Tödlicher Forstunfall// Schwerer Betrug durch Aktienkäufe. Aktuelle steirische Polizeimeldungen

Sankt Georgen ob Judenburg, Bezirk Murtal. – Ein 57-Jähriger aus dem Bezirk Murtal wurde Mittwochnachmittag, 18. November 2020, im Verlauf von Forstarbeiten von einer herabfallenden Baumkrone am Kopf getroffen und erlitt tödliche Verletzungen.

Die Baumkrone einer gefällten Fichte hatte sich zunächst in einem danebenstehenden Baum verfangen. Gegen 15.20 Uhr löste sich die Baumkrone, fiel zu Boden und traf den 57-Jährigen. Reanimationsversuche durch den anwesenden Sohn verliefen erfolglos. Die eintreffende Notärztin konnte nur mehr den Tod des Mannes feststellen. Die Staatsanwaltschaft Leoben gab den Leichnam zur Beerdigung frei.

Schwerer Betrug durch Aktienkäufe

Eichkögl, Bezirk Südoststeiermark. – Ein 49-Jähriger dürfte bei Aktienkäufen in den letzten Monaten um mehrere Hunderttausend Euro betrogen worden sein.

Der 49-Jährige wurde Anfang August 2020 telefonisch von einer unbekannten Frau kontaktiert, die sich als Mitarbeiterin einer Vermögensverwaltungsfirma ausgab. Diese Unbekannte überredete den 49-Jährigen zum Ankauf von so genannten IPO (Initial Public Offering), das sind vorbörsliche Aktien. Nach weiteren Kontakten über E-Mail und anderen Kommunikationsplattformen kaufte der Mann im Zeitraum von 13. August 2020 bis 3. November 2020 zahlreiche IPO im Gesamtwert von mehreren Hunderttausend Euro. Die Kontaktperson machte dabei einen äußerst kompetenten Eindruck und hatte offenbar ausgezeichnete Fachkenntnisse. Das Geld wurde in mehreren Tranchen auf ein Konto in Großbritannien überwiesen. Seit 16. November 2020 konnte das Opfer keinen Kontakt mehr zu der vermeintlichen Vermögensberaterin bzw. der von ihr angegebenen Firma herstellen.

Tipps der Kriminalprävention:

  • Lassen Sie sich nicht von verlockenden Gewinnaussichten verleiten.
  • Bei telefonischen Angeboten oder Angeboten per E-Mail besondere Vorsicht walten lassen.
  • Lehnen Sie unangekündigte Anrufe im Zusammenhang mit Investitionsmöglichkeiten ab.
  • Holen Sie möglichst viele Informationen über Ihren vermeintlichen Vertragspartner und die angebotenen Produkte ein.
  • Wenden Sie sich bei Investitionen an nachweislich zertifizierte Vermögensberater oder Bankinstitute.
  • Erstatten Sie beim Verdacht auf betrügerische Handlungen die Anzeige bei der Polizei.

Frontalkollision

St. Margarethen an der Raab, Bezirk Weiz. – Bei einem frontalen Zusammenstoß zweier Lastkraftwagen wurden Donnerstagmorgen, 19. November 2020, eine Person tödlich und drei weitere Personen unbestimmten Grades verletzt.

Gegen 09:00 Uhr kam es auf der Feldbacher Straße B68 zwischen den Ortsgebieten St. Margarethen an der Raab und Zöbing zu einem frontalen Zusammenstoß zweier Lastkraftwagen. Die genaue Unfallursache steht nicht fest und ist noch Gegenstand von Ermittlungen. Im Verlauf des Unfalls kam es zu weiteren Kollisionen mit zwei Pkw. Ein Beifahrer eines der beiden beteiligten Lkw erlitt tödliche Verletzungen. Drei weitere Unfallbeteiligte wurden unbestimmten Grades verletzt. Genaue Personendaten stehen derzeit noch nicht fest. Die B68 ist seit dem Unfall zur Gänze gesperrt. Ein Ende der Sperre ist derzeit nicht absehbar.

Zeugenaufruf nach Verkehrsunfall

Graz, Bezirk Lend. – Bereits am 4. November 2020 kam es zu einem Verkehrsunfall, bei dem eine elfjährige Radfahrerin leicht verletzt wurde. Die Polizei sucht nun nach Zeugen des Verkehrsunfalles.

Gegen 07:10 Uhr kam es auf dem Radweg der Keplerstraße Höhe Haus Nr. 5 (Ecke Neubaugasse), auf Höhe des dort befindlichen Schutzweges, zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Radfahrern. Ein 30-jähriger Grazer war mit seinem Fahrrad auf dem Radweg in Richtung Lendplatz unterwegs. Die Elfjährige, ebenfalls aus Graz, fuhr mit ihrem Fahrrad in Richtung Keplerbrücke. Aus unbekannter Ursache kam das Kind zu Sturz und wurde leicht verletzt. Ob es zur Kollision der beiden Radfahrer kam, ist nicht bekannt. Nach der Erstversorgung wurde die Verletzte ins LKH Graz eingeliefert. Der 30-Jährige blieb unverletzt.

