Nach Aufforderung Maske zu tragen: Security bespuckt – aktuelle steirische Polizeimeldungen

Verkehrsunfall mit Personenschaden

Krakau, Bezirk Murau. – Ein 87-jähriger Fahrzeuglenker kam Montagnachmittag, 23. November 2020, mit seinem Pkw von der Straße ab und verletzte sich unbestimmten Grades.

Gegen 14.20 Uhr lenkte der 87-Jährige aus dem Bezirk Murau seinen Pkw auf der Gemeindestraße talwärts und dürfte in einer Rechtskurve das Gas- und Bremspedal verwechselt haben. Er kam daraufhin links von der Straße ab und durchbrach eine hölzerne Leitschiene. Danach stieß er gegen einen Verkehrsspiegel und stürzte etwa zwölf Meter im freien Fall in Richtung eines Wohnhauses. Der Pkw prallte mit der Fahrerseite gegen die Hausmauer und blieb schließlich auf dem Dach liegen.

Ersthelfer befreiten den Mann aus dem Fahrzeug und versorgten ihn bis zum Eintreffen der Rettungskräfte. Der 87-Jährige wurde vom Rettungshubschrauber in das Klinikum Klagenfurt geflogen.

Die Feuerwehren Krakaudorf und Ranten waren mit insgesamt 34 Personen und drei Fahrzeugen im Einsatz und führten die Bergung des total beschädigten Unfallfahrzeuges durch.

Nach Aufforderung Maske zu tragen: Security bespuckt

Graz, Bezirk Lend. – Ein Sicherheitsmitarbeiter (58) wurde Montagnacht, 23. November 2020, bespuckt. Er hatte zuvor einen 48-Jährigen aufgefordert, in der Bahnhofshalle eine Maske zu tragen.

Kurz vor 21.45 Uhr wurden Polizisten zu einem Einsatz gerufen, nachdem ein ÖBB-Sicherheitsmitarbeiter Schwierigkeiten bei der Amtshandlung mit einem Mann hatte. Vor Ort nahmen Polizisten einen laut schreienden Mann wahr, welcher vor dem Sicherheitsbediensteten davonlief. Das Geschehen hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits vom Bahnhof in die Laudongasse verlagert. Polizisten hielten den äußerst renitenten Grazer (48) an und brachten ihn zur weiteren Abklärung des Sachverhalts auf die Polizeiinspektion Graz-Hauptbahnhof.

Gegenüber den Beamten gab der Security-Mitarbeiter in der Folge an, dass ihn der 48-Jährige direkt ins Gesicht gespuckt habe, nachdem er den Mann in der Bahnhofshalle aufgefordert hatte eine Maske zu tragen. Der 48-Jährgige gab an, an keiner ansteckenden Krankheit zu leiden. Er wird wegen mehrerer Übertretungen, unter anderem wegen der gültigen Covid-Bestimmungen, angezeigt.

Über Social-Media zu Gewalt aufgefordert

Eisenerz, Bezirk Leoben. – Nachdem ein 30-Jähriger über Social-Media-Kanäle offenbar strafrechtlich relevante Inhalte gepostet hatte, ermittelte die Polizei. Der Mann wird angezeigt.

Gleich mehrere Anzeigen langten am Montag, 23. November 2020, bei der Polizeiinspektion Eisenerz ein, nachdem ein 30-Jähriger aus dem Bezirk Leoben „bedenkliche Inhalte“ auf verschiedenen Social-Media-Kanälen postete. Dabei veröffentlichte er Beiträge, in denen er unter anderem zu Gewalt und Krieg aufforderte.

Polizisten konfrontierten den 30-Jährigen in der Folge an dessen Wohnadresse mit den veröffentlichten Inhalten. Dabei weigerte sich der Mann anfänglich zu kooperieren. Erst nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Leoben zeigte sich der 30-Jährige bereit, zur Vernehmung auf die Polizeiinspektion mitzukommen. Dabei zeigte sich der Österreicher grundsätzlich geständig, erkannte jedoch den Verdacht der strafbaren Handlungen nicht.

Noch während der Vernehmung verhielt sich der 30-Jährige zunehmend aggressiv und sprach unzusammenhängend von diversen Verschwörungstheorien. Er wurde schließlich nach einer ärztlichen Untersuchung in eine Krankenanstalt eingewiesen und wird angezeigt. 

Wohnungsbrand

Gersdorf an der Feistritz, Bezirk Weiz. – In den Morgenstunden des 24. November 2020 kam es zu einem Brand in einer im zweiten Stock gelegenen Wohnung. Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten den Brand, ersten Schätzungen zufolge entstand ein Schaden von mehreren zehntausend Euro.

Gegen 07.00 Uhr bemerkte der 63-jährige Bewohner der Wohnung starken Rauch und wählte den Feuerwehrnotruf. Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Gersdorf an der Feistritz und Großsteinbach löschten daraufhin den Brand. Ein Bezirksbrandermittler der Polizei stellte als Brandursache einen elektronischen Defekt in der WC-Anlage fest. Dieser dürfte zu einem Schwellbrand geführt haben. Die Schadenshöhe beträgt nach ersten Schätzungen mehrere zehntausend Euro.

Widerstand gegen Staatsgewalt: Randalierer festgenommen

Liezen. – Polizisten wurden Montagabend, 23. November 2020, zu einem Randalierenden in ein Mehrparteienhaus gerufen. Am Einsatzort eingetroffen attackierte ein 47-jähriger Slowene plötzlich die Einsatzkräfte. Er wurde festgenommen.

Der 47-jährige Slowene aus dem Bezirk Liezen randalierte gegen 22.15 Uhr in einem Mehrparteienhaus. Als Beamte am Einsatzort eintrafen, attackierte sie der Mann unerwartet. Polizisten sprachen die Festnahme aus und setzten zur Durchsetzung Pfefferspray ein. Der Festgenommene wurde nach der Erstversorgung durch Polizisten und Rettungskräften zur Polizeiinspektion Liezen verbracht. Dort setzte der Verdächtige im Verwahrungsraum erneut Widerstand.

Bei der Durchsetzung der Festnahme erlitt ein Polizist Verletzungen unbestimmten Grades. Ein Rettungswagen transportierte den Beamten in das UKH-Kalwang, dieses konnte er jedoch nach ambulanter Behandlung und kurzer Zeit verlassen.

Der Verdächtige zeigte sich bei seiner Vernehmung am Diensttagvormittag, 24. November 2020, reumütig und gab an, dass er sich aufgrund seiner starken Alkoholisierung zum Tatzeitpunkt an nichts mehr erinnern könne.

Die Staatsanwaltschaft Leoben ordnete die Anzeige auf freiem Fuß an.

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


error: (c) arf.at