AK-Warenkorb: Eigenmarken legten preislich am meisten zu

Für den steirischen AK-Warenkorb 2020 wurden heuer erneut 17 Produktgruppen des täglichen Bedarfs einer Preisanalyse bei acht Supermärkten und Diskontern unterzogen. Ergebnis: der Preis für Bio- und Markenerzeugnisse ist im Vergleich zu 2018 gestiegen.

Die größte Preissteigerung ist bei den Markenprodukten mit rund 8 Prozent zu verzeichnen, gefolgt von den Bioprodukten, die um rund 7 Prozent teurer wurden. Billigprodukte sind gegenüber dem letzten Preisvergleich im Jahr 2018 um rund 4 Prozent günstiger geworden. „Die steirischen Haushalte geben monatlich etwa 358 Euro für Ernährung und alkoholfreie Getränke aus, das sind in Summe bei 549.800 steirischen Haushalten rund 2,36 Milliarden Euro pro Jahr“, sagt AK-Marktforscher Josef Kaufmann.

Rund 28 Euro Differenz bei Warenkörben

Konkret kostet ein Warenkorb mit den 17 Produkten bei der Billigschiene rund 18 Euro, bei Markenprodukten rund 35 Euro und bei Bioprodukten 46 Euro: „Die Preisdifferenz zwischen billigstem und teuerstem Warenkorb beträgt 27,83 Euro, das sind rund 153 Prozent“, sagt Kaufmann.

Tomaten: Rund 903 Prozent Preisunterschied

Mit rund 177 Prozent weisen Markenprodukte die größte Preisdifferenz auf.
Im Vergleich aller Produktgruppen zueinander liegt der Preisunterschied nur bei Vollmilch unter 90 Prozent, während die Preisspanne bei Tomaten mit 1,49 bis 14,95 Euro rund 903 Prozent ausmacht.

Verbesserung bei Herkunftsangaben

Bei fast 100 Prozent (97,05 %) der Produkte wird angegeben, woher sie stammen. Im Jahr 2011 waren noch 35 Prozent ohne Herkunftsangaben.

Erhoben wurden die Preise bei Spar, Interspar, Billa, Unimarkt und Merkur sowie Hofer, Lidl und Penny.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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