Das Rote Kreuz in Bad Aussee tatkräftig im Einsatz

In dieser schwierigen Zeit der Corona-Pandemie unverzichtbar, aber trotzdem oft vergessen – das Rote Kreuz. Insgesamt sind 122 Mitarbeiter, davon zehn hauptberuflich, beim Roten Kreuz in Bad Aussee beschäftigt, die sich um das Wohlergehen der Bevölkerung kümmern.

Auswirkungen der Corona-Pandemie

Der Rettungsdienst war und ist während der Corona-Pandemie weiterhin gewährleistet. Das Team des Roten Kreuzes Bad Aussee war in dieser ersten Phase der Pandemie stärker besetzt, da niemand wusste, wie sich die Situation entwickelt. Bei jedem Einsatz besteht eine gewisse Eigengefahr. Deshalb ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ein Muss. Für den normalen Dienstbetrieb werden FFP2-Masken verwendet, bei einem bestätigten COVID-19-Fall FFP3-Masken. Handschuhe werden sowieso immer verwendet.

Starke Auswirkungen hat die Krise auf die finanzielle Situation des Roten Kreuzes. Größtenteils finanziert sich die Organisation durch die Vergütung der Krankenkassen. Für jeden Krankentransport und jeden Rettungseinsatz stellt das Rote Kreuz der Krankenkasse einen Betrag in Rechnung. Durch die Corona-Pandemie gibt es 70 Prozent weniger Ausfahrten. Dementsprechend weniger wird auch eingenommen. Jetzt ist das Rote Kreuz Bad Aussee wieder viel unterwegs. Im Juli ist das Team so viel gefahren wie noch nie. Trotzdem bleibt das Minus, durch COVID-19 verursacht, und wird auch in den nächsten Monaten noch zu spüren sein.

Blutspenden

In den letzten Monaten sind weniger Menschen Blut spenden gegangen, da viele große Menschenmengen meiden möchten. Die Blutspendenaktionen des Roten Kreuzes sind aber stets unter Einhaltung der Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt worden. Kranke Menschen werden ohnehin immer abgewiesen und dürfen kein Blut spenden.

Personalsituation

Rettungssanitäter beim Roten Kreuz in Bad Aussee kann jeder werden. Wer es gerne ausprobieren möchte, kommt am besten zur Dienststelle in Bad Aussee und sucht das Gespräch. Zum Schnuppern kann man einige Male im Rettungsauto mitfahren. „Von zehn Leuten, die hier reinschnuppern, sind zehn begeistert“, erklärt Dienstführer Michael Almer.

Im Schnitt hat das Rote Kreuz fünf Zivildiener beschäftigt. Momentan sind es, aufgrund der geburtenschwachen Jahrgänge, nur drei. Ich hatte noch nie einen Zivildiener, der die Zeit hier als vergeudet empfand“, sagt Michael Almer. Manch ein Zivildiener hat sogar durch den Dienst den Weg zum Medizinstudium gefunden.

Iris Hödl, Ausseer Regionalfernsehen

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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