Red Bull verliert gegen Sturm Graz

RABENSCHWARZER TAG

TORSCHÜTZEN: BERISHA (86.) BZW. LJUBIC (49.), JANTSCHER (54., 59.)

Spielbericht:   FC RED BULL SALZBURG, Fotos: Red Bull/GEPA Pictures

IN EINEM LANGE ZEIT AUSGEGLICHENEN SPIEL GEHT ZWISCHENDURCH ALLES SCHIEF, WAS SCHIEFGEHEN KANN. AM ENDE MÜSSEN WIR EINE EMPFINDLICHE 1:3-HEIMNIEDERLAGE GEGEN KALTSCHNÄUZIGE GRAZER HINNEHMEN.

SPIELBERICHT

Unsere jüngste Elf der laufenden Bundesligasaison (Altersschnitt: 22,27 Jahre) brauchte eine Weile, um zu ihrem gewohnten Spiel zu finden. So gab es in den ersten 20 Minuten zunächst überwiegend ein gegenseitiges Abtasten mit leichten Vorteilen für die Grazer, die uns allerdings bis auf einen Friesenbichler-Abschluss aus unmöglichem Winkel an den Außenpfosten (5.) und einen Nemeth-Kopfball (14.) nicht wirklich gefährlich wurden. Unsere neu formierte Viererkette stand kompakt und ermöglichte ihren Vorderleuten auf diese Weise, immer besser ins Spiel zu finden.

Von nun an gab die Marsch-Elf den Ton an und erspielte sich ein klares  Übergewicht mit rund zwei Drittel Ballbesitz und auch den besseren Torchancen. Dem Torerfolg am nächsten kam dabei Albert Vallci mit einem Weitschusskracher an die Stange (35.) bzw. Mergim Berisha direkt im Anschluss, dessen Abstauber leider aufgrund einer Abseitsstellung zurückgepfiffen wurde. Zuvor deuteten bereits Noah Okafor (8., 16.) und Karim Adeyemi (26.) ihre Torgefahr an. Auf der Gegenseite wurden auch die Grazer noch einmal gefährlich. Nach einem Überzahlspiel warf sich Rasmus Kristensen aber mit vollem Einsatz in einen Schuss von Kuen. Zur Pause hieß es damit ungewohnt 0:0.

War die erste Halbzeit noch solide, wurde unsere Mannschaft mit Wiederanpfiff von den Gästen völlig überrumpelt. So erwischte Ljubic uns in der 49. Minute eiskalt, indem er eine Hereingabe aus kürzester Distanz volley zum 1:0 verwertete und damit stürmische Minuten einläutete. Jetzt ging den Blackies nämlich alles auf – und uns nichts. Hinten plötzlich lückenhaft war es Jantscher, der sich dies zunutze machte und nach einer Hierländer-Flanke auf 2:0 stellte (54.), ehe ihm mit einer Kopie dieses Treffers auch noch das 3:0nach Vorlage von Ingolitsch gelang (59.). Ein K.-o.-Schlag binnen weniger als zehn Minuten, wenngleich sich unsere Mannschaft nicht aufgab.

Ein Aufbäumen war erkennbar. So versuchten Rasmus Kristensen (66.), Max Wöber mit einem Kopfball (66.) und Sekou Koita bzw. Andreas Ulmer mit einer Doppelchance (67.) die drohende Niederlage noch abzuwenden, jedoch ohne Erfolg. Erst spät in der Schlussphase gelang Mergim Berisha mit einem sehenswerten Schuss ins Kreuzeck noch der Anschlusstreffer zum 1:3 (86.), der allerdings zu spät kam. Zu mehr sollte es in den Schlussminuten nicht reichen.

STATEMENTS

Jesse Marsch

Heute bin ich enttäuscht. Kompliment an Sturm Graz. Sie haben heute größeren Willen gezeigt, mehr Zweikämpfe gewonnen. Wir dürfen es nie weniger wollen als der Gegner. Hoffentlich können wir heute daraus lernen. Ich hoffe auf eine Reaktion. 

Cican Stankovic:

Es war heute nicht gut genug. Der Trainer hat es in der Halbzeit eigentlich auch angesprochen, dass wir zu viele Zweikämpfe verlieren. Dann nehmen wir uns vor, es besser zu machen, und vergeigen es dann in den ersten fünf Minuten. Wir haben ganz andere Ansprüche. Die Grazer jubeln zu sehen, tut weh. Wir waren heute nicht wir selbst. So wie Sturm gespielt hat, wollten wir spielen.

AUFSTELLUNG

WECHSEL

Ulmer für Vallci (56.), Koita für Adeyemi (56.), Camara für Okafor (56.), Wöber für Ramalho (61.), Sucic für Mwepu (72.)

GELBE KARTE

Camara (65./Unsportlichkeit)

NICHT EINSATZBEREIT

Bernede (Schienbeinbruch), Daka (Oberschenkel), Junuzovic (Muskelprobleme im Oberschenkel) und Masaya Okugawa (Adduktorenschmerzen)

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Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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