Wien und OÖ stellt Contact Tracer an, Steiermark hinkt nach

Claudia Klimt-Weithaler (KPÖ) appelliert an Landesrätin Bogner-Strauß, Personal aufzustocken, bevor Lage entgleitet

Die Corona-Infektionszahlen steigen immer stärker an. In einigen Staaten kommt es bereits zur Überlastung des Gesundheitssystems und zu partiellen Lockdowns. In Deutschland wurden für je 20.000 Personen fünfköpfige Contact-Tracing-Teams installiert, was sich als erfolgreiche Strategie zur Eindämmung der Neuinfektionen erwiesen hat. Das Land Steiermark hinkt nach. KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler appelliert deshalb an Landesrätin Juliane Bogner-Strauß, die Bemühungen zu intensivieren.

In Österreich war zuerst vorgesehen, dass das Rote Kreuz die Aufgabe übernimmt, dann wurde die Polizei ins Auge gefasst, später das Bundesheer. Auf Ebene des Landes Steiermark findet zwar derzeit eine interne Ausschreibung statt, doch es ist absehbar, dass nicht genug Personal zur Verfügung steht. Eine öffentliche Ausschreibung ist daher dringend geboten, meint die KPÖ. Immerhin steht seit Juli fest, dass dringend Personal für Contact-Tracing benötigt wird.

Während andere Länder, etwa Oberösterreich und Wien, öffentlich ausgeschrieben und dadurch rechtzeitig vorgesorgt haben und Städte wie Graz unter Hochdruck Personal aufgestockt haben, scheint das Gesundheitsressort des Landes Steiermark keinen Grund zur Eile zu sehen. Dabei ist klar, dass in der derzeitigen Lage das vorhandene Personal nicht noch zusätzliche Aufgaben übernehmen kann. „Jeder Cent, der für Contact-Tracing ausgegeben wird, spart viel größere Beträge ein, weil die Lage sonst zu entgleiten droht und wieder drastische Eingriffe in Alltag und Wirtschaft drohen“, warnt Klimt-Weithaler. „‘Koste es, was es wolle‘“ – diese Worte des Bundeskanzlers sind allen im Gedächtnis geblieben. Dabei wäre das einzige Mittel, die Kosten der Krise so gering wie möglich zu halten, die Ausbreitung der Infektionen so schnell und wirksam wie möglich zu bremsen. Dafür braucht es aber jetzt mehr Personal.“

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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