Unverständlicher Maskenschutz für Kinder…Update: Antwort des Ministeriums

meint unsere Userin Isabella Gaugl aus Stainach-Pürgg:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich muss meinen Frust gegen die Auflagen von der Regierung loslassen:

Lange habe ich zugesehen wie es AUF und AB geht, Corona hin und her, Auflagen, Schließungen und Lock down. Ich bin ein Mensch der schon sehr viel gereist, und vieles auf der Welt gesehen hat. Halte mich, da ich auch so erzogen bin, an Regeln bis zu einem gewissen Grad.

Ich bin auch Mutter und Alleinerzieher, was hier aber egal ist. Meiner Meinung nach geht es ALLEN ELTERN in Österreich momentan gleich.

Ausgaben über Ausgaben (Laptop, Bildschirm, Maus,Tisch, Sessel, Drucker ca. 1000 EUR pro Kind), keine Förderung! >PECH haben dann noch die Eltern die Verheiratet sind, die bekommen gar nix dazu zu den Ausgaben sind ja doppel Verdiener hahaha!

Nun aber zu dem Punkt wo mir persönlich die HUTSCHNUR GERISSEN IST!!!

Es geht um die Gesundheit unserer Kinder!!! Und da hört der Spaß nun auf.

Mir reicht es wirklich:

Mein Kind geht in eine Ganztagsschule welche am 09.12 wieder anfangen wird (fährt mit dem Bus der total Überfüllt ist, wo ist da der ABSTAND!!!), mit Auflagen wo

 kein MEDIZINER;
KEIN BERATER VON DER REGIERUNG
UND ABSOLUT KEINER VON DER REGIERUNG nachdenkt (lässt man einen Pferd über hat einen Größeren Kopf)

über den Mundschutz den MEIN KIND und alle Kinder bis zu 9 STD tragen müssen!!!

Liebe REGIERUNG, sagen SIE WANN tragen sie denn den MUNDSCHUTZ DURCHGEHEND 9 STD ??? Sie reißen Ihn ja gleich bei der Kundgebung runter ha ha!!

Mein Kind benötigt nun 8x Mundschutz pro Tag das sind in der WOCHE 38 STK Mundschutz zu je 1 EUR sind 38 EUR pro Woche x 4=152 EUR pro Monat plus die Kosten für die Betreuung 169 EUR

Falls sie es nicht wissen, müssen wir pro STD den Mundschutz wechseln ansonsten die Bakterien u. Viren wieder übertragen werden und der Mundschutz unwirksam wird.

Und dann noch das Einatmen von zu wenig Sauerstoff bei 8-9 STD Schule. Was sicher keine Nebenwirkungen zu folge hat, und keine Beeinträchtigung des Sichtfeldes.

ICH weigere mich meine Kind dieser FARS auszusetzen und die Gesundheit meines Kindes auf’s Spiel zu setzen und hoffe auf ALLE ELTERN denen was an der Gesundheit Ihrer Kinder liegt, WACHT AUF und rebelliert.

Ich hätte einen Vorschlag mit einem Schichtbetrieb in den Schulen wo weniger Schüler in der Klasse sind wie es schon zuvor war. Aber da DENKT die Regierung nicht.

MEIN KIND GEHT unter diesen Voraussetzungen NICHT IN DIE SCHULE und das ist FAKT!

Nun liebe Regierung überlegt gut und ich hoffe viele ELTERN lesen das und gehen auf die Barrikaden!!!

Antwort: Sehr geehrte Frau Gaugel,

vielen Dank für Ihr Schreiben an Herrn Bundesminister Univ.-Prof. Dr. Faßmann, welches dem Bürger/innenservice zur Bearbeitung überantwortet wurde.

