ÖBB Koralmbahn: Umfassendes Verkehrskonzept für letzten Abschnitt Feldkirchen-Weitendorf

45 Minuten von Graz nach Klagenfurt – die Koralmbahn macht´s möglich. Der letzte große Rohbauabschnitt zwischen Feldkirchen und Weitendorf ist voll in Bau. Ein umfassendes Verkehrskonzept sorgt dafür, dass die Einschränkungen während dem Bau so gering wie möglich bleiben.

(Graz, 11.12.2020) Die Koralmbahn geht ins Finale: Der letzte große Rohbauabschnitt zwischen Feldkirchen und Weitendorf ist mittlerweile voll in Bau. Technisches Highlight ist eine 3,2 Kilometer lange Unterflurtrasse. Züge tauchen künftig südlich der A2 Querung ab, fahren unter der B67 vorbei am Flughafen und kommen bei Zettling wieder an die Oberfläche. Auf diese Weise wird ein Höchstmaß an Umwelt- und Lärmschutz erreicht. Zusätzlich entstehen zwölf neue Brücken, freie Streckenabschnitte und ein neuer Güterbahnhof. Aus diesem Grund wurde ein umfassendes Bauphasen- und Verkehrskonzept erarbeitet, um die Einschränkungen während dem Bau so gering wie möglich zu halten.

Kürzere Sperre der B67 für den Durchzugsverkehr ermöglicht

Die Baustelle startete am Südportal und arbeitet sich derzeit zum Nordportal vor. Um so rasch wie möglich voranzukommen und wegen der Situierung der Unterflurtrasse, ist in diesem Bereich eine Sperre der B67 für den Durchzugsverkehr von voraussichtlich Mai 2021 bis Februar 2023 nötig. Das ist deutlich kürzer als prognostiziert. Möglich ist diese Verkürzung auch durch ein ausgeklügeltes Verkehrskonzept: Die Umleitungsverkehre werden abschnittsweise über die B67alt via Flughafenstraße oder über die Anton-Hermann-Straße wieder auf die B67 bzw. via L373 Bierbaumerstraße großräumig über die A9 geführt. AnrainerInnen, Gewerbetreibende und Lieferanten wird dabei jederzeit die Zufahrt zu ihren Grundstücken ermöglicht. Und auch im Rahmen weiterer einzelner Sperren von Gemeindestraßen werden stets zwei von den drei bestehenden Ost-West-Verbindungen – welche die B67 queren – durchgehend befahrbar sein (Thalerhoferstraße, Lagerstraße, Forst/Wagnitzerstraße). Auf diese Weise werden Beeinträchtigungen für AnrainerInnen und PendlerInnen so gering wie nur möglich gehalten. Alle aktuellen Verkehrsphasen sind online abrufbar unter oebb.at/koralmbahn.

S-Bahn Verbindungen wurden aufgestockt

Um den Einschränkungen weiter entgegenzuwirken, wurde schon im Vorfeld das öffentliche Verkehrsangebot deutlich aufgestockt. Seit Dezember 2019 gibt es zu den Hauptverkehrszeiten ein stark verdichtetes S-Bahn Angebot zwischen Graz und Werndorf. Beispielsweise haben Fahrgäste zwischen 06.00 und 09.00 Uhr durchschnittlich alle zwölf Minuten eine S-Bahn Verbindung zur Verfügung. Das erweiterte Angebot bleibt nach Fertigstellung der Koralmbahn bestehen bzw. wird noch weiter ausgebaut.

Neue Infobox Feldkirchen und eigener Ombudsmann

Unmittelbar neben der Baustelle im Bereich des Flughafens wurde zudem eine neue Koralmbahn Infobox eingerichtet. Die multimediale Ausstellung vermittelt Besucherinnen und Besuchern technische Details und regionale Besonderheiten des Jahrhundertprojekts Koralmbahn. Auch das örtliche Verkehrskonzept wird hier durchgehend präsentiert. Die Ausstellung ist täglich von 8.00 bis 19.00 Uhr geöffnet (vorbehaltlich aktueller Covid-Auflagen). Insgesamt stehen somit sechs frei zugängliche Koralmbahn Infoboxen zwischen Graz und Klagenfurt bereit. Für spezielle Anliegen zu diesem Bauabschnitt steht außerdem ein eigener Ombudsmann zur Verfügung unter Tel.: +43 664 88172053 oder Mail: ombudsmann.graz.weitendorf@gmail.com.

Die Koralmbahn im Überblick

130 Kilometer neue Strecke, davon 47 Tunnelkilometer, über 100 Brücken sowie 23 moderne Bahnhöfe und Haltestellen: Die Koralmbahn zwischen Graz und Klagenfurt ist Teil der neuen Südstrecke und eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte Europas. Ihr Herzstück ist der 33 Kilometer lange Koralmtunnel. Nach der Fertigstellung verkürzt sich die schnellste Fahrzeit zwischen den Landeshauptstädten auf nur 45 Minuten.

© ÖBB-Zenz
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Schon heute bringen die ÖBB als umfassender Mobilitätsdienstleister jährlich 477 Millionen Fahrgäste und 105 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. Besonders klimaschonend sind die Bahnreisenden unterwegs. Denn 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2019 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen in die Bahninfrastruktur von über zwei Milliarden Euro jährlich bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit 41.904 MitarbeiterInnen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge sorgen dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat von Gesellschaft und Wirtschaft und sind Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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