten. Dieser Täter entnahm ihm dann aus seinen Hosen- bzw. Jackentaschen die Geldbörse samt Bargeld, ein Mobiltelefon sowie einen Schlüssel. Alle drei Täter flüchteten zu Fuß samt Beute in Richtung Radetzkybrücke.

Aus Angst vor den Männern leistete der 19-Jährige keinen Widerstand. Er blieb unverletzt und erstattete rund 30 Minuten später Anzeige in einer Polizeiinspektion.

Bei den Tatverdächtigen dürfte es sich laut Beschreibung um drei Männer im Alter zwischen 18 und 23 Jahren gehandelt haben. Sie waren etwa 170 bis 180 Zentimeter groß und sprachen gebrochenes Deutsch mit ausländischem Akzent. Alle trugen einen handelsüblichen blauen Mund-Nasen-Schutz und waren (soweit bekannt) wie folgt bekleidet:

Täter 1: graue Haube, Jacke der Marke „The North Face“;

Täter 2: schwarze Haube (Nike), blaue Jean;

Täter 3: schwarze Haube, dunkelblaue Jacke;

Das Kriminalreferat des Stadtpolizeikommandos Graz hat die Ermittlungen übernommen. Hinweise sind an 059133/65-3333erbeten.

Pkw gegen Lkw

St. Ruprecht an der Raab, Bezirk Weiz. – Mittwochfrüh, 16. Dezember 2020, prallte ein 42-jähriger Pkw-Lenker gegen den Sattelaufleger eines Lkw. Der Mann wurde leicht verletzt.

Kurz vor 06.15 Uhr fuhr der 42-Jährige aus dem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld mit seinem Pkw auf der B64 von Weiz kommend in Richtung Gleisdorf. Auf Höhe Feldgasse dürfte er den Lkw eines 39-Jährigen aus dem Bezirk Weiz übersehen haben. Dieser bog von der Feldgasse kommend nach links auf die B64 ein. Der 42-Jährige prallte gegen die linke hintere Stoßstange des Sattelauflegers, wobei der Mann leichte Verletzungen am Kopf erlitt. Einen Transport vom Roten Kreuz in ein Krankenhaus lehnte er ab. 

Beim Pkw des 42-Jährigen dürfte es sich um einen Totalschaden handeln. Der Sattelaufleger wurde lediglich leicht beschädigt. Der 39-Jährige blieb unverletzt. Ein Alkotest mit beiden Lenkern verlief negativ.

Für die Dauer der Aufräumarbeiten war die B64 im Bereich der Unfallstelle bis etwa 07.00 Uhr in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Eine örtliche Umleitung wurde eingerichtet.

Wohnungsbrand

Graz, Bezirk Jakomini. – Aus bislang unbekannter Ursache geriet Dienstagabend, 15. Dezember 2020, eine Wohnung in Brand. Ein 27-Jähriger dürfte leicht verletzt worden sein.

Gegen 19.00 Uhr wurden Polizisten zu einem Wohnhaus in die Johann-Sebastian-Bach-Gasse gerufen, nachdem dort eine Rauchentwicklung festgestellt worden war. Beim Eintreffen der Streife war der Brand bereits vom in der Wohnung befindlichen 27-Jährigen gelöscht worden. Er hatte sich zuvor alleine in der Wohnung seiner Freundin befunden. Ein Nachbar half ihm beim Löschen.

Der 27-jähriger Grazer wurde mit dem Verdacht einer Rauchgasvergiftung vom Roten Kreuz ins LKH Graz eingeliefert. Brandursache und Schadenshöhe sind bislang nicht bekannt.

Brand eines leerstehenden Hauses

Bärnbach, Bezirk Voitsberg. – Dienstagabend, 15. Dezember 2020, geriet aus noch ungeklärter Ursache ein leerstehendes Einfamilienhaus in Brand. Verletzt wurde niemand.