Es ist für uns vollkommen nachvollziehbar, dass Corona und die damit verbundenen Einschränkungen/Auswirkungen Sie mit Sorge erfüllen. Das Eindämmen der Corona-Infektionen, die Wichtigkeit von Bildung, die Notwendigkeit, dem jeweiligen Beruf nachzugehen – all das in Einklang zu bringen, ist schwierig und schafft ein Spannungsverhältnis. Wir sind im BMBWF seit Ausbruch der Pandemie bestrebt, das Recht auf Bildung und den Schutz der Gesundheit aller im Schulbetrieb zu gewährleisten. Abhängig von der Entwicklung der Infektionszahlen und dem Wissensstand über das Virus setzt das BMBWF in enger Kooperation mit dem Krisenstab der Bundesregierung unterschiedliche Maßnahmen zum Schutz vor dem Virus:

Aufgrund der rückläufigen Entwicklung der Covid-19-Infektionszahlen kann auch im Schulbereich seit 7. Dezember zu einem sanfteren Lockdown übergegangen werden, der von einem umfassenden Präventions- und Hygienepaket für alle Schulen begleitet wird – der MNS ist nur eine Maßnahme davon:

MNS-Pflicht ab der Sekundarstufe I

In Schulen ab der Sekundarstufe I sind alle Personen, die sich im Schulgebäude aufhalten, verpflichtet, einen Mund-Nasen-Schutz (MNS) zu tragen.

In Volks- und Sonderschulen gilt die MNS-Pflicht nur außerhalb der Klassen- und Gruppenräume. Die Schulleitung oder die Schulbehörde kann jedoch in Bezirken mit hohem Infektionsgeschehen vorübergehend das Tragen eines MNS anordnen.

Möglichkeit zur schnellen Akuttestung in jeder Schule in jedem Bundesland bei einem Verdachtsfall

Durch den Einsatz von Antigen-Schnelltests soll eine rasche Verdachtsfallabklärung von COVID-19-Fällen am Schulstandort ermöglicht werden. Schnelltests können bei Schülerinnen und Schülern sowie bei schulischem Lehr- und Verwaltungspersonal, das in der Schule typische COVID-19-Symptome zeigt, durchgeführt werden. So kann am Schulstandort rasch Klarheit geschaffen werden, ob sich ein Verdachtsfall ausschließen lässt oder ob Personen von der Gesundheitsbehörde als Kontaktpersonen eingestuft oder abgesondert werden müssen. Bei negativen Antigentestergebnissen kann der Unterricht am Standort auf diese Weise so reibungslos wie möglich weitergeführt werden.

Allen Lehrerpersonen stehen FFP-2-Masken zur Verfügung

Der Bund stellt allen Landes- und Bundeslehrpersonen FFP2-Masken zur Verfügung, damit der Aufenthalt in der Schule und das Unterrichten in Klassen unter zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen erfolgen kann. Bei Bedarf können Schulen über die Bildungsdirektion FFP2-Masken kostenfrei anfordern.

Möglichkeit zu „mehr Abstand“ durch zusätzliche Räume

Um möglichst sicher in den schulischen Alltag zurückzukehren, sollen zusätzliche Raumangebote überall dort bereitgestellt werden, wo innerhalb eines Schulgebäudes keine Alternativen (Aufenthaltsräume, Festsaal der Schule) bereitstehen. Dort, wo es organisatorisch (Ausstattung, Schüler/innentransport) und räumlich möglich ist, sollen einzelne Klassen in große Räume untergebracht werden, um den Sicherheitsabstand („Babyelefant“) einhalten zu können. Hierzu wurden Gemeinden und Schulleiter/innen aufgerufen, zusammenzuarbeiten und in der Gemeinde nach möglichen räumlichen Alternativen zu suchen.

Staffelung des Unterrichtsbeginns und Pausen

Um größere Personenansammlungen zum Unterrichtsbeginn zu vermeiden, kann die Schulbehörde oder die Schulleitung den Unterrichtsbeginn für einzelne Schularten, Schulen, Abteilungen oder Fachrichtungen sowie Klassen unterschiedlich festlegen. Auch die Pausenzeiten können gestaffelt werden mit dem Ziel, die Hygienebestimmungen gut einhalten und die Durchmischung so gering wie möglich halten zu können.

Testaktionen für Pädagog/innen und Verwaltungspersonal

Erst vergangenes Wochenende gab es die erste, flächendeckende Testungsmöglichkeit für alle Pädagog/innen und für das Verwaltungspersonal. Es ist geplant, dass diese kostenlosen Testungen sukzessive ausgebaut werden.

