Biathlon: Simon Eder läuft in die Top 15//ÖSV-Damen in Kontiolahti auf Rang sieben


Mit einem Sieg von Sebastian Samuelsson endete der erste Verfolgungswettkampf der Herren in dieser Saison. Der Schwede, der als 18. mit 1:10 min. Rückstand ins Rennen gegangen war, musste nur einmal in die Strafrunde und feierte damit den ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere. Auf Platz zwei landete der Franzose Fabien Claude, der damit den Norweger Johannes Thingnes Boe auf Platz drei verdrängen konnte.

Mit Platz 13 konnte Simon Eder den ersten Top-15-Platz für das ÖSV-Herrenteam in dieser Saison erobern. Der von Rang 41 gestartete Routinier zeigte mit null Fehlern eine makellose Leistung am Schießstand und konnte sich damit um einige Plätze nach vorne arbeiten. Mit Julian Eberhard auf Rang 17 schaffte ein weiterer Österreicher den Sprung in die Top 20. Felix Leitner und David Komatz landeten auf den Plätzen 35 und 42.

STIMMEN:

Simon Eder:
„Wieder einmal mittendrin, statt nur dabei zu sein, ist einfach ein super Gefühl. Es waren bisher drei richtig schwere Rennen für uns alle, aber heute hat das Setup super gepasst. Beim letzten Stehendschießen hatte ich heute das Glück auf meiner Seite, denn es war windig und richtig schwer. Ich habe einfach Schuss für Schuss abgearbeitet und bin jetzt wirklich sehr glücklich. Vor dem Rennen ist es immer schwierig zu sagen, was möglich ist. Ich konnte aber drei Runden wirklich gut mithalten und in der vierten Runde habe ich mich schon taktisch auf das letzte Schießen vorbereitet. Die Schlussrunde war mehr ein „Überlebenskampf“, aber vielleicht kann ich mich bis zu den Rennen in Hochfilzen noch etwas steigern, dann sieht es schon sehr gut aus.“

Weiteres Programm Weltcup 2 Kontiolahti (FIN):
Samstag, 05.12., Staffel Damen, 15.15 Uhr
Sonntag, 06.12., Staffel Herren, 12.45 Uhr
Sonntag, 06.12., Verfolgung Damen, 15.15 Uhr

ÖSV-Damen in Kontiolahti auf Rang sieben

Das schwedische Team in der Formation Johanna Skottheim, Mona Brorsson sowie die Schwestern Elvira und Hanna Oeberg sicherte sich in souveräner Manier den ersten Staffelsieg der neuen Saison. Das Quartett setzte sich mit insgesamt acht Nachladern am Ende neun Sekunden vor dem Team aus Frankreich durch. Rang drei ging an die Mannschaft aus Deutschland.

Österreichs Staffel in der Besetzung Dunja Zdouc, Julia Schwaiger, Katharina Innerhofer und Lisa Hauser landete mit zwei Strafrunden und 14 Nachladern auf Rang sieben. Der Rückstand auf Schweden betrug am Ende 2:59,5 Minuten. 

Rennverlauf:
Für Österreich und Startläuferin Dunja Zdouc begann das Rennen äußerst turbulent. Die Kärntnerin war gleich in der ersten Runde in einen Sturz mit der Norwegerin Karoline Offigstad Knotten verwickelt, musste beim Stehendschießen dreimal nachladen, zeigte aber Nervenstärke und übergab am Ende als Zehnte (+45,8 sec.) an Julia Schwaiger. Die Salzburgerin zeigte eine starke Leistung und brachte das Team, vor allem dank eines fehlerfreien Stehendschießens, zur Halbzeit auf Rang sechs (+1:01,3 min.). Für das österreichische Team übernahm Katharina Innerhofer. Die laufstarke Athletin hatte jedoch Probleme am Schießstand, musste einmal in die Strafrunde und übergab als sechste (+2:08 min.) an Schlussläuferin Lisa Hauser. Dank einer starken Laufleistung war für die Tirolerin und die österreichische Staffel bis zum letzten Stehendschießen sogar noch Rang vier in Griffweite, eine Strafrunde beim letzten Schießen bedeutete am Ende den siebenten Platz.  


STIMMEN:

Dunja Zdouc: 
„Es war ein turbulenter Start. Die erste Runde war ok, ich habe darauf geachtet, ruhig in das Rennen zu starten. Dann kam ein wenig Hektik im Feld auf und vor dem ersten Schießen kam es dann zu einem Sturz, in dem auch ich beteiligt war. Ich konnte dann liegend aber meine Schüsse sehr sauber abarbeiten. Es war generell heute sehr schwierig am Schießplatz. Stehend kann immer ein Fehler passieren, aber dass ich dreimal nachladen musste, wurmt mich ein wenig. Die Schlussrunde war richtig gut. Ich habe versucht, an der Russin dranzubleiben und das ist mir bis zum Schluss geglückt, deswegen bin ich heute zu 80 Prozent zufrieden mit meiner Leistung.“


Julia Schwaiger:
„In der Loipe war es für mich heute extrem hart. Aber ich wusste, dass am Schießstand aufgrund des Windes viel möglich ist. Leider war ich liegend etwas unruhig und mir war klar, dass es beim Stehendschießen richtig ernst wird. Die Null ist dann bei so einem windigen Rennen immer toll. Ich habe dann bis zum Schluss alles gegeben, aber es war wirklich hart heute.“

Katharina Innerhofer:
„Auf der Loipe habe ich mir heute sehr schwergetan. Meine Beine waren von Anfang an schwer und auch am Schießstand war es nicht einfach. Es herrschte immer ein starker Gegenwind beim Anlauf zum Schießstand. Der Wind hat mich auch beim Schießen immer ein wenig verblasen, aber ich habe alles gegeben.“

Lisa Hauser: 
„Es wäre heute noch viel möglich gewesen, sogar der vierte Rang war noch drinnen. Mit meiner Leistung auf der Loipe bin ich momentan sehr zufrieden, aber ich hätte beim letzten Schießen für den vierten Platz ohne Strafrunde bleiben müssen. Es hat leider nicht sein sollen. Jetzt liegt der Fokus bei den nächsten Rennen. Es ist schade für das Team, aber wir werden weiter dranbleiben und Gas geben.“

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


error: (c) arf.at