FPÖ-Amesbauer/Meißl: „Landesrätin Bogner-Strauß muss Bekenntnis zur intensivmedizinischen Betreuung in Mürzzuschlag abgeben!“

Freiheitliche bringen Landtagsanfrage bezüglich vorübergehender Stilllegung der intensivmedizinischen Betreuung und Überwachung am LKH Mürzzuschlag ein und fordern klare Worte von Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß.

In der vergangenen Woche wurde medial bekannt, dass die intensivmedizinische Überwachung und Betreuung am LKH Mürzzuschlag vorübergehend stillgelegt wurde. Das Personal würde derzeit aufgrund der Corona-Situation an anderen obersteirischen Spitalsstandorten gebraucht. In den letzten Tagen meldeten sich bei den Freiheitlichen zahlreiche besorgte Bürger, die langfristige Folgen befürchten. Immerhin wurde die Gesundheitsversorgung im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag in den vergangenen Jahren bereits massiv ausgedünnt. Die Schließung des Spitals in Mariazell, der Geburtenstation in Bruck an der Mur und der Chirurgie in Mürzzuschlag sind vielen Menschen noch in schmerzhafter Erinnerung. Für noch mehr Verunsicherung sorgt die Tatsache, dass der zuständige Sprecher der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft in einer Pressestellungnahme eine mögliche permanente Stilllegung weder dementieren noch bestätigen wollte. Die FPÖ Bruck-Mürzzuschlag hat nun in Zusammenarbeit mit dem Freiheitlichen Landtagsklub eine entsprechende Anfrage an Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß verfasst (siehe Beilage). Konkret wollen die Freiheitlichen wissen, wann die intensivmedizinische Betreuung wieder zur Verfügung steht und ob eine dauerhafte Stilllegung ausgeschlossen werden kann. Zudem wird gefragt, in welcher Form die niedergelassenen Ärzte im Vorfeld der Leistungsreduktion informiert wurden. Dem Vernehmen nach sollen die Mediziner im Bezirk nicht adäquat und rasch darüber Bescheid bekommen haben. „Es ist klar, dass derzeit die Corona-Krise im Vordergrund steht, aber es gibt eine Vielzahl an anderen Erkrankungen und auch von solchen betroffene Menschen haben ein Recht auf entsprechende Behandlung und Betreuung in unserer Region. Die vorübergehende Leistungsreduktion darf keinesfalls zu einem Dauerzustand werden. Die zuständige ÖVP-Landesrätin Bogner-Strauß muss uns umgehend Rede und Antwort stehen, welche Pläne sie konkret verfolgt. Wir erwarten uns eine Garantieerklärung zum Fortbestand der intensivmedizinischen Betreuung und Überwachung am LKH Mürzzuschlag. Alles andere wäre politisch inakzeptabel und ein massiver Schlag gegen das Obere Mürztal“, so FPÖ-Bezirksparteiobmann NAbg. Hannes Amesbauer.

Ebenfalls besorgt über die Entwicklung zeigt sich der Mürzzuschlager Vizebürgermeister Arnd Meißl, der bereits seit Jahren gegen die Ausdünnung des Gesundheitswesens in den ländlichen Gebieten kämpft. „Wir werden keinesfalls tatenlos zusehen, wie schleichend eine weitere Leistungsreduktion am LKH Mürzzuschlag stattfindet. Die zuständige Landesrätin Bogner-Strauß ist aufgerufen, sofort klarzulegen, dass es sich ausschließlich um eine temporäre, Corona-bedingte Maßnahme handelt. Wenn sie beabsichtigt, die intensivmedizinische Versorgung in Mürzzuschlag permanent aufzulassen, dann muss sie mit heftigem politischen Widerstand rechnen. Für viele Behandlungen ist es unabdingbar, dass es auch eine intensivmedizinische Überwachung und Betreuung vor Ort gibt. Eine dauerhafte Stilllegung hätte also massive Folgewirkungen für die Gesundheitsversorgung“, warnt Meißl abschließend.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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