ÖGB-Schachner: Nein zur Sonntagsöffnung – Gewerkschaft fordert Respekt für Handelsangestellte

„Im Frühjahr war noch vom Applaus für die Helden der Arbeit die Rede, jetzt aber sollen die Handelsangestellten längere Arbeitszeiten hinnehmen und auch auf ihren Sonntag verzichten“, nimmt der steirische ÖGB-Vorsitzende Horst SCHACHNER zum Vorstoß des WKÖ-Präsidenten Mahrer zur Sonntagsöffnung äußerst kritisch Stellung.

„Es sollte eigentlich unbestritten sein, dass die Beschäftigten im Handel Hervorragendes geleistet haben,“ spricht Schachner die Arbeitsbedingungen in der Krise an, die insbesondere zusätzliche Arbeit, Ansteckungsgefahr und Kinder im Homeschooling mit sich gebracht haben. „Weder hat es dafür einen Coronatausender gegeben noch die Maskenpause und jetzt drohen schon die nächsten Erschwernisse.“ Gerade die Idee, dass dann z. B. viele Erziehungsberechtigte auch noch auf ihre Sonntagsruhe verzichten sollen, verurteilt der Gewerkschaftsvorsitzende. Dies erzeuge zusätzliche Probleme auf der Suche nach einer sonntäglichen Kinderbetreuung und schädige überdies jedes Familienleben.

Klüger wäre es außerdem auch gewesen, das Gespräch mit dem Sozialpartner, insbesondere der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), zu suchen, als Verschlechterungspläne einfach über die Medien zu verlautbaren. „Gerade die Menschen im Handel brauchen ihre Ruhezeiten und ihre Wochenendruhe. Sie leisten gerade in der Krise wirklich Großartiges und verdienen dafür auch den Respekt der Wirtschaft“, so Schachner abschließend.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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