Irdning: Grüne kritisieren:Es sind zu viele Fragen offen zum neuen „Kläranlagenmoloch“ um 68 Millionen Euro.

Montagabend wollte die Grüne Gemeinderätin Gundula Uray im Gemeinderat von Irdning-Donnersbachtal mit einem sachlich formulierten Antrag (siehe anbei) das Projekt „Zentralkläranlage Niederöblarn“ erneut einer umfassenden Projektkontrolle unterziehen. Uray: „Es sind zu viele Fragen offen: Der Projektstatus ist unklar, die realen Kosten wurden bislang viel zu oberflächlich bewertet. Die Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit ist nicht nachvollziehbar belegt und Auswirkungen auf die Personalsituation sind völlig unklar. Es ist ein Mythos, dass die Größe einer Kläranlage ausschlaggebend für deren Reinigungsleistung und für die Wirtschaftlichkeit ist. Neben den wirtschaftlichen Fragen ist das Projekt vor allem auf seine ökologische Verträglichkeit hin zu hinterfragen. Viele Menschen in Irdning und darüber hinaus, haben Fragen zum Großprojekt.“, so Gemeinderätin und Ökologin Gundula Uray in der Begründung ihres Antrages.

LAbg. Lambert Schönleitner übt heftige Kritik an der gestrigen Vorgangsweise im Irdninger Gemeinderat: „Man kann unterschiedlicher Meinung in einer Sachfrage sein. Es ist aber völlig inakzeptabel, dass man die Gemeindeordnung bricht, um vor der Abstimmung eines unangenehmen Kontrollantrags zu flüchten. Rechtsgrundlagen sind einzuhalten, auch dann wenn sie der Gemeindeführung unangenehm sind, unabhängig von der Parteizugehörigkeit. Das Vorgehen der Gemeindeführung ist der Ausdruck von Schwäche und nicht von Stärke.“

Schönleitner kündigt nach den gestrigen Vorgängen in Irdning auch an, zeitnah eine umfassende Landtagsinitiative einzubringen „Wir werden die Landesregierung und Landesrat Seitinger mit umfassenden Fragen zum „Zentralkläranlagenmoloch Öblarn“ konfrontieren. Eine schriftliche Anfrage ist bereits in Vorbereitung – sie wird noch diese Woche eingebracht.

Gundula Uray abschließend: „Ich sehe die Sache gelassen, wir haben die Gemeindeführung am falschen Fuß erwischt. Darum reagiert man erbost. Wir lassen uns nicht beirren und werden den Antrag in der nächsten GR-Sitzung erneut stellen, uns geht es um die Sache und die Transparenz. Wir werden aber auch von der Gemeindeaufsicht eine ,Missstandsfeststellung‘ in Bezug auf die gestrige Gemeinderatssitzung einholen.“

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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