Salza-Stausee: Der Fjord ins Ennstal

Südlich von Bad Mitterndorf führt ein enges Tal direkt nach St. Martin am Grimming. In den Jahren 1947 bis 1949 wurde dort eine Talsperre errichtet. Es entstand ein etwa fünf Kilometer langer und bis zu 50 Meter tiefer Stausee.

Auf der Suche nach Standorten für neue Wasserkraftwerke entschied man sich nach dem Zweiten Weltkrieg aufgrund seiner Enge und Steilwandigkeit für die zwischen Dachsteinmassiv und Grimming gelegene Salzaschlucht. Das Salza-Speicherkraftwerk wurde damit zum ersten nach dem Krieg erbauten Wasserkraftwerk Österreichs. Der Damm ist 52 Meter hoch und 121 Meter lang. 2007 wurde der See entleert und die Staumauer in der Folge um mehr als 7 Millionen Euro aufwendig saniert. Entlang des Sees führt die Pass-Stein-Straße, die früher tiefer im Tal verlief, durch die Errichtung der Talsperre aber neu angelegt werden musste. Seit 2003 ist die Straße, die davor schon einige Jahre für den Kfz-Verkehr gesperrt war, aufgrund akuter Felssturz- und Steinschlaggefahr auch für Radfahrer und Fußgänger gesperrt.

Die Quelle der Mitterndorfer Salza liegt am Südrand des Toten Gebirges in der Nähe der Tauplitzalm. Der See selbst befindet sich in einem Naturschutzgebiet und wird auch als Badesee genutzt. Außerdem können Boote gemietet werden.

Philipp Sölkner
ARF – Ausseer Regionalfernsehen

Quelle: 1. Steirischer Seenbericht
https://www.verwaltung.steiermark.at/cms/dokumente/11839112_98145416/40756061/Steirischer%2520Seenbericht_.pdf

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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