RB Salzburg gewinnt in Moskau und hat weiter alle Türen offen

BERISHA IM MOSKAUER KÜHLSCHRANK EISKALT 

TORSCHÜTZEN: MIRANCHUK (79./FE) BZW. BERISHA (28., 41.), ADEYEMI (81.)

Bericht: FC RED BULL SALZBURG; FOTOS: RED BULL/GEPA Pictures

Bei minus 3 Grad Celsius überzeugte unsere Elf mit herzerwärmendem Fußball und gewinnt das richtungsweisende CL-Duell gegen Lok Moskau mit 3:1.

SPIELBERICHT

Gegen defensiv eingestellte Hausherren sorgten unsere Burschen vom Start weg für die Musik. Ein Corluka-Luftloch in der Gefahrenzone hätte Mergim Berisha schon früh bestrafen können, wäre sein Abschluss nicht in den Abwehrbeinen hängen geblieben. Nach 17 Minuten durften wir dann doch die Arme hochreißen! Allerdings nur, um sie dann enttäuscht über dem Kopf zusammenzuschlagen: Schütze Berisha war nach einer Hereingabe von Rasmus Kristensen doch recht deutlich im Halteverbot gestanden. Die Einschussgelegenheiten häuften sich mit Fortdauer des ersten Durchgangs. Andre Ramalho hielt den Fuß in einen Szoboszlai-Corner, setzte das Leder aber lediglich in die gut gefüllten Zuschauerränge.

Der Nächste saß: Enock Mwepu feuerte die Kugel Richtung Gehäuse, das Spielgerät flutschte zu Mergim durch, der humorlos einschob (28.) – YESSS! Diesmal hatte auch der VAR nach dreiminütiger Prüfung nichts zu beanstanden. Wir blieben am Drücker, so schob Sekou Koita Lystsov ein freches Gurkerl, sein anschließender Versuch landete am Außennetz. Die Russen wachten gemächlich auf. Gegen einen Eder-Header retteten gleich zwei Salzburger auf der Linie, danach drückte Cican Stankovic einen Distanzschuss von Ze Luis ins Aus. Das Drangperiödchen verebbte so schnell, wie es aufgekommen war. Kurz vor dem Pausentee lancierte Koita Berisha bei einem schnellen Gegenangriff höchst sehenswert, der Deutsche behielt vor Keeper Guilherme die Ruhe – 2:0 (41.)!

Mit dem wärmenden Pausentee im Magen wackelte Koita Corluka schwindelig, jagte die Murmel aber deutlich neben das Tor. In einer nach dem Seitenwechsel deutlich chancenärmeren Partie fasste sich Mwepu aus der Distanz ein Herz, Guilherme hielt mühelos. Die Hauptstädter intensivierten die Bemühungen, spätestens beim heute sehr ausgeschlafen wirkenden Kristensen war zumeist allerdings Endstation. Etwas schlafmützig wirkte indes Ramalho, der Ze Luis im Strafraum zu Boden stieß. Den anschließenden Penalty netzte Miranchuk (79.).

Wer dachte, dass unsere Mannschaft unruhig werden würde, hatte die Rechnung ohne Joker Karim Adeyemi gemacht. Dieser zündete den Turbo in unnachahmlicher Art und Weise, ließ seinen Gegenspieler per Haken stehen und drückte ins lange Eck ab (81.). 3:1 durch unseren jüngsten CL-Goalgetter! Das Vierte hatte Comebacker Patson Daka auf dem Fuß, der es unter Bedrängnis aber nicht zustande brachte, in die von Guilherme verlassene Kiste zu treffen. Nach dem Schlusspfiff war dies lediglich eine Randnotiz. Wir erringen den Dreier im „Finalspiel“ und haben damit gute Chancen, international zu überwintern.

STATEMENTS

Jesse Marsch:

Es war eine super Partie von uns. Die Jungs haben sehr gut gespielt, gekämpft und viele Duelle gewonnen. Wir waren sehr gut mit und auch gegen den Ball. Eines unserer besten Spiele in der Champions League! Ich freue mich sehr für Mergim. Er hat in jedem Training gut gekämpft, er hat seine Chance bekommen und alles gegeben!

Andre Ramalho:

Die Mannschaft hat es heute überragend gemacht! Man hat von der ersten Minute an gespürt, dass wir bereit für dieses Finalspiel waren, das war wirklich wichtig für uns. Wir waren nach vorne, aber auch nach hinten, sehr konsequent. Ein sehr verdienter Sieg, weil wir das wahnsinnig gut gemacht haben! Die Elfersituation war ein bisschen blöd, aber am Ende ist alles gut gegangen.

AUFSTELLUNG

WECHSEL

Sucic für Camara (69.), Adeyemi für Koita (70.), Daka für Szoboszlai (77.), Onguene für Berisha (90.+3)

GELBE KARTEN

Camara (45.+1/Foul), Ramalho (80./Kritik), Stankovic (80./Unsportlichkeit)

NICHT EINSATZBEREIT

Bernede (Schienbeinbruch), Okafor (fiebrige Erkältung)

Tabelle

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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