Mehrere Fälle ermittelt: Weltanschauliches Motiv ausgeschlossen

Graz. – Wie berichtet, forschten Polizisten einen 19-jährigen Afghanen aus, welcher am 31. Oktober 2020 eine Ordensschwester (76) in einem Linienbus attackiert hatte. Nun konnten ihm drei weitere Fälle von unwillkürlichen Attacken auf Passanten zugeordnet und ein religiös motiviertes Handeln ausgeschlossen werden. Polizisten lieferten den Mann in eine Justizanstalt ein.

Weitere Ermittlungen des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) führten zu dem Ergebnis, dass der 19-Jährige in den Wochen vor seiner Ausforschung drei weitere Passanten auf offener Straße in Graz unwillkürlich attackiert hatte. Dabei schlug oder trat er plötzlich und unerwartet auf die insgesamt vier Personen unabhängig voneinander ein und verletzte diese auch zum Teil. Nach nun durchgeführten Ermittlungen und Vernehmungen kann ein weltanschauliches Motiv ausgeschlossen werden, zudem der Tatverdächtige auch die betroffene Ordensschwester glaubhaft nicht als solche erkannt hatte. Bereits bei seiner ersten Einvernahme gab der Mann an, von mehreren Passanten wüst beschimpft worden zu sein, weshalb er vorerst in eine Krankenanstalt eingewiesen worden war. Streifenpolizisten sowie Kriminalisten des Landeskriminalamtes Steiermark (LKA) hatten den vorerst unbekannten Täter anhand von sichergestelltem Videomaterial aus dem Linienbus wiedererkannt bzw. identifiziert. Beamte der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) forschten seinen Aufenthaltsort nach intensiven Ermittlungen aus und nahmen den polizeilich wegen Suchtmitteldelikten und Körperverletzung bekannten Mann nur zwei Tage nach der Tat fest. Der 19-Jährige wurde nach der nunmehrigen Entlassung aus der Krankenanstalt über Auftrag der Staatsanwaltschaft Graz in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert.

Forstunfall

Frohnleiten, Gemeinde Graz-Umgebung.– Bei Forstarbeiten Donnerstagvormittag, 19. November 2020, wurde ein 30-Jähriger schwer verletzt.

Gegen 08:30 Uhr waren ein 30-jähriger und ein 24-jähriger Forstarbeiter, beide bosnische Staatsangehörige mit Hauptwohnsitz im Bezirk Graz-Umgebung, mit Holzschlägerungsarbeiten beschäftigt. Beim Fällen einer Buche wurde durch den fallenden Baum ein großer Ast eines danebenstehenden Baumes abgerissen. Der herabfallende Ast stürzte auf den 30-Jährigen und traf ihn am Helm und an der rechten Schulter. Der Verletzte wurde vom Roten Kreuz Frohnleiten sowie dem Notarztteam erstversorgt und von Mitgliedern der Bergrettung Mixnitz sowie von der Freiwilligen Feuerwehr Röthelstein aus dem unwegsamen Gelände geborgen. Der 30-Jährige wurde bei dem Unfall schwer verletzt und vom Roten Kreuz in das LKH Graz eingeliefert.

Alpine Notlage

St. Peter ob Judenburg, Bezirk Murtal. – Ein 78-Jähriger wurde Donnerstagvormittag, 19. November 2020, nach einem medizinischen Notfall geborgen und in ein Krankenhaus gebracht.

Gegen 10:30 befand sich der 78-Jährige aus dem Bezirk Murtal mit Familienangehörigen auf einer Wanderung auf der Seetaler Alpe. Zwischen der Hohen Rannach und der Wenzelalpe, im Bereich des Gipfels Ersl-Stand, klagte der 78-Jährige über Unwohlsein, Schwindel und Übelkeit. Ein Angehöriger setzte einen Notruf an die Landeswarnzentrale ab, welche die Rettungskette in Gang setzte.

Am Einsatz waren die Bergrettung Judenburg, der Rettungshubschrauber Christophorus 14 sowie die Alpine Einsatzgruppe der Polizei beteiligt. Der 78-Jährige wurde bis zum Eintreffen der Rettungskräfte von einem zufällig anwesendem Angehörigen des Österreichischen Bundesheeres erstversorgt. 

Der Alpinist, der einen medizinischen Notfall erlitten hatte, wurde in weiterer Folge vom Rettungshubschrauber ins Tal geflogen und in das LKH Murtal, Standort Knittelfeld, eingeliefert.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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