Falldatenerhebung bei Corona-Verdachtspersonen: Steiermark nimmt neues digitales Contact Tracing in Betrieb: Steirerinnen und Steirer können über Website-Zugang Arbeit der Behörden aktiv unterstützen

Graz/Wien (6. November 2020).- Als erstes Bundesland hat die Steiermark im Zuge der Bekämpfung der Corona-Pandemie seit dem Wochenende die automatische Schnittstelle zum Falldatenerhebungs-Tool der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) in Betrieb genommen: Personen, die über die Gesundheits-Hotline 1450 als Verdachtsfall einen Termin für einen Corona-Test bekommen, erhalten per SMS auch einen TAN-Code, der den Zugang zu einer eigenen Website des Gesundheitsministeriums ermöglicht. Dort kann die Verdachtsperson selbstständig ein Erhebungsformular ausfüllen. Abgefragt werden in dem Formular Daten zum Verdachtsfall sowie den eventuellen Kontaktpersonen. Im Idealfall stehen der Gesundheitsbehörde damit bereits zum Zeitpunkt eines positiven Testergebnisses alle Daten für weitere Maßnahmen rund um den bestätigten Infektionsfall zur Verfügung. Sollte das Testergebnis negativ sein, werden die Daten wieder gelöscht.

„Ein funktionierendes Contact-Tracing ist ein wesentliches Erfolgsmerkmal im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Mit diesem neuen Instrument stärken wir das Contact-Tracing in der Steiermark, beschleunigen die Kontaktpersonenerhebung und entlasten die Behörden“, unterstreicht Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß und betont weiter, dass „wir damit den Steirerinnen und Steirern durch ihre eigene Initiative ermöglichen, aktiv zur Abarbeitung des eigenen Falles beizutragen. Für die betroffenen Personen geht damit auch eine schnellere Klärung und Information des eigenen Umfelds einher“.

„Im Namen aller, seit Beginn der Corona-Pandemie außerordentlich geforderten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der steirischen Gesundheitsbehörden appelliere ich an die Steirerinnen und Steirer, dieses Angebot im Falle einer Testung als Verdachtsfall zu nutzen und aktiv mitzuhelfen“, so Bogner-Strauß abschließend. Durch die aktive Mitarbeit der Bürgerinnen und Bürger kann der aktuell hohe administrative Aufwand in der Falldatenerhebung reduziert werden.

Seitens der AGES wird ebenfalls hervorgehoben, dass durch die frühzeitige Verwendung des „Contact-Tracing-Tools“ die Kontaktnachverfolgung viel effizienter und schneller erfolgen kann. Das einfach und übersichtlich gestaltete „Contact-Tracing-Tool“ erhöht auch die Genauigkeit der Angaben und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie.

Das neue System wurde in den vergangenen Tagen im Echtbetrieb getestet, nach der Bewältigung letzter technischer Probleme ist es ab sofort in Vollbetrieb. Bereits die Erfahrungen der ersten Tage haben gezeigt, dass eine sehr große Zahl von Bürgerinnen und Bürgern bereit ist, auf diesem Weg die Arbeit der Gesundheitsbehörden zu unterstützen.

Graz, am 6. November 2020

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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