Red Bulls gewinnen in Graz mit 4:3 nach Penaltyschießen 1:3-Rückstand mit starkem Schlussdrittel aufgeholt

Graz, 4. Dezember 2020 | Der EC Red Bull Salzburg gewann das Auswärtsspiel der bet-at-home ICE Hockey League gegen die Moser Medical Graz99ers mit 4:3 nach Penaltyschießen. Dabei lagen die Salzburger nach 40 Minuten bereits mit 1:3 im Hintertreffen, drehten im Schlussdrittel aber richtig auf und gewannen nach dem 3:3-Ausgleich nach 60 Minuten schließlich noch im Shootout mit 4:3. Es war der vierte Sieg in Serie. 

Beim ersten Antreten der Red Bulls in dieser Saison in Graz fehlten neben den Rekonvaleszenten Mario Huber, Filip Varejcka und Alexander Rauchenwald auch Yannic Pilloni aus gesundheitspräventiven Gründen sowie John Peterka, der sich in Vorbereitung auf die kommende U20-Weltmeisterschaft bereits auf den Weg zum deutschen U20-Nationalteam gemacht hat und den Red Bulls damit in den nächsten Wochen nicht zur Verfügung steht. Dafür war Maximilian Rebernig heute erstmals in der Saison mit den Profis am Start, der 20-jährige Salzburger Stürmer hatte bereits letzte Saison debütiert und in acht Spielen auch ein Tor erzielt. 

Die Hausherren waren anfangs die aktivere Mannschaft und gingen früh in Führung, Graz‘ Top-Scorer Anthony Cameranesi (5.) verwertete einen Querpass am rechten Pfosten. Auch danach hatte Salzburgs Torhüter Jean-Philippe Lamoureux noch einige Schüsse abzuwehren, ehe auch das Salzburger Offensivspiel besser anlief und die Partie ausgeglichener wurde. Zwingende Chancen waren aber selten, die besten Möglichkeiten der Red Bulls hatten Paul Huber nach kurzem Solo (8.) – der gebürtige Grazer wurde heute von der bet-at-home ICE Hockey League aufgrund seiner aktuell starken Performance für die Wahl zum „Eisner Auto Young Star des Monats“ November nominiert – sowie jeweils bei Schüssen aus Halbdistanz Florian Baltram (16.) und Rick Schofield (18.). Bei einem abschließenden Powerplay waren die Red Bulls nahe am Ausgleich dran, die Grazer konnten die Minimalführung aber mit in die Kabine nehmen. 

Im zweiten Durchgang wurde ein deutlich höheres Tempo angeschlagen, beide Teams sorgten abwechselnd für gute Szenen mit Chancen in der Offensivzone. In der 26. Minute zog Mario Altmann aus der Distanz ab und traf genau ins Kreuzeck, JP Lamoureux hatte bei dem Gegentreffer keine Sicht. Doch nur eine Minute später nahm Alexander Pallestrang ebenfalls aus großer Entfernung Maß und hämmerte die Scheibe flach ins Netz (27.). Auch Graz‘ Goalie Olivier Rodrique war die Sicht komplett verstellt. In der 28. Minute hatten die Red Bulls Glück bei einem Stangenschuss, doch dann nutzte Hunter Fejes frei aus dem halbhohen Slot seine Chance (32.) und stellte den alten 2-Tore-Vorsprung der Hausherren wieder her. Die Red Bulls setzten sofort nach und intensivierten die Offensive, trafen aber auf weiterhin kompakt agierende Grazer, die wenig zuließen und nach vorn gefährlich blieben. Nach 40 Minuten lagen die Salzburger in Graz mit 1:3 zurück. 

Im Schlussdrittel standen die Red Bulls gegen weiterhin aggressiv spielende Grazer unter Zugzwang. Dann schoss Dominique Heinrich aus dem Slot wunderschön ins Kreuzeck (44.) und brachte die Red Bulls wieder ins Spiel, die jetzt immer dominierender wurden und viel schossen. Zwar musste auch JP Lamoureux bei Kontermöglichkeiten aufmerksam bleiben, doch die Partie spielte sich jetzt hauptsächlich in der Grazer Defensivzone ab. Die Grazer zogen ihre Abwehr um den starken Schlussmann Olivier Rodrique eng zusammen und hatten fast Erfolg damit. In der 59. Minute aber wurden die Red Bulls belohnt, Thomas Raffl – JP Lamoureux hatte das Eis bereits verlassen – setzte sich bei einem Rebound vor dem Tor durch und traf zum 3.3-Ausgleich.

Nach der torlosen Verlängerung, in der die Salzburger kurz vor Ablauf der fünf Minuten die bste Möglichkeit hatten, ging es ins Penaltyschießen und das entschieden die Red Bulls klar für sich. Während JP Lamoureux zweimal parierte, trafen Rick Schofield und Jack Skille und fixierten damit den erst durch das starke Schlussdrittel möglich gewordenen Sieg in Graz.

Tabelle

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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