Die neuen Maßnahmen der Bundesregierung zur Bekämpfung der Pandemie

Die Österreichische Bundesregierung hat heute (31.10.) in einer Pressekonferenz verkündet, welche Maßnahmen ab 3.11. (0 Uhr) in Österreich für 4 Wochen gelten. Es sind tiefe Einschnitte für das Privatleben und das öffentliche Leben damit verbunden:

Die geplanten Bestimmungen im Überblick

Salzburger Landeskorrespondenz, 31. Oktober 2020

(LK)  Aufgrund der stark steigenden Corona-Virus-Infektionszahlen verschärft die Bundesregierung ab Gültigkeit 3. November, 0.00 Uhr die Maßnahmen. Geregelt werden darin unter anderem Maßnahmen in Handel, Verkehr, Bildung, Gesundheit, Arbeitsmarkt, Gastronomie sowie im Sport bis zum 30. November. Die Ausgangsbeschränkungen mit Ausnahmen wird voraussichtlich bis 12. November 24 Uhr gelten. Landeshauptmann Wilfried Haslauer in einer ersten Reaktion: „Ein schwieriger, aber unvermeidbarer Schritt, den Salzburg mitgeht.“

Nächtliche Ausgangsbeschränkung

Einer der Hauptpunkte der Maßnahmen erlaubt das Verlassen des privaten Wohnbereichs zwischen 20 und 6 Uhr nur unter folgenden Bedingungen:

  • Abwendung einer unmittelbaren Gefahr für Leib, Leben und Eigentum
  • Betreuung von und Hilfeleistung für unterstützungsbedürftige Personen sowie Ausübung familiärer Rechte und Erfüllung familiärer Pflichten
  • Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse des täglichen Lebens
  • Berufliche Zwecke und Ausbildungszwecke, sofern erforderlich
  • Aufenthalt im Freien zur körperlichen und psychischen Erholung (zum Beispiel Spazieren gehen, Joggen, Gassi gehen)

Die Maßnahmen zum Verlassen des privaten Wohnbereichs gelten vorerst von 3. November 00.00 Uhr bis 12. November, 24 Uhr.

Mindestabstand und MNS im öffentlichen, geschlossenen Raum

An öffentlichen Orten gilt ein Mindestabstand von einem Meter gegenüber haushaltsfremden Personen. In öffentlichen, geschlossenen Räumen ist zudem ein Mund-Nasen-Schutz (MNS) vorgeschrieben. In den öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Mindestabstand einzuhalten, wenn dies möglich ist. Mund-Nasen-Schutz ist verpflichtend.

Handel bleibt offen

Der Handel wird weiter offen bleiben, allerdings wieder mit einer Obergrenze der Kundinnen und Kunden, die sich nach der Größe des Geschäftes richtet. Pro Kunde müssen 10 Quadratmeter zur Verfügung stehen.

Home Office empfohlen

Auch am Arbeitsplatz müssen Maßnahmen ergriffen werden, Home Office wird dringend empfohlen, wo möglich. Ist dies nicht möglich, muss am Arbeitsplatz der Abstand eingehalten werden und weitere Hygienemaßnahmen umgesetzt werden.

Schulen und Kindergärten bleiben großteils offen

Kindergärten, Volksschulen und Unterstufen sowie Polytechnische Schulen und Sonderschulen bleiben offen. Die Oberstufen, Fachhochschulen und Unis stellen aus derzeitiger Sicht auf Distance-Learning um. Hier werden die Details mit dem Bildungsministerium noch ausgearbeitet.

Gastronomie und Beherbergung

Gastronomiebetriebe dürfen zwischen 6 und 20 Uhr nur Speisen und Getränke zur Abholung anbieten. Beherbung ist nicht möglich, außer für berufliche Zwecke.

Freizeit, Sport und Kultur

Freizeit- und Kulturbetriebe bleiben geschlossen, ausgenommen sind Bibliotheken. Veranstaltungen sind untersagt, davon ausgenommen sind berufliche Zusammenkünfte und Demonstrationen wenn die Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Profi-Sportveranstaltungen können ohne Publikum stattfinden.

LH Schützenhöfer und LH-Stv. Lang begrüßen einheitliche COVID-Maßnahmen 
Steirische Regierungsspitze: „Es war Zeit für einen bundesweiten Schulterschluss!“

Graz (31. Oktober 2020).- Die heute von der Bundesregierung präsentierten COVID-Maßnahmen stoßen bei der steirischen Regierungsspitze auf Zustimmung. „Es war Zeit, dass der Bund einheitliche Maßnahmen setzt.
Wir haben immer wieder ein gemeinsames Vorgehen gefordert und sind froh, dass nun alle an einem Strang ziehen“, so Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und Landeshauptmann-Stv. Anton Lang.Die neuen Maßnahmen seien konsequent, teilweise hart, aber leider notwendig. „Wenn wir jetzt alle zusammenhalten, durchhalten und Abstand halten, sind wir zuversichtlich, dass wir das Virus eindämmen können. Es liegt an jeder und jedem Einzelnen“, so Schützenhöfer und Lang.
Gemeinsam hoffe man, dass die nun beschlossenen Maßnahmen gepaart mit erhöhter Disziplin aller Mitbürger spätestens für Dezember eine deutliche und hoffentlich nachhaltige Entlastung des Infektionsgeschehens erwirken.
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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