„Terra Mater“ zeigt spektakuläre Aufnahmen unserer Alpen

Terra Mater: Die Alpen – Sommerfreuden, Mi., 09.12., ab 20:15 Uhr auf ServusTV

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(c) TerraMaterFactualStudios / WildNatureFilm

Die Alpen – acht Länder verbindend, über 1200 Kilometer sich quer durch Europa erstreckend und über 4000 Meter hoch. Sie sind die verbindende Brücke zwischen dem Westen und dem Osten Europas, aber zugleich hochaufragende Barriere zwischen mediterranem Süden und arktischem Norden. Als gewaltiger Wasserspeicher und kontinentale Wasserscheide speisen sie unzählige Flüsse, die in drei verschiedene Ozeane münden. Und sie sind die Heimat einer ganz speziellen Tier- und Pflanzenwelt.

Die Natur erwacht
Die erste Folge der zweiteiligen Dokumentation widmet sich der warmen Jahreszeit. Mit der beginnenden Schneeschmelze Anfang Juni lugen die ersten Murmeltiere aus ihren Bauen. Nach acht langen Monaten Winterruhe ist viel Bewegung und kräftige Nahrung gefragt, doch Vorsicht ist hier geboten – denn Steinadler sind ebenso hungrig und nie weit. Warmer Frühlingsföhn frisst nun zusehends alten Schnee von den Grasmatten. Auf diesen Moment scheinen Millionen Krokusse und andere Frühlingsboten nur gewartet zu haben: Farbenfrohe Blütenteppiche ersetzen nun monotone Firnfelder.

Frühling und Sommer sind die Zeit der Partnersuche, der Balz, der üppigen Nahrung, der Geburten und der Aufzucht der Jungtiere. In den Alpen ist die Sommersaison höchstens vier Monate lang und deshalb für die meisten Wildtiere extrem stressreich: ob Steinbock, Rotwild, Gämse, Murmeltier, Steinadler, Schneehuhn, Schneehase, Luchs, Wolf und Bär – sie alle müssen sich auf ihre spezielle Art und Weise an die Herausforderungen eines kurzen alpinen Sommers anpassen.

100.000 Höhenmeter für beeindruckende Aufnahmen
Vor besonderen Herausforderungen stand auch das Drehteam der Dokumentation: In insgesamt vierjähriger Produktionszeit wurden gut 100.000 Höhenmeter zu Fuß im extrem steilen, unwegsamen Gelände bewältigt, meist mit 30 bis 60 Kilogramm Equipment am Rücken. Vereiste Rinnen, ausgesetzte Hänge und Gletscherspalten galt es mit Steigeisen zu bezwingen, um an die besten Drehplätze zu gelangen. Tage- und nächtelang harrte Regisseur und Kameramann Otmar Penker im Tarnzelt aus, um beispielsweise die dynamische Hirschbrunft auf den Hochweiden zu dokumentieren oder eine Braunbärenfamilie bei der gemeinsamen Mahlzeit zu filmen. Ein enormer Aufwand, der mit umso spektakuläreren Bildern belohnt wurde.

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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