Terra Mater: Fabelhafte Farbenpracht – Die Erde mit ihren bunten Farben

Mi., 11.11., ab 20:15 Uhr

Die Erde ist ein einziges Farbenmeer. Über Waldboden und Meeresgrund, durch Wälder und durch Ozeane: Diese „Terra Mater“-Dokumentation zeigt die bunten Überraschungen des blau-grünen Planeten.
Balz der Paradiesvögel
Die letzten Strahlen des Mondlichts sind der Auftakt zur Balz der Bänder-Paradiesvögel. An ihrem speziellen Balzplatz, dem Lek, versuchen die Männchen die Weibchen ihrer Art zu beeindrucken, indem sie sich mit viel Schwung in die Luft werfen. An jedem ihrer Flügel findet sich einzelne verlängerte weiße Federn, die man auch bei sehr wenig Licht sehen kann. Sobald die Sonne aufgeht, ändern sie ihre Taktik und nutzen die einfallenden Lichtstrahlen, um ihr schillerndes Gefieder zu zeigen. 

Die Kolibris erwachen
Die aufgehende Sonne bringt nicht nur Licht, sie bringt auch Wärme, von der etwa Kolibris profitieren. Herzschlag und Atmung werden für die Ruhephase in der Nacht auf ein Minimum heruntergefahren, um Energie zu sparen. Wärme erweckt die kleinen Vögel wieder aus ihrem nächtlichen Torpor, wie diese Ruhephase auch genannt wird. Bei den Kolibrimännchen gilt: je bunter, desto besser. Wie die Bänder-Paradiesvögeln wollen auch sie ein Weibchen beeindrucken. Nahe dem Nest haben die Männchen aber nichts zu suchen. Sie würden mit ihrem schillernden Gefieder nur Feinde in die Nähe des Weibchens locken. Um weniger aufzufallen, tragen die Weibchen Federn in gedeckteren Farben. Mit viel Liebe zum Detail hat die Kolibrimutter ein filigranes Nest aus Spinnenseide gebaut, in dem winzige Eier sicher bis zu ihrem Schlüpftag ruhen.

Der Blaue Planet
„Blauer Planet“ wird die Erde oft genannt. Das Blau der Meere ist allerdings nichts anderes als eine Reflektion des Sonnenlichts. Hier tummeln sich am Meeresgrund und in den Riffen Meeresbewohner in den abenteuerlichsten Formen und Farben. Oktopusse sind perfekte Tarnkünstler, Rotfeuerfische machen ihrem Namen alle Ehre, Mantas fegen über die Riffe auf der Jagd nach Sardinen hinweg. In diesem Meer aus Blau tobt das farbenprächtige Leben und wirkt mit seinen prächtigen Gestalten nahezu betörend.

Auch wenn man die Untiefen der Meere verlässt, die Meeresbewohner lässt man nicht so rasch hinter sich. Kaum ist Ebbe, wimmelt es in den schlammigen Mangrovensümpfen von Massen an Winkerkrabben, die ihren unterirdischen Bau verlassen und an die sandige Oberfläche kommen. Immer auf der Suche nach Nahrung oder einem Partner ziehen sie mit ihren bunt gefärbten Scheren die Blicke aller auf sich – auch jene der Javeraneraffen und Bartschweine, für die die kleinen Schalentiere einen schmackhaften Snack darstellen. Die Leckerbissen sind allerdings sehr wehrhaft und Feinde werden schnell in die Flucht geschlagen.

Durchsichtige Schmetterlinge
Manchmal ist aber auch das Gegenteil von bunt ein echter Hingucker: Glasflügelfalter flattern mit filigranen Flügeln durch die Welt, die fast durchsichtig sind. Das Flügelmaterial der Falter absorbiert, streut und reflektiert nur wenig sichtbares Licht. Das macht ihre Flügel auf einzigartige Weise durchsichtig. Fressfeinde wie Vögel brauchen ein scharfes Sehvermögen, um die kleinen Falter überhaupt zu entdecken.
Weitaus bekannter sind allerdings Schmetterlinge in den buntesten und abwechslungsreichsten Farbkombinationen und -schattierungen. Manche ihre Farbschuppen sind pigmentiert, andere sind feine, transparente Kristalle, die das einfallende Licht aus den verschiedenen Winkeln brechen.
Nicht nur Schmetterlinge in ihrem Erwachsenenstadium, auch ihre Raupen kommen bereits in allen Farben und Formen auf ihren kleinen Beinchen daher gewackelt. Gestreift, gepunktet, glatt oder mit auffälligen Borsten versehen, es gibt sie in allen Farben des Regenbogens.

Leuchtende Gipfel
Doch nicht nur die Tierwelt, auch die Narut hat einiges zu bieten. Die Gipfel der amerikanischen Badlands leuchten im Sonnenlicht in abenteuerlichen Farben dank der aus unterschiedlichen Elementen bestehenden Gesteinsschichten und auch die peruanischen Regenbogenberge sind sehr beeindruckend. Yellowstones Geysire weisen ebenfalls eine überwältigende Farbenpracht auf. Treffen Sonnenstrahlen auf Wasserfälle, zeigen sich magische Regenbögen und Bakterien können ganze Gewässer einfärben.

Ein männlicher Veilchenohr-Kolibri schillert in den prächtigsten Farben.
Fotorechte: © Terra Mater Factual Studios / Mike Potts
Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


error: (c) arf.at