ÖBB und Verkehrsverbund Steiermark bieten COVID – Schutz

Regionalbusse werden in der Steiermark mit baulichen Trennwänden ausgestattet. Verkehrsverbund Steiermark fördert den Glasschutz als weitere Attraktivierungsmaßnahme für den öffentlichen Verkehr.

(Graz, 10. August 2020) – Um den Fahrkartenverkauf beim Lenkpersonal im Regionalbusverkehr weiterhin zu ermöglichen, erhielten alle Lenkerinnen und Lenker vorübergehend ein Face Shield, dass bei Kundenkontakt getragen wird, beim Fahren aber wieder abgenommen werden muss. Die nun mit den Behörden abgestimmte und langfristige Lösung wird nun Schritt für Schritt in allen Bussen und einer baulichen Abtrennung im Bereich der Fahrerinnen und Fahrer durchgeführt um den Fahrkartenverkauf durch das Lenkpersonal ohne gesundheitliches Risiko für Reisende weitestgehend gewährleisten zu können.

Die Österreichische Postbus AG entwickelte gemeinsam mit einem steirischen Spezialanbieter einen Prototyp, der allen sicherheits­technischen Anforderungen an eine Fahrerkabine als Ansteckungsschutz im re­gulären Fahrbetrieb entspricht – ein Teil der eigenen Busflotte konnte bereits nachgerüstet werden! Das Knowhow aus dieser Entwicklung steht nun allen Unternehmen des Verkehrsverbundes Steiermark zur Verfügung.

Der Verkehrsverbund Steiermark unterstützt die Verkehrsunternehmen bei der Nachrüstung – Insgesamt werden dafür 210.000,- Euro zur Verfügung gestellt. Bei laufenden und zukünftigen Vergaben von Verkehrsdiensten wird diese Maßnahme außerdem als Qualitätskriterium gefordert. „Mit dieser baulichen Trennwand können wir unsere Fahrgäste und unser Lenkpersonal optimal schützen und den Fahrkartenverkauf durch Fahrerinnen und Fahrer auch im Krisenfall aufrechterhalten. Für zukünftige Ausschreibungen wird die Ausstattung mit einer adäquaten Trennwand eine zu erfüllende Bedingung darstellen“, erklärt Peter Gspaltl, Geschäftsführer Verkehrsverbund Steiermark.

Breite Unterstützung dieser Maßnahmen signalisiert auch das Land Steiermark: „Ich freue mich, dass wir neben den Fahrgästen in den öffentlichen Verkehrsmitteln zukünftig auch unseren Lenkerinnen und Lenkern noch mehr Sicherheit bieten können. Durch die Schutzvorrichtung kann der Kartenverkauf im Regionalbusverkehr bei den Fahrerinnen und Fahrern sichergestellt werden. Das Coronavirus hat uns alle vor neue Herausforderungen gestellt, die in einigen Bereichen Anpassungen erforderlich machen – so müssen wir auch im öffentlichen Verkehr neue Standards setzen. Unser klares Ziel ist es die Fahrgastzahlen in den kommenden Monaten wieder auf dasselbe Niveau wie vor der Corona-Krise zu bringen“, sagt Verkehrsreferent LH-Stv. Anton Lang.

Alfred Loidl, Vorstand der Österreichischen Postbus AG bekräftigt dies und resümiert: „Die Sicherheit unserer LenkerInnen und Fahrgäste hat höchste Priorität. Mobilität ist ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Lebens und muss auch in Krisenzeiten sichergestellt sein. Mit dem Einbau der Trennwände bei der Fahrerkabine können wir wesentlich dazu beitragen, das gesundheitliche Risiko dabei so gering wie möglich zu halten“.

Foto:
© Schiffer
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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