Flüchtender Handtaschendieb von Pkw erfasst. Aktuelle steirische Polizeimeldungen

Graz, Innere Stadt. – Am Nachmittag des 12. Oktober 2020 stahl ein 19-Jähriger die Handtasche einer 16-Jährigen. Der Verdächtige flüchtete und wurde frontal von einem Pkw erfasst.

Der 19-jährige Grazer stahl gegen 16.30 Uhr im Joanneumsviertel einer in Graz wohnhaften 16-jährigen Polin deren Handtasche. Passanten beobachteten den Diebstahl und versuchten den Verdächtigen anzuhalten. Dieser floh jedoch über die Neutorgasse in Richtung Westen. Als er die Fahrbahn überquerte, wurde er frontal von einem Pkw erfasst, niedergestoßen und unbestimmten Grades verletzt. Der 19-Jährige gab trotz dieser Verletzungen nicht auf und versuchte seine Flucht fortzusetzen. Passanten verhinderten dies und übergaben den Verdächtigen der Polizei.

Die gestohlene Handtasche wurde an Ort und Stelle dem 16-jährigen Opfer ausgefolgt. Der verletzte Verdächtige wurde von der Rettung in das Krankenhaus gebracht. In der Neutorgasse kam es während des Einsatzes zu kurzfristigen Behinderungen für den Fahrzeugverkehr.

Dachstuhlbrand

Sankt Marein bei Graz, Bezirk Graz-Umgebung. – Montagmittag, 12. Oktober 2020, brach im Dachstuhl eines Einfamilienhauses ein Brand aus. Verletzt wurde niemand.

Gegen 10:45 Uhr kam es bei Küchensanierungsarbeiten im Obergeschoss eines Einfamilienhauses zu einem Dachstuhlbrand. Dabei dürfte das Dämmmaterial, welches im Dachstuhl verbaut war, mit einer Lötlampe in Brand gesetzt worden sein.

Die Feuerwehren Krumegg, Langegg, Petersdorf 2, St. Marein bei Graz und Laßnitzhöhe, im Einsatz mit 38 Personen und fünf Fahrzeugen, löschten den Brand.

Es dürfte ein Schaden von mehreren Zehntausend Euro entstanden sein.

Nachtrag zur Presseaussendung Nr. 7 vom 15. Februar 2020: Ladendiebstähle geklärt

Weitere Tatverdächtige ausgeforscht

Judenburg, Bezirk Murtal. – Wie berichtet, nahmen Polizisten bereits Mitte Februar 2020 zwei Tatverdächtige nach einem Ladendiebstahl fest. Sie standen im Verdacht, gewerbsmäßig Werkzeuge aus Baumärkten in drei Bundesländern gestohlen zu haben. Nun forschten Ermittler weitere Tatorte und 41 weitere Tatverdächtige aus.

Die beiden zum damaligen Zeitpunkt 32 und 25 Jahre alten Georgier aus Kärnten waren am 13. Februar 2020 im Rahmen einer Fahndung von Beamten der Autobahnpolizei Gleinalm auf der Flucht im Bereich der Murtaler Schnellstraße (S36) festgenommen worden. Dabei hatten die beiden mittlerweile ein Jahr älteren Männer aus dem Bezirk Klagenfurt und Umgebung noch vor der Anhaltung zuvor gestohlene Akku-Schrauber aus dem Fluchtfahrzeug geworfen (siehe beiliegende Presseaussendung Nr. 7 vom 15.02.2020).

In Zusammenarbeit mit diversen Polizeidienststellen konnten Murtaler Polizisten in der Folge insgesamt elf Tatorte in der Steiermark, Kärnten sowie in Niederösterreich ermitteln. Dabei stahlen die Männer offenbar gewerbsmäßig und zum Teil „auf Bestellung“ hochwertige Elektrowerkzeuge aus Baumärkten sowie Diskont-Filialen, um diese im Internet zu verkaufen. Die gestohlenen Werkzeuge boten die Tatverdächtigen auf einem Social-Media-Marktplatz etwa um die Hälfe des üblichen Preises bzw. ohne Verpackung zum Verkauf an. 41 Abnehmer konnten nun nach monatelanger Ermittlungen ausgeforscht werden. Sie werden betreffend des Verdachts der Hehlerei (§ 164 StGB) an die Staatsanwaltschaft Leoben angezeigt. Insgesamt 17 Werkzeuge sowie dazugehörige Akkus konnten sichergestellt werden.

Ladendiebstähle geklärt

Judenburg, Bezirk Murtal. – Ein 32-Jähriger und ein 25-Jähriger, beide wohnhaft in Kärnten, stehen im Verdacht, Donnerstagmittag, 13. Februar 2020, in einem Baumarkt einen Akku-Bohrschrauber gestohlen zu haben. Bei den Erhebungen ergaben sich weitere Verdachtsmomente.

