15 Prozent Eisverlust am Dachstein zeigen massiven Handlungsbedarf beim Klimaschutz

„Gletscher sind die Fieberthermometer unseres Planeten und sie zeigen uns, dass der Planet an hohem Fieber leidet“ – das die Grüne Landtagsklubobfrau Sandra Krautwaschl am heutigen „Tag der Berge“ angesichts der nachweislich zunehmenden Gletscherschmelze heute fest und verweist auf die aktuellen dramatischen Daten am Dachstein: In diesem Jahr hat die Eisdicke über die gesamte Fläche des 2,6 Quadratkilometer großen Dachstein-Gletschers um mehr als 1,30 Meter abgenommen, so Meteorologe Klaus Reingruber von „Blue Sky Wetteranalysen“ – der viertschlechteste Wert in der nunmehr 14-jährigen Messreihe. Das entspricht Flächenverlust von 15 Prozent seit dem Jahr 2006!

Krautwaschl sieht einmal mehr massiven Handlungsbedarf in der Klimaschutzpolitik in der Steiermark: „Klimaschutz ist außerdem auch das beste Konjunkturprogramm, denn das sind Investitionen in regionale Strukturen, in heimische Wertschöpfung, in kürzere Transportwege und in zukunftsfähige Technologien – wir müssen nur endlich beginnen, denn die Zeit läuft uns davon!“ Durch die bisherigen viel zu wenigen Klimaschutzmaßnahmen der Landesregierung, die in der Klima- und Energiestrategie Steiermark 2030 bzw. im zugehörigen Aktionsplan festgelegt wurden, werden große Risiken eingegangen und Chancen vertan – das ist verantwortungslos und kurzsichtig. Es ist vielmehr unverzichtbar, den längst überfälligen Kurswechsel beim Klimaschutz endlich zu vollziehen. Wir müssen eine Klimaschutzoffensive starten. Diese muss umfassend, konsequent und verbindlich sein, ,more of the same‘ geht nicht mehr“, so Krautwaschl.

Landtagsklubobfrau Sandra Krautwaschl zusammen mit LAbg. Lambert Schönleitner beim letzten Besuch am Dachstein (Foto: podesser.net)
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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