P.M. Wissen: „Biochips“ statt Tierversuche, Grüner Veltliner ade?, Tunfischzucht u.a.

Do., 01.10., ab 20:15 Uhr

Mit gezüchteten Menschenzellen zu neuen Medikamenten – kann das funktionieren? Forscher der Technischen Universität Wien entwickeln Objektträger, auf denen menschliche Zellen wachsen. Mit diesen „Biochips“ lassen sich Versuche durchführen, für die sonst Tiere leiden müssten. Die Wissenschaftler glauben sogar, dass Forschungsergebnisse damit aussagekräftiger werden als durch Studien an Tieren. 
Weitere Themen sind: Wie sehr setzt die Klimaerwärmung den Rebstöcken des Grünen Veltliner zu? Lassen sich Tunfische züchten? u.a.
Was ist die Alternative zu Tierversuchen?
Wie lassen sich Tierversuche vermeiden, die nach wie vor Standard sind bei der Entwicklung von Medikamenten? Forscher der Technischen Universität Wien sagen: Mit Biochips. Das sind Objektträger, auf denen menschliche Zellen wachsen – Organe im Miniaturformat. An diesen menschlichen Mini-Organen lassen sich viele Versuche durchführen, für die sonst an Tieren getestet werden müsste. Und: Etliche Forschungsergebnisse sind sogar aussagekräftiger als Tierstudien, so die Wissenschaftler. Denn eine Maus ist nun mal kein Mensch. Könnte die Arbeit der Wiener Forscher Tierversuche überflüssig machen?

Grüner Veltliner ade?
Der Grüne Veltliner ist mit seinem pfeffrig-spritzigen Aroma Österreichs beliebteste Weinsorte. Doch das Vorzeigeprojekt der Winzerschaft ist in Gefahr. Die Klimaerwärmung – mit einem Rekordsommer nach dem nächsten – macht dem weltweiten Exportschlager zu schaffen. Zu viel Sonne erhöht den Zuckergehalt, der Wein wird schwerer und alkoholhaltiger. Auch lange Trockenphasen setzen den Rebstöcken zu. Forscher der Universität für Bodenkultur in Wien wollen den Grünen Veltliner jetzt retten. Auf einem Versuchsgelände mit Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren suchen die Agrarwissenschaftlerin Astrid Forneck und ihr Team nach neuen Züchtungen, besonderen Arten der Bodenpflege und nach besseren Schnittformen. Wie sieht die Zukunft des Weinbaus aus? Welche Möglichkeiten sehen die Wissenschaftler, um das einzigartige „Pfefferl“ in Österreichs beliebtem Wein auch künftig zu erhalten?

Wie lässt sich regenerative Energie am besten speichern?
Rund 33 Prozent der Energie stammen heute aus erneuerbaren Quellen. 2030 soll der gesamte Energiebedarf Österreichs durch sie gedeckt werden. Das Problem: Es fehlen effiziente Energiespeicher, die Strom aus erneuerbaren Energien auch dann bereitstellen, wenn der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint. Prof. Ulrich Schubert von der Friedrich-Schiller-Universität im ostdeutschen Jena hat einen völlig neuartigen Batteriespeicher entwickelt: Die sogenannte Redox-Flow-Batterie kann nahezu beliebig oft geladen und ausgetauscht werden und ist zu 100 Prozent recycelbar. Statt gängiger Lithium-Batterien, die seltene Metalle benötigen, arbeitet die Redox-Flow-Batterie mit Flüssigkeiten, die man im Labor herstellen kann. Wie genau funktioniert die metallfreie Batterie? Ist damit die Energiewende möglich?

Warum sind Thunfische so schwer zu züchten?
Mehr als 200.000 Tonnen Thunfisch essen allein die Österreicher und Deutschen jedes Jahr. Der weltweite Bedarf an Thunfisch hat verheerende Folgen für den Wildbestand. Was viele nicht wissen: Es gibt nur wilden Thunfisch, denn bis jetzt lässt er sich nicht gezielt züchten. Thunfische sind äußerst sensible Tiere und überleben nur selten in Gefangenschaft. Sie können keine Hindernisse wahrnehmen und verletzen sich deshalb schnell in einem Becken. Außerdem ist es extrem aufwendig, Thunfische zu füttern. Sie fressen ausschließlich frischen Fisch. Der Ozeanograf Dr. Fernando de la Gándara will der Erste sein, dem es gelingt, Thunfische zu züchten. In Isla Plana, einer spanischen Küstenstadt, hat er einen riesigen Wassertank. Darin schwimmen drei Jahre alte atlantische Blauflossen-Thunfische, aufgezogen aus Laich aus Wildfang. Ziel des Forschers ist es, mit gezüchtetem Thunfisch die Wildpopulation aufzustocken – in der Hoffnung, dass eines Tages kein Wildfang mehr betrieben werden muss. Denn der Bestand des Blauflossen-Thunfischs ist dramatisch geschrumpft, er steht kurz vor der Ausrottung.

Außerdem: Wie kommt der Wurm in den Apfel? Woher kommt die Meerjungfrau? Muss die Geschichte der Arche Noah neu geschrieben werden? Und: Was ist eigentlich dunkle Materie?

Grüner Veltliner
© ServusTV / Bilderfest
Redox
© ServusTV / Bilderfest
Moderator Gernot Grömer
© ServusTV / Neumayr / Leo

Über P.M. Wissen
Das Hauptabendmagazin “P.M. Wissen“ zeigt faszinierende Geschichten, gibt überraschende Antworten und erklärt Phänomene aus Gegenwart und Zukunft. Moderator und Wissenschaftler Gernot Grömer schaut in Labore und Werkstätten und zeigt, wo und wie gerade Zukunft entsteht. Das Wissensmagazin entsteht in Kooperation mit dem Pressehaus Gruner+Jahr. Themen aus dem aktuellen Heft werden aufgegriffen, aufwändig für das Fernsehen aufbereitet und exklusiv bei ServusTV ausgestrahlt. Gemeinsam ist Sendung und Heften die Neugierde auf Wissenschaft, Forschung und Technologie – die Neugierde auf die Welt von morgen. “P.M. Wissen“ – immer donnerstags, ab 20:15 Uhr exklusiv bei ServusTV. Mehr dazu finden Sie auf pm-wissen.com/

Über ServusTV
ServusTV richtet sich an ein weltoffenes und vielseitig interessiertes Publikum im deutschsprachigen Fernsehraum. An Menschen mit Meinung und Anspruch. Ein Programmschwerpunkt ist die Heimatregion des Senders: der Alpenraum. Als Sender mit Vollprogramm bietet ServusTV aber noch viel mehr: Von aufwändigen Reportagen und preisgekrönten Dokumentationen über packende Sportereignisse und bildstarke Spielfilme bis zu Information und Talk am Puls der Zeit. ServusTV liefert Kultur, Heimat, Natur, Unterhaltung, Sport und Informationen stets in höchster Qualität. Einfach gut fernsehen. Weitere Informationen finden Sie auf servustv.com.

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


error: (c) arf.at