RAPID – Red Bull Salzburg: PUNKTETEILUNG IM KLASSIKER

TORSCHÜTZEN: KNASMÜLLNER (85.) BZW. KOITA (26.)

Spielbericht: FC RED BULL SALZBURG

Fotos: Red Bull/GEPA Pictures

Trotz langer Feldüberlegenheit müssen unsere Burschen in einem würdigen Spitzenspiel einen späten Ausgleichstreffer hinnehmen, bleiben dank eines 1:1-Remis aber in dieser Bundesliga-Saison weiterhin ungeschlagen.

SPIELBERICHT

Zurück am Ort des Geschehens vom 7:2-Sieg im Endspurt der letzten Saison sollte es diesmal wie erwartet enger zugehen. Rapid traute es sich als eine der wenigen Mannschaften in der Bundesliga gegen uns zu, hoch zu pressen, und hielt unsere Offensive damit zunächst mit Erfolg weg vom eigenen Tor, während Knasmüllner für die Grün-Weißen in Minute 11 den ersten Torschuss abgab, aber Stankovic vor keine Probleme stellen konnte. Insgesamt bot sich eine ausgeglichene Anfangsphase mit wenig gelungenen Aktionen auf beiden Seiten, ehe die Marsch-Elf zunehmend den Druck erhöhte.

So kam Mergim Berisha zwei Mal nach wunderbar vertikal vorgetragenen Angriffen zu besten Möglichkeiten, blieb vor dem Tor jedoch glücklos (23., 25.). Sturmpartner Sekou Koita machte es dafür nur Augenblicke später besser und erzielte in der 26. Minute das 1:0. Eine herrliche Flanke aus dem Halbfeld von Albert Vallci legte Dominik Szoboszlai mustergültig ab – der Abschluss für unseren malischen Sturmtank war nur noch Formsache.

Die Partie war nun fest in unserer Hand, was auch beinahe gleich zum zweiten Tor geführt hätte. Mergim Berisha scheiterte jedoch mit seiner dritten Möglichkeit am starken Paul Gartler, der die Wiener zur Pause vor einem höheren Rückstand bewahrte (35.).

Die Tonart blieb zu Beginn der zweiten Hälfte dieselbe. Man konnte den Eindruck gewinnen, es wäre heute ein interner Wettbewerb ausgerufen worden, wer die schönsten Pässe in die Schnittstelle spielen kann. Immer wieder setzten Dominik Szoboszlai & Co. ihre Mitspieler zum Zungeschnalzen in Szene, einzig Paul Gartler verhinderte die Veredelung dieser Aktionen. Dabei kamen unsere Burschen fast schon im Minutentakt vor sein Tor. Sekou Koita (50.), Andre Ramalho (52., 55.) sowie Max Wöber (62.) hatten die besten Chancen, auf 2:0 zu erhöhen, hielten die Wiener aber im Spiel, die sich plötzlich zurückmeldeten.

So musste Cican Stankovic zunächst beweisen, dass er dem gegnerischen Schlussmann um nichts nachstand, und Abschlüsse von Kara (62.) und Demir (63.) vereiteln. Der Druck von Rapid hatte allerdings Bestand, zumal es Masaya Okugawa zum Anbruch der Schlussphase verabsäumte, alles klarzumachen (74.). Und so fiel letztlich doch noch der Ausgleich. Nachdem Cican Stankovic zunächst noch mit einer Riesentat gegen Kara gerettet hatte (83.), war er zwei Minuten später machtlos. Die Hausherren spielten eine Überzahlsituation eiskalt zu Ende und stellten in Person von Knasmüllner auf 1:1 (85.). Die Folge waren hektische Schlussminuten, die beide Teams aber ohne Gegentreffer überstanden, sodass es beim 1:1-Endstand blieb.

STATEMENTS

Jesse Marsch

Die erste Halbzeit war stark. Die Chance aufs 2:0 war da, in vielen Momenten. Wenn wir den zweiten Treffer erzielen, geht es anders aus. Stattdessen kommt der Gegner immer besser rein und wir kassieren durch einen Fehler das 1:1. Es ist aber kein schlechtes Ergebnis. Das Niveau in diesem Spiel war sehr, sehr hoch. Das war eines der besten Spiele in meiner Zeit hier. Kompliment an Rapid. 

Max Wöber:

Von der ersten bis zur letzten Minute haben alle 100 Prozent gegeben. Bei dem Spielplan laufen mittlerweile alle am Limit, das hat man vor allem gegen Ende hin gemerkt. Es war ein stetiges Hin und Her. Wir haben unsere Möglichkeiten leider nicht genutzt und durch einen individuellen Fehler das 1:0 bekommen, das passiert. Es war eine ausgeglichene Partie, das 1:1 geht daher in Ordnung.

Zlatko Junuzovic:

Es war ein intensives, kampfbetontes Spiel. Das Ergebnis ist bitter und enttäuschend gerade, weil mehr möglich war. Rapid hat aber eine sehr engagierte Leistung gezeigt und sich den Punkt erkämpft, das muss man anerkennen. An dieser Stelle will ich Dejan Ljubicic gute Besserung wünschen. Es war sehr unglücklich, ich hoffe, es ist nichts Schlimmeres.

AUFSTELLUNG

WECHSEL

Okugawa für Okafor (68.), Ashimeru für Junuzovic (68.), Adeyemi für Koita (74.), Kristensen für Vallci (90.+3)

GELBE KARTEN

Okafor (34./Unsportlichkeit), Ashimeru (88./Foul), Vallci (90./Foul)

NICHT EINSATZBEREIT

Bernede (Schienbeinbruch), Daka (Oberschenkel), Camara (muskuläre Probleme)

Tabelle

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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