VCÖ: Motor warmlaufen lassen ist verboten – schadet der Umwelt und dem Motor

Mit dem Winter hält auch wieder eine schädliche Gewohnheit Einzug: Das Warmlaufen lassen des Motors. Es verschmutzt die Luft, schadet dem Motor und ist verboten, macht der VCÖ aufmerksam. Insgesamt steigt im Winter der Schadstoffausstoß, weil die Abgasreinigung bei kalten Temperaturen nicht oder nur sehr eingeschränkt funktioniert. Auch das Unfallrisiko steigt. Bei Schnee- und Eisfahrahn vervielfacht sich der Bremsweg. Der VCÖ rät, Autofahrten möglichst zu vermeiden.

„Der Lenker darf mit dem von ihm gelenkten Kraftfahrzeug […] nicht mehr Rauch, üblen Geruch oder schädliche Luftverunreinigungen verursachen, als bei ordnungsgemäßem Zustand und sachgemäßem Betrieb des Fahrzeuges unvermeidbar ist“, heißt es im Kraftfahrgesetz (KFG $ 102, Abs. 4). Das Warmlaufen lassen des Motors ist aus gutem Grund verboten. Im Leerlauf ist die Abgastemperatur niedrig, die Abgasreinigung funktioniert nicht und große Mengen an gesundheitsschädlichen Schadstoffen gelangen in die Luft, erklärt der VCÖ.

„Wer bei laufendem Motor das Auto vom Schnee befreit, steht in einer Abgaswolke und atmet große Mengen gesundheitsschädlicher Schadstoffe ein. Auch vorbeigehende Fußgängerinnen und Fußgänger werden belastet“, verdeutlicht VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Die Strafen belaufen sich in der Regel zwischen 75 und 150 Euro, der Strafrahmen reicht bis zu 5.000 Euro. Teuer kann diese Rücksichtslosigkeit auch werden, weil die Warmlaufphase ist für den Motor schädlich ist und sich im Leerlauf die Warmlaufphase verlängert. Tests des Adac haben gezeigt, dass das Fahrzeug durch das Laufenlassen des Motors im Stand nicht wirklich warm wird, aber einiges an Sprit verbraucht.

Insgesamt verursacht das Autofahren bei kalten Temperaturen deutlich mehr Schadstoffe, erinnert der VCÖ. Der Dieselskandal machte allgemein bekannt, dass die Abgasreinigung bei Diesel-Pkw bei niedrigen Temperaturen gar nicht oder nur mangelhaft funktioniert. Auch aus Sicht der Verkehrssicherheit ist es ratsam, möglichst wenig mit dem Auto zu fahren und wenn möglich öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Im Unterschied zur vor Covid-19 Zeit, sind die öffentlichen Verkehrsmitteln nicht überfüllt, im Gegenteil, berichtet VCÖ-Sprecher Gratzer: „Viele Sitzplätze sind frei, es ist kann ausreichend Abstand eingehalten werden. Und medizinische Studien belegen, dass im Öffentlichen Verkehr kein erhöhtes Ansteckungsrisiko besteht. Sehr wohl aber ist das Risiko, bei einem Unfall schwerst verletzt zu werden mit dem Pkw um ein Vielfaches höher als in öffentlichen Verkehrsmitteln.“

Insgesamt kam es im Vorjahr in Österreich bei winterlichen Fahrverhältnissen zu 1.259 Verkehrsunfällen mit Personenschaden, neun Menschen kamen dabei ums Leben, 1.695 wurden verletzt, informiert der VCÖ. Viele unterschätzen, dass sich der Bremsweg bei Schnee und Eis massiv erhöht. Als Faustregel gilt: Bei Schneefahrbahn das Tempo um die Hälfte reduzieren und großen Sicherheitsabstand einhalten.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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