Der steirische Weg der Kunststoffabfall-Sammlung zeigt wie´s geht!

Sammelquote von 84% ist schon heute durch Bürgerbeteiligung, innovative Lösungen und bequeme Hol-Service erfüllt. Wirtschaftsbund fordert faktenbasierte Diskussion in Österreich über die Erreichung der EU-Ziele. Wirtschaftsstandort darf nicht zusätzlich belastet werden.

Die Steiermark zählt europaweit zu den Spitzenreitern in der Mülltrennung und zu den Pionieren in der Recycling- und Ressourcenwirtschaft. In der aktuellen Kunststoff-Abfall-Diskussion setzt die Steiermark auf die enge Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern. Das Bekenntnis zum Klimaschutz erfordert ein Bekenntnis zur Einbindung der Steirerinnen und Steirer, denn nur gemeinsam können Klimaziele und Sammelquoten erreicht werden.

Steiermark schon heute im Spitzenfeld

Wir begrüßen das Bekenntnis der Umweltministerin, bei PET-Flaschen die von der EU vorgegebene Sammelquote von 90% bis zum Jahr 2029 zu erreichen. Steiermarkweit beträgt diese bereits 84%. Allein in Grazer Haushalten und Betrieben fallen täglich 15000 kg Kunststoffabfälle an, die in 14 verschiedene Fraktionen sortiert werden. Wichtig ist eine faktenbasierte Debatte zu diesem sensiblen Thema. 

Steirische Innovation ermöglicht 90% Sammelquote

Die in den steirischen Sortieranlagen täglich anfallenden Kunststoffmengen sind der Beweis, dass die Kunststoff-Sammlung in der Steiermark durch den ständigen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern sehr gut funktioniert. „Durch kontinuierliche Informationsarbeit in Kombination mit einer Intensivierung der Sammlung durch den „gelben Sack“ und die „gelbe Tonne“ in Haushalten und öffentlichen Plätzen, sowie durch innovative Lösungen, wie z.B. der digitalen Waste Intelligence made in Styria sind die fehlenden 6% zu schaffen“, zeigt sich die Obfrau der Fachgruppe Entsorgungs- und Ressourcenmanagement Daniela Müller-Mezin zuversichtlich. Damit würde die Sammlung durch die Bürger bequem, einfach und ohne zusätzliche Kosten bestehen bleiben. „Die Wien-Wahl ist geschlagen, nun richtet sich unser Appell an BM Gewessler, sich ernsthaft mit allen Beteiligten auseinanderzusetzen und auch Wien in die Pflicht zu nehmen“, betont Wirtschaftsbundobmann Präsident Josef Herk.

Steiermark und Graz sind Vorbilder

Die Steiermark ist längst auf einem guten und zukunftsweisenden Weg, um die EU-Ziele 2030 gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zu erreichen. Selbstverständlich begrüßen wir die Bemühungen zur Verpflichtung nur 100% recyclingfähige Verpackung und den verstärkten Einsatz von recycelten Kunststoffen für neue Produkte einzusetzen. „Der steirische Weg kann Vorbild sein, denn gemeinsam schaffen wir schon jetzt eine Sammelquote von 84% und Graz zeigt, dass es auch in einem Ballungsraum gut funktionieren kann“, so der für die Ressourcenwirtschaft zuständige Landesrat Johann Seitinger abschließend.

Bildtext: Täglich werden 15 Tonnen Kunststoffabfälle in der High-Tech-Anlage in Graz sortiert. Bisher beträgt die steiermarkweite Sammelquote schon beachtliche 84 %. (v.l.n.r. KommR Hans Roth, Dachverbandsobmann der steirischen Abfallwirtschaftsverbände Bgm. Ing. Mag. Wolfgang Neubauer, WK Präsident Ing. Josef Herk, LR Hans Seitinger, Fachgruppenobfrau KommR Daniela Müller-Mezin)

©Wirtschaftsbund

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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