Corona – Testung für alle PädagogInnen am 5./6. Dezember. Große logistische Herausforderung

Auszug aus einem Schreiben von Bildungsminister Heinz Fassmann an die PädagogInnen:

(….) Zu den Daten:

  1. Am ersten Dezember-Wochenende werden am Samstag, 5. Dezember, und Sonntag, 6. Dezember, und somit zum Ende des harten Lockdowns, alle Landeslehrer/innen, Bundeslehrer/innen, Kindergartenbetreuer/innen und das Verwaltungspersonal getestet.
  2. Die Abwicklung und Abnahme der Tests läuft über rund 100 Teststationen in allen Bezirkshauptstädten. Für große Flächenbezirke sind zusätzliche Teststationen möglich.
  3. Zur Anwendung kommen Antigen-Schnelltests der Firmen Roche und Siemens. Beide Tests werden derzeit von der Wissenschaft (z.B. Med Uni Wien) sowie der AGES als die verlässlichsten auf dem Markt verfügbaren Tests bewertet. Das Testergebnis liegt innerhalb von ca. 15 Minuten nach der Testung vor.
  4. Die Probenentnahmen werden ausschließlich von geschultem Gesundheitspersonal durchgeführt. Dazu werden die Gesundheitsbehörden gemeinsam mit dem Bundesheer und den Rettungsorganisationen entsprechende Mitarbeiter/innen bereitstellen und zusätzliches Personal schulen.
  5. Die zentrale Abwicklung und Steuerung der Massentests liegt beim Bundesheer und dem Gesundheitsministerium. Das Bundesheer hat Erfahrung mit logistischen Sondereinsätzen und das Gesundheitsministerium verfügt über die epidemiologische Kompetenz und die entsprechenden Strukturen in den Ländern und Bezirken.
  6. Die Testung ist grundsätzlich freiwillig. Sie macht aber nur dann Sinn, wenn sich möglichst viele daran beteiligen. Ich selbst werde das sicherlich tun. Ein Nasen-Rachen-Abstrich ist vielleicht unangenehm aber nicht schmerzhaft, und er bringt Sicherheit über den Infektionsstatus. Und diese Sicherheit ist mir persönlich sehr wichtig.

Es freut mich auch, dass die ARGE Lehrerinnen und Lehrer in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst dieses freiwillige Testangebot für mehr Sicherheit in unseren Schulen unterstützt und dieses Angebot auch für Schülerinnen und Schüler erweitert haben möchte.

Heinz Fassmann

Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Lehrpersonen an Schulen

Lehrpersonal im allgemein bildenden und berufsbildenden Schulwesen

Im Schuljahr 2018/19 gab es laut Statistik Austria an Österreichs allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen insgesamt 129.358 Lehrerinnen und Lehrer (inkl. karenzierte Personen). 57,8% des Lehrpersonals sind dem allgemeinen Pflichtschulbereich zuzuordnen, während 42,2% im weiterführenden Schulwesen unterrichten. Hier finden sich die größten Anteile zu 18,4% an BMHS bzw. 18,1% an AHS wieder. Die meisten Lehrerinnen und Lehrer unterrichten – absolut gesehen – in Wien, sie machen einen Anteil von etwa einem Fünftel aller Lehrerinnen und Lehrer in Österreich aus, was allerdings nahezu dem entsprechenden Bevölkerungsanteil gleichkommt. Österreichweit gesehen spiegelt die Zahl der Lehrpersonen in den einzelnen Schularten und Bundeländern grob die analoge Verteilung der Schülerzahlen wider.

Beinahe drei Viertel des Lehrpersonals an Österreichs Schulen sind Frauen. Im Volksschulbereich beträgt der Frauenanteil des Lehrpersonals 92,6%. Eine annähernde Geschlechterparität herrscht im Bereich der berufsbildenden mittleren und höheren Schulen vor. Jedoch ist der Anteil zwischen den einzelnen Zweigen des berufsbildenden Schulwesens recht unterschiedlich. So beträgt der Frauenanteil des Lehrpersonals an den Schulen für wirtschaftliche Berufe 78,8%, an den technischen und gewerblichen Schulen jedoch 28,7%.

Kinderbetreuungseinrichtungen

Bundesstatistik

In Österreich gab es im Berichtsjahr 2019/20 laut Bundesstatistik insgesamt 9.414 institutionelle Kinderbetreuungseinrichtungen; davon sind 4.566 Kindergärten, 2.310 Kinderkrippen, 951 Horte und 1.587 altersgemischte Betreuungseinrichtungen. 

Während bei den Kindergärten knapp drei Viertel (72,4 %) von öffentlichen Gebietskörperschaften (Bund, Länder, Gemeinden) erhalten werden, ist bei Krippen, Kleinkindbetreuungseinrichtungen und altersgemischten Betreuungseinrichtungen die Mehrheit in privater Trägerschaft.

Mit Stichtag 15. Oktober 2019 waren bundesweit 371.570 Kinder in Kindertagesheimen eingeschrieben. Mit 227.313 Kindern war der Großteil davon in Kindergärten untergebracht, 47.282 besuchten Kinderkrippen und Kleinkindbetreuungsgruppen, 51.665 Hortgruppen und 45.310 altersgemischte Kinderbetreuungseinrichtungen.

Betrachtet man die Entwicklung der Betreuungsquoten der drei-, vier- und fünfjährigen Kinder (den Anteil der in Kindertagesheimen betreuten Kindern, bezogen auf die gleichaltrige Wohnbevölkerung) in den letzten zehn Jahren, zeigt sich, dass bei allen drei Alterskategorien beträchtliche Anstiege zu erkennen sind. So erhöhte sich die Betreuungsquote der Dreijährigen von 77,6 Prozent im Jahr 2008 auf mittlerweile 86,5 Prozent. Bei den Vierjährigen wurde in den letzten zehn Jahren eine Steigerung von 93,8 auf 96,1 Prozent verzeichnet, bei den Fünfjährigen von 93,9 auf 97,6 Prozent.

Derzeit beträgt die Kinderbetreuungsquote für die null- bis zweijährigen Kinder unter Berücksichtigung der Tageselternbetreuung 30,1 Prozent, für die drei- bis fünfjährigen Kinder unter Berücksichtigung der Tageseltern sowie der vorzeitig eingeschulten Kinder 94,5 Prozent und für die sechs- bis neunjährigen Kinder 17,9 Prozent.

Bundesweit sind 2.198 aktive Tageseltern tätig, und betreuen insgesamt 10.970 Tageskinder. In der Altersstufe von null bis zwei werden 6.672 Kinder von Tageseltern betreut, im Alter von drei bis fünf Jahren werden 2.302 Kinder, von sechs bis neun Jahren werden 1.666 und von zehn Jahren und älter werden 330 betreut.

In Kindergruppen, die weniger als 15 Stunden wöchentlich geöffnet haben, werden 586 Kinder, vorwiegend im Alter von null bis zwei Jahren (376 Kinder) und im Alter von drei bis fünf Jahren (209 Kinder) betreut.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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