VCÖ: 24 Verkehrstote in der Steiermark seit Jahresanfang – unfallträchtiger Monat August

Die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle ist heuer Corona bedingt stark zurückgegangen: In Österreich um ein Drittel, in der Steiermark sogar um die Hälfte, informiert der VCÖ. Aber bereits 24 Menschen verloren seit Jahresanfang bei Verkehrsunfällen in der Steiermark  ihr Leben. Und der August war in den vergangenen Jahren ein sehr unfallreicher Monat, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Der VCÖ weist darauf hin, dass das Unfallrisiko mit dem Auto um ein Vielfaches höher ist als mit dem Öffentlichen Verkehr.

Der Blutzoll im Straßenverkehr ist nach wie vor hoch. In der Steiermark wurden seit Jahresanfang 24 Menschen bei Verkehrsunfällen getötet, informiert der VCÖ. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ist die Zahl der Verkehrstoten um 26 zurückgegangen. Noch in den ersten drei Monaten des heurigen Jahres war die Zahl der Todesopfer mit zehn gleich hoch wie im 1. Quartal 2019.

„Infolge der Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19 Pandemie gab es bis Ende Mai einen starken Verkehrsrückgang und damit auch einen Rückgang der tödlichen Verkehrsunfälle. In den vergangenen Wochen hat die Verkehrsbelastung wieder stark zugenommen, was sich leider auch in der Unfallstatistik bemerkbar macht“, stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest.

Und die kommenden Wochen waren in den vergangenen Jahren sehr unfallträchtig, wie eine VCÖ-Analyse zeigt. Allein im Vorjahr kamen im August 14 Menschen bei Verkehrsunfällen in der Steiermark ums Leben, weitere 709 wurden verletzt. In den vergangenen drei Jahren gab es im August in der Steiermark im Schnitt jeden Tag 18 schwere Verkehrsunfälle, bei denen Menschen verletzt wurden. Bei Schönwetter nimmt zudem der Motorradverkehr zu, was sich ebenfalls in mehr Unfällen niederschlägt.

Durch das eigene Fahrverhalten kann das Unfallrisiko reduziert werden, betont der VCÖ. Die Sicherheitstipps: Gleiten statt rasen, volle Aufmerksamkeit und Konzentration auf den Straßenverkehr, Hände weg vom Handy während des Autolenkens und das Motto „Don’t drink and drive“ beherzigen.

„Gleichzeitig gilt es die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer vor Risikolenkern, wie beispielsweise Rasern oder Alko-Lenkern stärker zu schätzen. Deshalb braucht es neben verstärkten Kontrollen auch höhere Strafen und eine Erweiterung des Vormerksystems“, betont VCÖ-Sprecher Gratzer.

Noch höher ist die Verkehrssicherheit mit dem Öffentlichen Verkehr. Das Unfall- und Verletzungsrisiko ist mit dem Auto um ein Vielfaches höher als mit dem Öffentlichen Verkehr. Gleichzeitig sorgt die Pflicht einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen auch bezüglich Covid-19 für Sicherheit, im Gegensatz zu öffentlich zugänglichen Räumen, wo keine Maskenpflicht besteht. „Aufgrund von vermehrtem Home-Office, Kurzarbeit und ausbleibenden Touristinnen und Touristen aus dem Ausland sind derzeit weniger Fahrgäste in den öffentlichen Verkehrsmitteln, womit es für die Fahrgäste mehr Platz gibt und man de facto eine Sitzplatzgarantie hat“, stellt VCÖ-Sprecher Gratzer fest. Und: „Der Umstieg von Bahn oder Bus auf das Auto ist mit dem erhöhten Risiko verbunden, bei einem Verkehrsunfall verletzt zu werden.“

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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