RB Salzburg/Bundesliga: Power-Fußball bei Fanrückkehr

TORSCHÜTZEN: SZOBOSZLAI (35./FE), DAKA (41.), KOITA (46.), KRISTENSEN (63.) BZW. TARTAROTTI (33.)

Spielbericht, 19.9.2020: FC RED BULL SALZBURG
Fotos: Red Bull/GEPA Pictures

Salzburg gewinnt das Heimspiel gegen den SCR Altach trotz Unterzahl ab der 6. Minute klar mit 4:1. 

SPIELBERICHT

Im ersten Bundesliga-Heimspiel vor Zuschauern seit über einem halben Jahr bekamen diese gleich einmal einiges geboten. So ging es ohne Abtasten bereits früh zur Sache – ganz zur Freude der 3.000 anwesenden Fans. Nachdem unsere Mannschaft in den ersten fünf Minuten bereits einen Chancentriplepack zu verzeichnen hatte, mussten wir im direkten Gegenzug allerdings einen herben Rückschlag verdauen. Andre Ramalho wurde in Minute 6 nach einer Notbremse mit Rot des Feldes verwiesen, sodass Jesse Marsch gezwungen war, erfinderisch zu werden. Enock Mwepu rückte eine Reihe nach hinten in die Innenverteidigung, im 4-3-2-System ging es also dezimiert weiter.

Unseren Offensivbemühungen tat dies aber keinen Abbruch. So hatten Masaya Okugawa, der mit einem feinen Schlenzer nur die Stange traf (16.), und Dominik Szoboszlai (28.) beste Chancen auf den Führungstreffer, blieben jedoch glücklos und sahen auf der Gegenseite, wie es Tartarotti besser machte, einen Flankenball perfekt verarbeitete und die Altacher per Kopf in Front brachte (33.).

Die Antwort der Marsch-Elf ließ aber nicht lange auf sich warten. Nur Augenblicke später gab es nach einem Foul an Patson Daka Elfmeter – Dominik Szoboszlai verwandelte ganz trocken zum 1:1 (35.), ehe noch vor der Pause das 2:1 gelang. Sekou Koita ließ dabei die halbe Altach-Mannschaft mit einem Solo stehen und servierte Patson Daka das Tor auf dem Silbertablett (41.).

Munter ging es auch in Halbzeit zwei weiter. Direkt nach dem Wiederankick ließ Sekou Koita nämlich schon das 3:1 folgen, der nach einem Schuss von Patson Daka goldrichtig stand und abstauben konnte (46.). Unsere beiden Stoßstürmer prägten das Geschehen auch im weiteren Verlauf und hatten einige Möglichkeiten, den Spielstand zu erhöhen (50., 59.). Anschreiben sollte schließlich aber ein anderer: Rasmus Kristensen.

Unser dänischer Rechtsverteidiger krönte einen seiner seltenen Vorstöße in den Sechzehner mit seinem ersten Pflichtspieltreffer für uns und bejubelte das 4:1 (63.). Die Entscheidung war gefallen, unsere Burschen gestalteten die Partie dennoch weiterhin überaus attraktiv, machten die Unterzahl längst vergessen und begeisterten unseren 12. Mann auf den Rängen. Beinahe ließ Enock Mwepu auch noch ein fünftes Tor folgen, aus spitzem Winkel und im Rutschen verfehlte er allerdings das leere Tor (78.). Auch in den Schlussminuten blieb es unterhaltsam mit Chancen auf beiden Seiten – letztlich konnten sich aber beide Torhüter jeweils noch auszeichnen, sodass kein weiterer Treffer mehr folgen sollte.

STATEMENTS

Jesse Marsch

Die Unterzahl war sicher eine ungewohnte Situation für uns, aber alle sind füreinander gelaufen. Ich habe mir nach dem Gegentor gedacht, jetzt brauchen wir Willen und Mentalität. Wir hatten auch vor dem ersten Tor unsere Chancen, aber ich bin sehr stolz auf die Gruppe. Wir haben genau so eine Leistung gebraucht. 

Rasmus Kristensen:

Wir müssen immer als Team zusammenhalten. Vor allem in Unterzahl ging es nicht um individuelle Leistungen, sondern darum, füreinander alles zu geben. Wir haben heute gezeigt, wozu wir imstande sind. Das war ein klares Signal, dass es viel erfordert, um uns zu schlagen.

AUFSTELLUNG

WECHSEL

Berisha für Koita (64.), Bernede für Camara (64.), Onguene für Szoboszlai (64.), Adeyemi für Daka (73.), Ashimeru für Okugawa (77.)

GELBE KARTE

Vallci (24./Foul)

ROTE KARTE

Ramalho (6./Torraub)

NICHT EINSATZBEREIT

Junuzovic (Oberschenkel), Okafor (Adduktoren), Wöber (Knie), Solet (Muskelprobleme)

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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