Zu Ihrem Anliegen zum MNS dürfen wir Ihnen noch folgende vertiefende Information zur Verfügung stellen:

Ja, in der Sekundarstufe I müssen aktuell alle Personen, die sich im Schulgebäude aufhalten, einen Mund-Nasen-Schutz tragen – auch während des Unterrichts. In Volks- und Sonderschulen gilt das nur außerhalb der Klassen- und Gruppenräume und bei Anordnung der Schulleitung. Nachdem sich das Thema „MNS ja oder nein“ leider immer wieder zu einem Reizthema an den Schulstandorten entwickelt, ersucht das BMBWF alle Beteiligten im Sinne einer guten Schulpartnerschaft am jeweiligen Standort und auch im Sinne eines guten Schulklimas für die Schülerinnen und Schüler, konstruktiv mit diesem Thema umzugehen. Jeder von uns weiß, dass ein langes Tragen des MNS nicht angenehm ist. Daher unsere dringende Bitte: Finden Sie für Ihre Schule den für alle bestmöglichen Umgang mit dieser Situation. Es sollten z. B. mehr Pausen ermöglicht werden, in denen die Schülerinnen und Schüler die Maske ablegen können, vielleicht kann man auch kurz ins Freie gehen. Wichtig ist, dass auf die individuellen Bedürfnisse aller geachtet wird – und das trotzdem bei größtmöglichen Schutz vor einer Ansteckung.

Ein Fernbleiben vom Unterricht ist in erster Linie für Schüler/innen vorgesehen, wenn es sich um einen Verdachtsfall handelt, bzw. der/die Schüler/in einer Risikogruppe angehört oder in einem Haushalt mit einer Person einer Risikogruppe lebt. Aktuelle Informationen zu den Risikogruppen und nötigem Attest finden Sie hier: https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/beratung/corona/corona_fua.html#02

Darüber hinaus besteht für jene Schüler/innen, die sich aus sonstigen, mit der COVID-19-Pandemie in Zusammenhang stehenden Gründen, nicht in der Lage sehen, am Unterricht teilzunehmen, die Möglichkeit der Erlaubnis zum Fernbleiben vom Unterricht aus wichtigen Gründen im Sinne des § 9 Abs. 6 SchPflG bzw. des § 45 Abs. 4 SchUG.

Für eine entsprechende Erlaubnis zum Fernbleiben vom Unterricht, aktuell möglich bis zum Beginn der Weihnachtsferien, wenden Sie sich bitte an die Schulleitung.

Der Vollständigkeit halber wird festgehalten, dass im Falle der Erlaubnis zum Fernbleiben das Erarbeiten des Lehrstoffes in der Verantwortung der Schülerinnen und Schüler bzw. deren Erziehungsberechtigten liegt; eine Begleitung durch „Distance Learning“ erfolgt hier nicht. 
Für den Fall, dass sich eine sichere Beurteilung für die betreffende Schulstufe nicht treffen lässt, könnte das Fernbleiben die Ablegung von Feststellungsprüfungen bzw. Nachtragsprüfungen gemäß § 20 Abs. 2 SchUG nach sich ziehen.

Corona stellt unsere gesamte Gesellschaft insbesondere im Zusammenleben vor große Herausforderungen. Es stellt uns auch vor die Herausforderung, dass sich unsere Ansichten über den „besten“ Schutz für alle mitunter nicht decken. In Bildungsangelegenheiten haben wir ein gemeinsames Ziel: Dass Lehren- und Lernen auch trotz Corona in einer sicheren Umgebung stattfinden kann, baldmöglichst wieder für alle wie gewohnt am Schulstandort.

Mit freundlichen Grüßen

Bundesministerium für Bildung, 

Wissenschaft und Forschung

Bürger/innenservice


Tel.: 0800 20 56 76 (gratis aus ganz Österreich)
Minoritenplatz 5, 1010 Wien
E-Mail: buergerinnenservice@bmbwf.gv.at

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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