Schi alpin: Striedinger holt zweiten Platz in Val d’Isere (FRA)

Otmar Striedinger sorgte bei der ersten Abfahrt dieser Saison für eine Überraschung und war kurz davor seinen ersten Weltcupsieg zu feiern. Der 29-jährige Kärntner holte sich mit einem nahezu perfekten Lauf den zweiten Platz in Val d’Isere (FRA). Für die große Sensation sorgte der Slowene Martin Cater, der mit Startnummer 41 das Klassement auf den Kopf stellte. Dritter wurde Urs Kryenbühl aus der Schweiz. 

Nach dem vielen Neuschnee der letzten Tage präsentierte sich die Strecke in Val d’Isere am heutigen Sonntag in perfektem Zustand. Die zunehmende Sonneneinstrahlung erwies sich für höhere Startnummern als Vorteil, welchen Otmar Striedinger mit Nummer 26 optimal nutzen konnte. Dem Kärntner, der im Training noch großen Rückstand auf die Spitze hatte, gelang ein Traumlauf und überraschte mit der zwischenzeitlichen Führung alle, auch sich selbst.„Als ich mich im Ziel umgedreht habe, war es eine Riesenüberraschung und ich habe es gar nicht glauben können.“

Den fast schon sicher geglaubten Sieg schnappte sich Martin Cater mit einem sensationellen Lauf noch weg. Der Slowene, der mit Startnummer 41 ins Rennen ging, konnte bislang im Weltcup noch nie in die Top-5 fahren.

Zweitbester Österreicher wurde Matthias Mayer auf Rang acht. Der 30-jährige erwischte eine gute Linie und hatte am Ende einen Rückstand von 59 Hundertstel. Zufrieden zeigte sich auch Max Franz mit seiner Leistung, der als Zwölfter mit 0,79 Sekunden Rückstand einen wichtigen Schritt zurück zur Spitze gemacht hat. 

Für die weiteren Österreicher verlief das Rennen nicht ganz nach Wunsch. Einzig Daniel Hemetsberger, der abgewunken wurde und neuerlich starten musste, schaffte es als 29. noch in die Punkteränge.

STIMMEN

Otmar Striedinger: „Wenn ich jetzt sagen würde, ich bin über den zweiten Platz enttäuscht, dass wäre das ziemlich übertrieben. Ich bin sehr glücklich, dass der Auftakt so gut gelaufen ist. Natürlich ist es bitter, wenn man bis zur Nummer 41 führt und dann noch jemand hineinfährt. Man ärgert sich kurz, aber das ist schon wieder verflogen und die Freude über Platz zwei überwiegt. Er fühlt sich trotzdem ein wenig wie ein Sieg an.“

Matthias Mayer: „Bei Neuschnee sind die Verhältnisse immer sehr schwer vorauszusagen und heute wurde die Piste speziell im oberen Teil um einiges schneller. Es war eine sehr gute Fahrt von mir und ich bin sehr zufrieden damit. Natürlich ist noch Luft nach vorne, aber der Auftakt war ok.“

ERGEBNIS

Für die Speed-Herren geht es direkt weiter nach Gröden (ITA), wo auf der Saslong ein Super-G und eine Abfahrt über die Bühne gehen werden.

PROGRAMM GRÖDEN

Freitag, 18.12.

11:45 Uhr Super-G

Samstag, 19.12.

11:45 Uhr Abfahrt

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


error: (c) arf.at