Wirtschaftskammer-Präsident Herk klar gegen zweiten Corona-Lockdown

Bei schärferen Maßnahmen brauchen betroffene Betriebe maximale Entschädigung

„Ein weiterer Lockdown muss verhindert werden, dieser hätte katastrophale Folgen für unsere Wirtschaft. Es geht jetzt um die wirtschaftliche Stabilität unseres Landes und hunderttausende Arbeitsplätze“, so Herk. 

Die zweite Welle der Corona-Pandemie rollt auf Österreich zu. Jeder ist sich bewusst, dass Österreich – wie seine Nachbarländer auch – weitere Maßnahmen setzen muss, um diese Welle rasch und nachhaltig zu brechen. Im Gegensatz zur ersten Welle kann die Wirtschaft auf viel Erfahrung bei der Bekämpfung des Coronavirus zurückgreifen, die jetzt hilfreich ist. Dadurch können jetzt viel gezielter wirksame Maßnahmen gesetzt werden. Oberstes Ziel ist es, gemeinsam Maßnahmen mit Augenmaß zu finden. „Unsere Wirtschaft muss in diesem krisengebeutelten Jahr maximal weiterlaufen. Alles andere hätte eine massive Pleitewelle und unzählige Jobverluste zur Folge. Es gilt eine Balance zwischen gesundheitlicher Verantwortung und wirtschaftlicher Vernunft zu finden“, so Herk. 

Die heimischen Betriebe haben durch umfassende Präventionskonzepte in den letzten Monaten gezeigt, dass ein Fortführen der Wirtschaft unter Einhaltung der Gesundheitsmaßnahmen gelingen kann. Zeitgleich lassen sich der Großteil der Ansteckungen auf den privaten Bereich zurückführen. Demnach wäre es ratsamer soziale Kontakte zu reduzieren, anstatt die Wirtschaft zu bestrafen. Auch für die Veranstaltungs-Branche muss endlich der Schutzschirm auf den Tisch, damit sie durch den Winter kommt: „Es ist keine Frage ob Betriebe entschädigt werden, sondern wie“, so Herk. 

„Unsere Betriebe haben in den letzten Monaten vorbildlich gezeigt, wie gesundheitliche Verantwortung und ein Weiterführen der Wirtschaft möglich ist. Sollten aus virologischer Sicht dennoch weitere Maßnahmen nötig sein, brauchen unsere Betriebe maximale und unbürokratische Soforthilfe“, so Herk.  

Halbierung der Quarantäne notwendig 

„Eine Halbierung der Quarantäne auf fünf Tage muss unbedingt geprüft werden. Bereits jetzt berichten uns Betriebe vom Ausfall ganzer Abteilungen aufgrund von Verdachtspersonen. Mit wachsender Anzahl steigt natürlich auch die Zahl jener, die sich 10 Tage in Quarantäne begeben müssen. Das ist viel zu lange“, unterstreicht Herk abschließend die Forderung der Wirtschaft nach einer kürzeren Quarantäne.

Fotohinweis:Josef Herk © Markus Jöbstl

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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