Kurz vor 18.30 Uhr bemerkten Anrainer eine starke Rauchentwicklung beim Einfamilienhaus und verständigten via Notruf die Feuerwehr. Rund 40 Einsatzkräfte der Feuerwehren Bärnbach, Piber und Voitsberg konnten den Brand in der Folge löschen und bereits gegen 19.00 Uhr „Brand aus“ melden. Auch das Rote Kreuz stand vorsorglich im Einsatz, verletzt wurde jedoch niemand.

Die weiteren Erhebungen zur Brandursache werden von einem Bezirksbrandermittler übernommen. Bislang konnten jedoch keine Hinweise auf ein Fremdverschulden erhoben werden. Die Schadenhöhe steht noch nicht fest.

Müllcontainer in Brand

Kraubath an der Mur, Bezirk Leoben. – Dienstagabend, 15. Dezember 2020, gerieten Müllcontainer in Brand. Verletzt wurde niemand. Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden. 

Gegen 19.50 Uhr wurden Polizisten in die Bahnhofstraße gerufen, nachdem dort ein großer Kunststoff-Müllcontainer (240 Liter) in Brand geraten war. Das Feuer griff bereits auf einen unmittelbar danebenstehenden Alumüll-Container (120 Liter) über. Einsatzkräfte der Feuerwehr Kraubath an der Mur löschten den Brand. Verletzt wurde niemand.

Wie die Brandursachenermittlung ergab, dürfte mit großer Wahrscheinlichkeit eine „subjektive Handlung“ den Brand verursacht haben. Somit kann eine vorsätzliche Brandstiftung aktuell nicht ausgeschlossen werden. Die Ermittlungen laufen. Die Schadenshöhe steht noch nicht fest.

Nach Familienstreit: Indoor-Plantage sichergestellt

Pischelsdorf am Kulm, Bezirk Südoststeiermark. – Ein familiärer Streit zwischen Vater (51) und Sohn (26) führte Dienstagabend, 15. Dezember 2020, zur Sicherstellung einer Indoor-Plantage.

Gegen 21.15 Uhr wurden Polizisten zu einem Wohnhaus gerufen, nachdem es dort zu familiären Streitigkeiten gekommen war. Ein 26-Jähriger alarmierte die Polizei wobei er angab, dass sein Vater (51) mit ihm zu streiten begonnen habe. Der 51-Jährige gab gegenüber den Beamten an, dass ein „seltsames Zelt“ in seinem Gästezimmer Grund für die Aufregung sei. Dieses habe er entdeckt, nachdem er nach ein paar Tagen von der Arbeit nach Hause gekommen war. Bei einer Nachschau stellte er Cannabispflanzen im Zelt fest, woraufhin er seinem Sohn ein Ultimatum stellte um dieses zu entfernen. Anstatt dem nachzukommen, habe sein Sohn mit ihm zu streiten begonnen und selbst die Polizei gerufen.

Als der 51-Jährige die Polizisten in das Obergeschoss seines Hauses führte, stellten die Beamten eine professionelle Indoor-Plantage inkl. Belüftung, Beleuchtung und Zeitschaltung fest. In dieser sogenannten „Grow-Box“ befanden sich sieben Cannabispflanzen in einer Höhe von bis zu 130 Zentimeter. Polizisten stellten sämtliche Cannabispflanzen, die „Grow-Box“ sowie dazugehörige Suchtgift-Utensilien über Anordnung der Staatsanwaltschaft sicher. Die sichergestellten Substanzen werden in der Folge kriminaltechnisch untersucht.

Der 26-Jährige hatte vorerst angegeben, dass es sich lediglich um „ein bisschen Gras für den Eigenbedarf“ handle. Zum Fund selbst machte er keine weiteren Angaben, zeigte sich allerdings kurzzeitig aggressiv und sichtlich unzufrieden über die erfolgte Sicherstellung. Weitere Ermittlung sind im Gange. Der 26-Jährige wird angezeigt.

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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