Erweiterter Umsatzersatz und Fixkostenzuschuss II ab heute beantragbar

Der derzeitige Lockdown trifft die heimische Wirtschaft mit voller Härte. Umso wichtiger ist es, dass unsere Betriebe so schnell wie möglich zu den versprochenen und dringend benötigten Corona-Unterstützungsmaßnahmen kommen. Die Bundesregierung hat heute erweiterte, umfassende Unterstützungsmaßnahmen für Unternehmen vorgestellt, den Umsatzersatz und den Fixkostenzuschuss II. Anträge können ab heute Nachmittag über FinanzOnline gestellt werden.

Umsatzersatz: Neben Unternehmen aus der Gastronomie und Hotellerie erhalten nun auch Handelsbetriebe und körpernahe Dienstleister einen Umsatzersatz für die Zeit, in der sie nicht aufsperren dürfen. Bei körpernahen Dienstleistungen wie zum Beispiel Friseuren werden 80 Prozent des Umsatzes vom November 2019 ersetzt. Für Handelsunternehmen kommt es entsprechend der Verderblichkeit und Saisonalität der Ware (Wertverlust in der Lockdown-Phase), der Umsatz/Ertrag-Relation und der Wahrscheinlichkeit von Aufholkäufen zu einer verfassungsrechtlich gebotenen Staffelung des Umsatzersatzes zwischen 20 bis 60 Prozent.

Fixkostenzuschuss II: Es ist gelungen, dass der Fixkostenzuschuss für die 2. Phase bereits ab 30 Prozent statt bisher 40 Prozent Umsatzausfall beantragt werden kann. Damit können möglichst viele Betriebe quer durch alle Branchen unterstützt werden. Die verbesserten Rahmenbedingungen gehen auch mit einer Erweiterung der förderbaren Fixkosten einher, sodass die AfA, die fiktive AfA für bewegliche Wirtschaftsgüter sowie frustrierte Aufwendungen und Personalaufwendungen, die für den Erhalt des Mindestbetriebes notwendig sind, geltend gemacht werden können. Leasingraten werden zur Gänze übernommen. Gerade für besonders betroffene Branchen wie beispielsweise Reisebüros, Kinos oder die Busbranche sind diese Anpassungen sehr wichtig. Erfreulich ist, dass die EU-Kommission auch grünes Licht für den erweiterten Fixkostenzuschuss nach befristetem Beihilferahmen mit einem Volumen von bis zu 3 Millionen Euro gegeben hat. Neben einer raschen Umsetzung setzen wir uns insbesondere für eine Kombinationsmöglichkeit der beiden Fixkostenzuschussprodukte ein.
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Neben Umsatzersatz und Fixkostenzuschuss II hat die Bundesregierung außerdem auch eine Verlängerung der Steuer- und Abgabenstundungen, die Verlängerung der USt-Senkung für die Gastronomie, Hotellerie und Kultur bis Ende 2021 und die Verlängerung des Haftungspakets zur Besicherung von Überbrückungskrediten der ÖHT bis Ende Juni 2021 angekündigt. Das entlastet die Betriebe unmittelbar und verschafft eine wichtige Atempause.

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Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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