Gegen 12.30 Uhr stahlen die Verdächtigen den Akku-Bohrschrauber aus dem Baumarkt. Aufgrund einer sofort ausgelösten Fahndung wurden die beiden Verdächtigen auf der Murtal Schnellstraße S36 von Beamten der Autobahnpolizeiinspektion Gleinalm angehalten und in weiterer Folge festgenommen. Das Diebesgut hatten sie noch vor der Anhaltung aus dem Fahrzeug geworfen. Nach umfangreichen Erhebungen der Polizeiinspektion Judenburg konnten weitere neun Tatorte in der Steiermark ermittelt werden. Zu diesen Vorwürfen zeigten sich die Verdächtigen teilweise geständig. Die bevorzugten Tatörtlichkeiten der Verdächtigen waren Baumärkte und die Filialen einer Handelskette, wobei sie überwiegend Werkzeuge stahlen. Aufgrund der Erhebungen kommen die Verdächtigen auch für Diebstähle in den Bundesländern Kärnten und Niederösterreich in Betracht. Die Höhe des Gesamtschadens ist derzeit noch unbekannt. Sie wurden in die Justizanstalt Leoben eingeliefert.

Körperverletzung angezeigt: Festnahme

Graz, Bezirk Lend. – Am Abend des 12. Oktober 2020 kam es in einer Wohnung zu einem Ehestreit. Ein 27-jähriger Slowene soll dort seine 21-jährige Frau verletzt und sogar mit dem Messer bedroht haben. Polizisten nahmen den Verdächtigen fest. Bei den Ermittlungen konnte der angezeigte Sachverhalt nicht bestätigt werden.

Gegen 21.00 Uhr kam es in einer Wohnung in der Starhemberggasse zu einem heftigen Ehestreit. Ein 27-jähriger Slowene soll seine 21-jährige aus Bosnien stammende Frau verletzt und sogar mit dem Messer bedroht haben. Polizisten nahmen den 27-Jährigen im Stiegenhaus der Wohnhausanlage fest und verbrachten ihn zur Polizeiinspektion. Bei der Vernehmung des Ehepaars stellte sich heraus, dass der Ehemann mit einem Messer die Handtasche der Frau zerschneiden wollte. Diese versuchte dies zu vereiteln und verletzte sich an der Messerklinge.

Gegen den Mann wurde ein Betretungsverbot für die gemeinsame Wohnung ausgesprochen.

Diebstahl

Pöls, Bezirk Murtal.– In den Mittagsstunden des 12. Oktober 2020 ereignete sich ein Einschleichdiebstahl in ein Einfamilienhaus. Die Täter erbeuteten mehrere Hundert Euro.

Gegen 12:00 Uhr schlichen zwei männliche Täter (zwei Rumänen) in ein unversperrtes Wohnhaus. Das 82-jährige Opfer und seine Frau befanden sich zu diesem Zeitpunkt in einer Garage hinter dem Wohnhaus.

Als der Murtaler und seine Gattin zum Wohnhaus zurückkehrten, konnten sie laut deren Angaben die Verdächtigen antreffen und diese auch ansprechen. Einer der Männer gab an, dass sie ungarische Staatsbürger und auf der Suche nach Arbeit seien. Danach verließen sie das Grundstück und flüchteten mit einem grau/silberfarbigen Audi A4 mit rumänischen Kennzeichen Richtung Judenburg. Gelenkt wurde dieses Fahrzeug vermutlich von einem 59-jährigen Ungarn.

Kurz darauf wurde durch die Eigentümer das Fehlen des Bargeldes in der Höhe von mehreren Hundert Euro bemerkt.

Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief vorerst negativ.

Erhebungen ergaben, dass dieselben Verdächtigen am Vormittag des 12. Oktober 2020 einer Verkehrskontrolle unterzogen worden waren. Die Polizisten hatten dabei die Ausweise der Männer fotografiert. Die Geschädigten gaben an, dass es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um dieselben Männer handeln dürfte, die zuvor in dem Wohnhaus den Diebstahl begangen hätten.

Weitere Erhebungen sind im Gange.

Die Kriminalpolizei empfiehlt folgende Präventionsmaßnahmen gegen Einschleichdiebstähle:

·         Versperren Sie stets die Eingangstüre zum Wohnhaus

·         Lassen Sie NIE fremde Personen in ihre Wohnung / ihr Haus  

·         Größere Mengen an Bargeld sollten nicht zuhause aufbewahrt werden

·         Balkon sowie Terrassentüren schließen, wenn Sie diese nicht im Blickfeld haben

·         Nachbarschaftshilfe und das Wissen um das Recht der Selbsthilfe können Straftaten verhindern

·         Ein entschiedenes NEIN, ein energisches Wegweisen eines ungebetenen Besuchers oder ein lauter Hilfeschrei können ebenfalls eine Straftat verhindern

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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