Lockdown: Geplante Unterstützungsmaßnahmen

Die Regierung hat Unterstützungsmaßnahmen für Handelsbetriebe und „körpernahe“ Dienstleister, die ab 17. November 2020 schließen müssen, beschlossen.
Umsatzersatz für Handel und körpernahe Dienstleistungen: 
Eine  unterschiedliche Ausgestaltung in den unterschiedlichen Bereichen ist angekündigt: Körpernahe Dienstleistungen – also etwa Friseure, Masseure oder Kosmetiker – werden für die Zeit der Schließung 80 Prozent des Umsatzes im Vergleich zum November 2019 ersetzt bekommen.
Der Handel wird differenziert betrachtet. Grundsätzlich werden zwischen 20 und 60 Prozent des Umsatzes erstattet. Jene Bereiche mit verderblicher und stark saisonal bedingter Ware werden zu einem höheren Anteil ersetzt als jene Bereiche, wo die Waren keinen oder kaum Wertminderungen unterliegen und/oder Nachholeffekte zu erwarten sind. Die genauen Listen und Abgrenzungen sind laut Finanzministerium noch in Arbeit. Die Beantragung für den Umsatzersatz auf FinanzOnline ist aufgrund der notwendigen technischen Vorarbeiten derzeit nicht möglich. Wir informieren Sie umgehend, sobald es hier Neuerungen gibt.

Umsatzersatz für Gastronomie und Hotellerie:
Für den Zeitraum der angeordneten Schließung werden den betroffenen österreichischen Unternehmen 80 Prozent ihres Umsatzes ersetzt. Um diesen Umsatzersatz möglichst unkompliziert, unbürokratisch und rasch zu ermöglichen, wird dieser anhand der Steuerdaten, die der Finanzverwaltung vorliegen, automatisch berechnet. Die Beantragung erfolgt über FinanzOnline.

Weitere Infos zum Umsatzersatz für Gastronomie und Hotellerie finden Sie hier >>

Hier finden Sie eine FAQ-Übersicht des BMF zum Umsatzersatz >>

Fixkostenzuschuss:
Für Unternehmen, die von den Maßnahmen nicht direkt betroffen sind, aber aufgrund des Corona-Virus deutliche Umsatzeinbußen zu verzeichnen haben, ist der Fixkostenzuschuss vorgesehen. Für den Fixkostenzuschuss II wurde ein Zwei-Säulen-Modell ausgearbeitet: Laut BMF wird im November ein Fixkostenzuschuss bis 800.000 Euro, abzüglich der bereits erhaltenen Hilfen, verfügbar sein. Darin werden Abschreibungen sowie frustrierte Aufwendungen (z. B. bei Reisebüros) berücksichtigt. Parallel dazu soll es eine Fixkosten-Verlust-Variante mit bis zu drei Millionen Euro für größere Unternehmen geben. Beide Versionen sind in Finalisierung. Auch eine Kombination von Umsatzersatz (für November) und Fixkosten-Zuschuss (für Monate außer November) ist für betroffene Unternehmen für unterschiedliche Zeiträume möglich. 
Hier kommen Sie zum Corona-Infopoint >>
Unterstützung bei Zahlungsschwierigkeiten durch ÖGK:
Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) bietet Unternehmen, die sich in einer schwierigen und mitunter Existenz bedrohenden Situation befinden, weitere Zahlungserleichterungen an. Diese zusätzlich geschaffenen Hilfsmaßnahmen betreffen die Beiträge für die Zeiträume Oktober, November und Dezember 2020. Sie gelten exklusiv für unmittelbar mit einem Betretungsverbot belegte Betriebe. Im Rahmen der bestehenden gesetzlichen Bestimmungen bietet die ÖGK Stundungen und Ratenvereinbarungen an. Anträge können von den betroffenen Betrieben unbürokratisch und formlos gestellt werden.

Hier finden Sie die Details >>
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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