Dämmerungseinbrüche haben Saison

Wenn die Tage kürzer werden und die Dunkelheit auch wegen der Zeitumstellung früher hereinbricht, steigt das Risiko für Dämmerungseinbrüche.

Dies konnte bereits am vergangenen langen Wochenende durch die steirische Polizei festgestellt werden. Es kam zum Beispiel zu einem Einbruchsdiebstahl in ein Wohnhaus im Bezirk Graz-Umgebung, wobei Schmuck und Bargeld in der Höhe von mehreren tausend Euro gestohlen wurden. Der Täter gelangte in die Wohnräumlichkeiten, indem er ein Kellerfenster aufbrach. Beim Objekt handelt es sich um ein Einfamilienhaus mit Büro im Erdgeschoss, welches direkt an die Hauptstraße angrenzt.

Auch im Stadtgebiet von Graz kam es zu mehreren Einbruchsdiebstählen in Wohnobjekte und auch in ein Vereinslokal.

Die Polizei geht daher mit Maßnahmen dagegen vor und warnt vor möglichen Gefahren.

Kriminelle nutzen die früher einbrechende Dunkelheit aus, um sich Zugang zu Häuser und Wohnungen zu verschaffen – besonders dann, wenn keine Sicherheitsmaßnahmen vorhanden sind oder Zeichen der Abwesenheit sichtbar sind.

Die Einbrüche passieren häufig zwischen 16 und 21 Uhr, zumeist freitags oder samstags, wenn die Täter annehmen, dass niemand zu Hause ist.

Melden Sie Auffälligkeiten

Einen wichtigen Faktor zur Bekämpfung der Dämmerungseinbrüche stellt die Aufmerksamkeit der Bevölkerung dar. Bei auftretenden Unregelmäßigkeiten in der Umgebung oder verdächtigen Wahrnehmungen sollte immer umgehend die Polizei in Kenntnis gesetzt werden. Durch rasche und vor allem zeitnahe Meldungen kann den Tätern präventiv entgegengewirkt werden.

Tipps der Polizei

• Fenster schließen und Terrassen- und Balkontüren versperren, auch wenn man nur kurz weggeht.

• Zeitschaltuhren und Bewegungsmelder für die Innen- und Außenbeleuchtung verwenden.

• Durch eine gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe können Einbrüche verhindert werden.

• Verdächtiges der Polizei melden.

• „Einstiegshilfen“ wie Leitern oder Sessel, die Einbrecher leicht nützen können, um in das Objekt zu gelangen, unbedingt wegräumen.

• Sichtschutz vermeiden, der dem Täter ein ungestörtes Einbrechen ermöglicht.

• Terrassentüren sichern und nur hochwertige Schlösser und Schließzylinder einbauen lassen.

Tipps bei anwesendem Täter

• Den Eindruck erwecken, dass man nicht allein ist, indem man einen Namen ruft – zum Beispiel: „Helmut, hörst Du das?“

• Licht aufdrehen.

• Dem Täter die Flucht ermöglichen, sich ihm NICHT in den Weg stellen.

•Sich möglichst viele Details vom Erscheinungsbild des Täters einprägen.

• Die Polizei unter 133 rufen und bekannt geben, wie viele Täter es waren und in welche Richtung sie geflüchtet sind. Halten Sie die telefonische Verbindung mit der Polizei.

Nach dem Einbruch

• Ruhe bewahren und die Polizei unter 133 anrufen. Telefonische Verbindung mit der Polizei halten und den Instruktionen folgen.

• Verändern Sie nichts und berühren Sie keine Gegenstände.

Die kriminalpolizeiliche Beratung ist kostenlos. Weitere Tipps und Hinweise, wie Sie Ihr Eigentum schützen können, erhalten Sie im Internet unter https://bundeskriminalamt.at/202/Eigentum_schuetzen/start.aspx.

oder auf jeder Polizeidienstelle.

Landespolizeidirektion Steiermark

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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