RB Salzburg: SZOBOSZLAI & CO. ÜBERROLLEN ZAHNLOSE WÖLFE

WAS FÜR EIN SPIEL! DANK EINER ÜBERFALLSARTIGEN ANFANGSPHASE, DREIERPACKER SZOBOSZLAI UND HATTRICK-SCHÜTZE KOITA DÜRFEN WIR MIT EINEM FURIOSEN 8:2-AUSWÄRTSSIEG IN ST. PÖLTEN DEN HÖCHSTEN IN DER RED-BULL-ÄRA BEJUBELN.

TORSCHÜTZEN: HUGI (33.), SCHMIDT (60.) BZW. BERISHA (7.), SZOBOSZLAI (13./FE, 25./FE, 52.), ADEYEMI (22.), KOITA (70., 86., 89.)

Spielbericht: FC RED BULL SALZBURG, Fotos: Red Bull/Gepa Pictures

SPIELBERICHT

Mergim Berisha erhitzte schon in den Anfangsminuten zum Unruheherd, lancierte er doch Luka Sucic und Momente später Karim Adeyemi mit klugen Ablagen. Während beide noch ohne Torerfolg blieben, ging der Assistent selbst mit gutem Beispiel voran: Adeyemi legte Richtung Strafraumgrenze rüber, Berisha nahm Maß und brachte das Rund präzise im linken Eck unter (7.)! Unsere Offensivmaschinerie blieb auch in der Folge hochtourig. Nach grässlichem Ballverlust an der eigenen Sechzehner-Kante warf sich Ljubicic mit den Händen voraus in einen Nachschuss von Dominik Szoboszlai, nachdem Berisha zuvor an Schlussmann Riegler gescheitert war. Für die Parade des Feldspielers ließ Referee Schüttengruber Gnade vor Rechtergehen, zeigte nur Gelb und Strafstoß. Szobo übernahm Verantwortung und drückte lässig ab – 2:0 nach 13 Minuten!

Das köstliche Durcheinander in der niederösterreichischen Hintermannschaft riss nicht ab. Zlatko Junuzovic lancierte Adeyemi mit einem sehenswerten 40-Meter-Pass in die Spitze, der Deutsche behauptete sich gekonnt und chippte das Kunstleder vergnügt über Riegler (22.). Während SKN-Dompteur Ibertsberger schon zu diesem Zeitpunkt völlig desillusioniert wirkte, rannten Adeyemi & Co. unbeirrt an. Ljubicic brachte unseren jungen Wirbler in der Box äußerst pomadig zu Fall, auch diesen Penalty zwirbelte Szoboszlai ins linke Eck (25.) – 4:0, Wahnsinn! Just in diesem rot-weißen Freudentaumel starteten die Wölfe einen offensiven Betriebsausflug: Schulz bolzte die Murmel ins Zentrum, wo Angreifer Hugi Cican Stankovic bezwang (33.).

Die Wölfe kamen nach dem Pausentee verbessert aufs Grün, deren zarte Angriffsbemühungen liefen aber zumeist ins Leere. Nicht so unser nächster Konter: Adeyemi spritzte in einen Blauensteiner-Rückpass, zündete den Turbo und legte kurz vor Riegler mundgerecht quer, Szoboszlai biss herzhaft zu (52.)! Ungeachtet dessen prolongierten die Niederösterreicher die offensiven Nadelstiche. Erst scheiterte Schmidt per Kopf, dann aus kürzester Distanz an Stankovic. Ohne Keeper funktioniert das Toreschießenbedeutend besser. Cic tat ihm dann leider auch diesen Gefallen, ging übereifrig auf Vorlagengeber Schulz los und überließ Schmidt freie Bahn (60.).

Unsere Truppe blieb unbeeindruckt, Geburtstagskind Koita stellte den alten Vorsprung wieder her. Er wackelte gleich zwei, drei Gegenspieler aus, tankte sich in die Gefahrenzone und knipste per Außenrist(70.). Die Suche nach Platz auf dem vollgekritzelten Chancenzettel erwies sich als Mammutaufgabe. Albert Vallci fasste sich aus der Ferne ein Herz, Koita konnte Riegler im Eins-gegen-Eins kein zweites Mal überwinden.

Allerdings nur fürs Erste, weil Adeyemi den Malier wenig später per Kopf in Szene setzte und dieser Riegler zuerst überlupfte, um die Kirsche dann frei stehend über die Linie zu bugsieren (86.). Und damit immer noch nicht genug. Majeed Ashimeru entdeckte Koita im Zentrum, der mit links zum Dritten netzte (89.) – eine Machtdemonstration!

STATEMENTS

Jesse Marsch

Es war genau das, was wir gebraucht haben! Der Wille ist vielleicht das Wichtigste, egal, gegen welchen Gegner. Es geht darum, läuferisch und kämpferisch stark zu sein, damit bin ich zufrieden. Ein super Spiel, natürlich müssen wir aber auch analysieren, was wir besser machen können.

Karim Adeyemi:

Ich habe Sladdi im Training gesagt, dass er mir öfter passen soll, heute hat’s super geklappt. Ich habe am Anfang der Saison auch wegen der Verletzung nicht so viel gespielt und trotzdem versucht, mich immer weiterzuentwickeln. Jetzt freue ich mich umso mehr, dass es heute so gut geklappt hat!

AUFSTELLUNG

WECHSEL

Koita für Berisha (58.), Kristensen für Ulmer (58.), Mwepu für Junuzovic (58.), Solet für Wöber (68.), Camara für Szoboszlai (75.)

NICHT EINSATZBEREIT

Bernede (Schienbeinbruch), Daka (Oberschenkel), Okugawa (Adduktorenschmerzen), Okafor (fiebrige Erkältung)

Tabelle
 

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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