Gefährliche Drohung: Festnahme. Aktuelle steirische Polizeimeldungen

Brand in einem Wohnhaus

Weißkirchen in Steiermark, Bezirk Murtal. – Dienstagfrüh, 17. November 2020, brach in einem Wohnhaus ein Brand aus. Verletzt wurde niemand.

Gegen 05:30 Uhr wurde eine 60-jährige Bewohnerin durch ein Knistern aus dem Schlaf gerissen und nahm in der Folge Brandgeruch wahr. Sogleich weckte sie ihren Gatten. Dieser versuchte mit einem Feuerlöscher den im Wohnzimmer ausgebrochenen Brand zu löschen, was jedoch misslang.

Die Feuerwehr Weißkirchen in Steiermark, im Einsatz mit 20 Personen und drei Fahrzeugen, löschte den Brand.

Nach ersten Ermittlungen dürfte ein Schaden von etwa 100.000 Euro entstanden sein.

Wie die Brandursachenermittlung ergab, dürfte der Brand durch einen technischen Defekt des am Stromnetz angeschlossenen Ladegerätes für ein Mobiltelefon entstanden sein.

Kind vernachlässigt

Graz, Bezirk Wetzelsdorf. – Eine 33-Jährige steht im Verdacht, ihre erst elfjährige Tochter vernachlässigt zu haben. Das Mädchen hatte bei durchaus niedrigen Temperaturen mehrere Tage im Freien geschlafen.

Bereits Samstagabend, 14. November 2020, wurden Polizisten in eine Wohnsiedlung gerufen, nachdem ein angeblich vernachlässigtes Mädchen aufgefunden worden war. Nachbarn hatten durch Erzählungen ihrer Kinder bemerkt, dass die Elfjährige tagsüber mit anderen Kindern spielt, nachts jedoch bei niedrigen Temperaturen unter einigen Büschen hinter dem Gebäude im Hof schläft. Couragierte Eltern holten das Mädchen in der Folge zu sich und verständigten die Polizei.

Beamte stellten schließlich ein durchaus verschlossenes Kind fest. Dabei gab die Elfjährige, auch gegenüber weiblichen Polizeibeamten, kaum Antworten. Sie bestätigte jedoch, dass sie bereits seit vorigen Donnerstag (12.11.2020) in einem selbst errichteten Schlafplatz im Gebüsch hinter dem Wohnhaus geschlafen habe und sie nicht zurück nach Hause wolle. Als Polizisten die Mutter (33) mit dem Sachverhalt konfrontierten, zeigte sie sich – nach anfänglichem Leugnen – wissend über diesen Umstand. Dabei rechtfertigte sich die alleinerziehende Mutter von vier minderjährigen Kindern jedoch emotionslos damit, dass ihre Tochter in der Pubertät sei und dies aus eigenem so wollte.

Polizisten brachten die Elfjährige schließlich vorübergehend in eine Polizeiinspektion und verständigten umgehend das Jugendamt, welches das Kind in der Folge übernahm. Gegenständlicher Sachverhalt wurde der Staatsanwaltschaft Graz sowie dem Amt für Jugend und Familie der Stadt Graz angezeigt.

Gefährliche Drohung: Festnahme

Gralla, Bezirk Leibnitz. – Eine 46-Jährige erstattete am 16. November 2020 die Anzeige, dass sie und ihre 21-jährige Tochter seit langer Zeit immer wieder von ihrem 38-jährigen Lebensgefährten gefährlich bedroht und attackiert wurde. Polizisten nahmen den Verdächtigen fest.

Gegen 17.15 Uhr erstattete die Frau in der Polizeiinspektion Leibnitz die Anzeige, dass sie und ihre Tochter von ihrem Lebensgefährten (alle aus dem Bezirk Leibnitz und in einem Haushalt lebend) seit langer Zeit immer wieder gefährlich bedroht, wüst beschimpft, psychisch unter Druck gesetzt und auch physisch attackiert worden wäre. Der 38-Jährige, mehrfach vorbestrafte Verdächtige, wurde mit Unterstützung der Sondereinheit „Sektor-Graz“, über Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz in den frühen Morgenstunden des 17. November festgenommen und zur Polizeiinspektion Leibnitz verbracht. Der Festgenommene, er ist zum Sachverhalt teilgeständig, wird nach Abschluss der Ermittlungen am 18. November 2020 in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert werden.

Tödlicher Sturz

Scheifling, Bezirk Murau. – Ein 45-Jähriger stürzte in den Nachtstunden des 15. November 2020 aus ungeklärter Ursache drei Meter tief in ein Bachbett. Er erlitt tödliche Verletzungen.

Laut derzeitigem Ermittlungsstand dürfte sich der Mann aus dem Bezirk Murau bei einem Anwesen eines Bekannten aufgehalten haben. Gegen 23.30 Uhr verließ er dieses und machte sich alleine auf dem Weg nach Hause. Dabei stürzte er aus derzeit ungeklärter Ursache drei Meter tief in ein Bachbett. Der leblose Mann wurde von engen Angehörigen am 16. November 2020, gegen Mittag, gefunden. Einsatzkräfte (Polizei, Notarzt, Gemeindearzt) konnten nur noch den Tod des Mannes bestätigen. Eine am 17. November 2020 über Anordnung der Staatsanwaltschaft Leoben durchgeführte Obduktion ergab schwere Verletzungen im Bereich des Kopfes und des Oberkörpers. Diese dürfte sich der auf tragischer Weise Verunglückte im Zuge seines Sturzes gegen einen über das Bachbett verlaufenden Betonschweller zugezogen haben. Ein Fremdverschulden wird ausgeschlossen.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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