Terra Mater: Wild und Wunderbar – Chinas unbekannte Natur

Mi., 18.11., ab 20:15 Uhr

Die „Terra Mater“-Dokumentation ist eine Entdeckungsreise in die vielfältigen sowie unterschiedlichen Landschaftsräume Chinas, wobei jeder für sich eine spektakuläre, aber oft sehr verborgen lebende Tierwelt beheimatet.
Die unbekannte Welt Chinas
Die futuristische Skyline von Shanghai, die aus der Dunstglocke ragt, wirkt im ersten Moment wie eine mystische Welt. Dort pulsiert eine moderne chinesische Metropole. Von dort aus scheinen Bär und Tiger, die frei durch die Wildnis streifen, ebenso unwirklich und fern wie die zauberhaften Drachen und Wassernixen alter chinesischer Legenden. Doch die unbekannte Tierwelt Chinas existiert und hält viele Überraschungen bereit. Außergewöhnliche und vielfältige Landschaften beheimaten eine Vielzahl von seltenen und besonderen Tierarten, abseits des berühmten Großen Pandas. Schneeleopard, Wildpferd, Alligator, Elefant und Kranich, sie alle gehören zur wilden und wunderbaren Tierwelt Chinas.

Schweinswale statt Wassernixen
Der Jangtse ist der längste Fluss Chinas und der drittlängste Strom der Welt. Der Legende nach ist der Strom das Reich zauberhafter, scheuer Wassernixen – die Realität toppt hier die Legende: Der Fluss birgt eine wertvolle Mini-Population an Glattschweinswalen. Dabei handelt es sich um eine einzigartige Süßwasserart, die ausschließlich im Jangtse in China vorkommt.

Reichlich Bambus für Pandas
Im Norden, im Grenzbereich zu Russland, streifen Tiger auf der Jagd nach Beute durch dichte Waldgebiete. In den Bergregionen im Süden finden sich die letzten wild lebenden Pandas. Üppiger Bambusbewuchs sichert hier das Überleben der Pflanzenfresser. Im Gegensatz zu anderen Bärenarten hält der Große Panda keinen Winterschlaf und benötigt das ganze Jahr über frische Blattnahrung.

Ein gewagter Sprung
Streifengänse sind Zugvögel, die halbjährlich zwischen ihren Brut-und Überwinterungsgebieten hin-und herziehen. Aus Indien fliegen sie in die Bergwelt des tibetischen Hochplateaus, um auf steilen Kliffen ihre Brutnester anzulegen. In den Felsnischen in luftiger Höhe schlüpfen die Küken. Hier sind sie vor Feinden sicher. Aber schon bald steht ihnen ein Abenteuer bevor, das Mut und Selbstvertrauen abverlangt: Um ihren Eltern zu folgen, stürzen sich die Kleinen, die noch nicht fliegen können, über Felsklippen in die Tiefe.

Ausgeklügelte Plünderungstechnik
Im Kronendach einer kleinen Dschungelregion turnen schwarze Schopfgibbons von Ast zu Ast. Der Östliche Schwarze Schopfgibbon ist eine extrem bedrohte Tierart, deren Gesamtpopulation gerade einmal 100 Exemplare umfasst. Auch die Tonkin-Schwarzlanguren sind Kletterkünstler. Auf ihren Streifzügen über zerklüftetes Karstgestein plündern sie gerne die in Felsspalten gut versteckten Nester der Nashornvögel. Dabei arbeiten manche Languren als Team und haben eine ganz besondere Technik entwickelt. Sie bilden eine Art Seilschaft zu den Nestern. Während ein Langur gut verankert in der Felswand sitzt, seilt sich der andere am Schwanz des Partners zu den Vogelnestern ab, um sie zu plündern.

Tibetantilopen und Mandschurenkraniche lieben es, ihre Artgenossen während der Paarungszeit mit einem Tänzchen zu beeindrucken. Alligatoren, die um ein Weibchen werben, vibrieren am ganzen Körper und versuchen mit speziellen Gesängen die Auserwählte zu bezirzen.
Ob im tibetischen Hochland, in der Gobi, in den Sumpflandschaften, den Dschungelregionen oder den Flüssen – überall trifft man auf einzigartige Tierarten, die sich den speziellen Lebensbedingungen bestens angepasst haben.

© Terra Mater Factual Studios / Mark Fletcher Productions / Colorful Nature Film / Xi Zhinong
Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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